Feldbestimmungsschlüssel für die Hummeln Deutschlands, Österreichs und der Schweiz

  • Veröffentlicht am: 27.10.2017
Feldbestimmungsschlüssel für die Hummeln Deutschlands, Österreichs und der Schweiz

Hummeln zählen neben Schmetterlingen zwar zu den Sympathieträgern unter den Insekten, doch selbst wer eine Hummel als harmlos brummendes Flugobjekt zu erkennen vermag, weiß selten, um welche Art es sich genau handelt. Wer neugierig ist und es genauer wissen will, benötigt etwas Hilfe.

Die drei österreichischen Autoren des Feldbestimmungsschlüssels aus dem Verlag Quelle & Meyer haben sich das Ziel gesetzt, die Bestimmung aller heimischen Hummeln zu ermöglichen – ohne sie dafür töten zu müssen. In einzelnen Fällen müssen morphologische Merkmale zu einer Unterscheidung herhalten, die mithilfe einer Lupe aber auch vom Laien am lebenden Objekt möglich sind. Da die Hummeln meist wegen ihres außergewöhnlichen Fleißes sehr aktiv sind, muss man sie dafür allerdings einfangen.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten 47 Arten von Bombus als nachgewiesen, aktuell werden jedoch nur noch 43 Arten gefunden und auch davon treten viele sehr selten auf. Bei weltweit 239 Hummelarten mag das überschaubar klingen, doch einige Arten unterscheiden sich kaum und lassen sich daher nur schwer voneinander unterscheiden.

Der Bestimmungsschlüssel, der Arbeiterinnen und Königinnen sowie Drohnen unterscheidet, erklärt den Körperbau und setzt für die Unterscheidung der einzelnen Arten vor allem auf die Zeichnungen des Hinterleibs, weitere Merkmale wie etwa der genaue Aufbau der Antennen werden im Einzelfall hinzugezogen.
Die grafischen Darstellungen für den Entscheidungsfluss machen es auch Anfängern recht leicht, sich anhand der dichotomen Schlüssel zurechtzufinden – eine Frage, zwei Antwortmöglichkeiten und ab zur nächsten Fragestellung, bis ein eindeutiges Ergebnis erreicht ist. Zumeist wenigstens, denn in seltenen Fällen mag man doch ein bisschen unsicher ob des Ergebnisses sein.

Der sehr nützliche Bestimmungsschlüssel richtet sich trotz fehlender Farbporträts weniger an Biologen, als an alle Interessierten, die die sympathischen Bombus näher kennenlernen und sicher bestimmen wollen.