Bienen erlernen Pollenquellen

Die kleinen Insekten beeindrucken immer wieder durch ihre unglaublichen Fähigkeiten. Eine davon ist die aufgedeckte Fähigkeit zu erlernen, welche Pflanzen die besten Pollenquellen sind. Pollen lassen sich an vielen Pflanzen sammeln, doch die Qualität unterscheidet sich deutlich. Daher macht es durchaus Sinn, dass Bienen sich merken, wo die beste Futtertankstelle ist.

Imker fordern Verbote von Neonicotinoiden und Lenkungsabgabe für Pestizide

Der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft aber auch auf öffentlichen Flächen oder in Privatgärten hat verschiedene negative Auswirkungen auf die Umwelt. Um dieses Risiko zu minimieren, hat der Bund im Sommer einen Aktionsplan vorgestellt und betroffene Kreise zur Stellungnahme eingeladen. Auch die eidgenössischen Imkerinnen und Imker haben sich dazu über ihre Dachorganisation Apisuisse geäußert. Ihre Stellungnahme bezieht sich zwar primär auf die Honigbienen. Wildbienen und andere für die Blütenbestäubung wichtige Insekten wie beispielsweise Schmetterlinge profitieren aber ebenso von den vorgeschlagenen Maßnahmen.

Altruistischer Suizid als Erfolgskonzept bei Bienen

Völker der Östlichen Honigbiene überleben einen Befall mit der parasitären Varroamilbe, der für Völker der Westlichen Honigbiene tödlich endet. Ein internationales Forschungsteam hat entdeckt, dass ein Großteil der befallenen Larven der Östlichen Honigbiene stirbt, worauf die Kolonie die abgestorbenen Larven entfernt – zusammen mit ihren Parasiten. Insofern ermöglichen schwache Bienen das Überleben des Bienenvolkes: Sie verhindern die Vermehrung des Parasiten.

Bienen und Honig bei Hermes

Mal keine Paketbienen beim Versandunternehmen, sondern ganze Völker auf dem Dach. Beim Logistikzentrum von Hermes Fulfilment in Ohrdruf (Thüringen) haben Bienenvölker seit 2015 ein neues Zuhause gefunden. Ersten Honig gab es dann im Herbst. Am Standort Haldensleben (Sachsen-Anhalt) setzt man schon ein Jahr länger auf Honigbienen und hat sich dieses Jahr über eine besonders große Ernte gefreut.

Europäische Faulbrut bei Bienen erstmals im australischen Northern Territory

Zum ersten Mal ist die Europäische Faulbrut im australischen Northern Territory aufgetreten. Betroffen sind sechs Völker in der Ortschaft Katherine. Einige der betroffenen Völker wurden vernichtet, einige saniert. Der zuständige Veterinär verfällt deshalb aber nicht in Panik, da die Europäische Faulbrut in anderen Gegenden Australiens durchaus auftritt und dort insgesamt gut in den Griff zu bekommen ist. Insbesondere die Hygiene bei den Imkern selbst sei ein wesentlicher Punkt, um die Verbreitung der Krankheit zu unterbinden.

Bienen - 104 besondere Arten aus aller Welt in faszinierenden Nahaufnahmen

Die meisten Menschen denken bei Bienen nur an die (Westliche) Honigbiene, doch dass ist viel zu kurz gegriffen: Allein in Europa sind rund 700 Arten heimisch, weltweit wird die Zahl auf etwa 20.000 geschätzt. Davon sind viele Arten noch nicht einmal bekannt oder nur rudimentär beschrieben. Die Autoren Sam Droege und Laurence Packer zeigen in ihrem großformatigen Bildband einen Querschnitt durch die Artenvielfalt der Bienen. Mithilfe des Buches macht der Leser eine Reise über alle Kontinente und erhält einen Einblick in 104 Arten.

