DNA-Test für Honig

Honig wird leider häufig gefälscht in Umlauf gebracht. Foto: Alexander Mils/Unsplash
Honig ist ein häufig ge- oder verfälschtes Lebensmittel, da synthetischer oder gefälschter Honig zu einem niedrigeren Preis als echter Honig verkauft werden kann. In Estland kann Honig in einem DNA-Labor auf seine Herkunft untersucht werden.
Bei der Preisverleihung des europäischen „Agricultural and Rural Inspiration Awards“ (ARIA2024) im Brüsseler Théâtre du Vaudeville ging der Publikumspreis an „Authentic Honey meets DNA Technology“ aus Estland.
In einem Kooperationsprojekt zwischen Imkern und Wissenschaftlern wurde eine innovative DNA-basierte Methode zur Honiganalyse entwickelt. Dabei werden sämtliche DNA-Spuren aus der Umgebung der Honigproduktion analysiert - von Pflanzen, Tieren, Bakterien, Pilzen und Viren.
Auf diese Weise ergibt sich ein umfassendes Bild des analysierten Honigs, der die Aufdeckung von Fälschungen erleichtern soll. Mittels der Methode wird nicht nur die biologische Zusammensetzung eines Honigs aufgedeckt, sondern die Umgebung bestimmt, in der die Honigbienen auf Nahrungssuche waren.
Der Test erstellt für jeden Honig quasi ein einzigartiges DNA-Fingerabdruckprofil.
Im Rahmen des Projektes wurde eine Vergleichsdatenbank erstellt, um die biologische Zusammensetzung, Herkunft und Echtheit eingesandter Honigproben validieren zu können.
Aus dem Projekt heraus ist inzwischen ein kommerzieller DNA-Testservice für Honig entwickelt worden. Der Test kann auch von Privatpersonen beauftragt werden und kostet 250 Euro zzgl. derzeit 22 % Umsatzsteuer. Benötigt werden 100 Gramm Honig für eine Untersuchung.