Internationales Symposium über Bestäubungsbiologie am 25. November in Wien

Die Zoologisch-Botanische Gesellschaft in Österreich lädt ein, um die Sache mit den Blumen und den Bienen aus der Sicht der bestäubenden Tiere und der bestäubten Pflanzen zu betrachten. Erst das Zusammenwirken von Blüte und Bestäuber ermöglicht, dass an den Pflanzen Samen und Früchte entstehen - auch solche, die die Menschen zu seiner Ernährung benötigt.

Wir tun was für Bienen!

Unter dem Motto „Be happy! Make a bee happy.” ruft die Initiative Deutschland summt! in einem bundesweiten Wettbewerb dazu auf, gemeinschaftlich naturferne Flächen für unsere Bienen und die Natur zurückzuerobern. Die Vision: In jeder Stadt und Gemeinde finden sich viele Menschen, die sich am innovativen Wettbewerb beteiligen. Es werden Gruppen aller Art prämiert, die sich gemeinsam für die Bienen, die biologische Vielfalt und damit für unsere Zukunft einsetzen.

Alarmstufe Rot – Wissenschaftler fordern Sofortmaßnahmen gegen Artenschwund

Der extreme Rückgänge bei Insekten, insbesondere bei Wildbienen, führte zu einer Resolution von 77 Forschern an die Bundesumweltministerin. Ganze Landstriche ohne bestäubende Insekten – in China schon heute Wirklichkeit. Dort müssen Bäume und Pflanzen bereits von Hand bestäubt werden, und in wenigen Jahren könnte es auch in Deutschland so weit sein.

Honig mit zu viel Glyphosat

Das ist neu in Deutschland: Das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung des Landes Brandenburg warnt zur Vorsicht bei der Anwendung glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel, denn bei Untersuchung einer Honigprobe aus 2015 sind erhebliche Überschreitungen der Rückstandshöchstmenge von Glyphosat festgestellt worden.

Farbpräferenzen bei Stachellosen Bienen und Hummeln

Die Autorin Jessica Bossems arbeitet am Institut für Sinnesökologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und erforscht das visuelle System von Bienen. Dort hat sie im Rahmen ihrer Arbeit ein völlig neues Verfahren zum Prüfen spontaner Farbpräferenzen von Bienen entwickelt und es erfolgreich im Freiland an Stachellosen Bienen in Brasilien und unter Laborbedingungen an Hummeln in Deutschland getestet.

Abend-Vortrag Bienen-Kommunikation in Hannover

Bienen fungieren nicht nur als Sinnbilder sozialer Organisation und staatenbildender Gemeinschaften. Seit dem 20. Jahrhundert sind sie auch als tanzend kommunizierende Insekten erforscht. Kate Rigby untersucht in ihrem englischsprachigen Vortrag „Bee Speaking and Ecopoetics in the Anthropocene“ Texte über und Texte von Bienen und führt in die noch jungen Forschungsbereiche der Biosemiotik und Ökopoetik ein.

Bienenwiese in Steyr als Vorzeigeprojekt

Mit der österreichweit ersten Greenpeace-Bienenwiese bietet Steyr einen einzigartigen Lebensraum für die zunehmend bedrohten Wildbienen. Das 1.500 Quadratmeter große Bienenparadies wurde für die Wachstumssaison nach dem Winter vorbereitet, mit tatkräftiger Unterstützung von Lokal-Politikerinnen und -Politikern aus der oberösterreichischen Stadt. Die Gemeinderäte bewiesen durch ihren Besuch, dass ihnen die Rettung der Bienen ein tatsächliches Anliegen ist.

Varroa-Behandlung ohne Schädigung

Wissenschaftler der Universität von Sussex haben den besten Weg zur Varroabehandlung (im Winter) untersucht. Das Ziel des Imkers sollte es sein, die Varroa möglichst abzutöten, ohne Bienen zu schädigen. Die beste Methode ist nach ihren Untersuchungen die Verdampfung von Oxalsäure, die Träufel- und Sprühvariante schädigt die Bienen dagegen.

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