Wissenschaft

Aktuelle Nachrichten und Informationen aus der Wissenschaft - inbesondere über Studienergebnissen - zu Honigbienen, Hummeln und weiteren Wildbienen aus der ganzen Welt.

Honigbienen und die Mitochondrien ihrer Flugmuskulatur

Honigbienen gehören aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für den Menschen zu den am besten untersuchten Insektenarten. Das Interesse der Wissenschaft richtet sich im Wesentlichen auf Bedrohungen für Honigbienen, da sie zu einem Problem der menschlichen Ernährungssicherheit werden. Abweichend zu den vielen Studien zur Bedrohungen haben Forscher nun eine Studie zu den Eigenschaften der Mitochondrien der Flugmuskulatur von Honigbienen vorgelegt.

Hummeln werden Zom-bee-fiziert

Hummeln, die in Nordamerika beheimatet sind, werden häufig in der Luft von Blasenkopffliegen Conopoidea, einer parasitischer Fliegenart angegriffen. Die Fliege legt in der Hummel ein Ei, aus der sich innerhalb von 10 bis 14 Tagen im Abdomen der Biene eine Larve entwickelt, die die Hummel irgendwie dazu bringt, ihr eigenes Grab zu schaufeln. Die Biene stirbt dann unter der Erde. Die Fliegenlarve verpuppt sich und ernährt sich von den Innereien der Biene. Im darauf folgenden Frühjahr tritt die ausgewachsene Fliege aus der Hummel hervor und ernährt sich allein bis sie im Sommer eine Hummel zur eigenen Vermehrung angreifen wird.

Tote Honigbienen in der Mandelblüte

Es ist jedes Jahr dasselbe: Imker aus den gesamten Vereinigten Staaten fahren mit Lastwagen voller Bienenvölker nach Kalifornien, wo sie für das Aufstellen ihrer Völker in der Mandelblüte reich entlohnt werden. Doch in den vergangenen Jahren ließen nicht nur viele Völker auf dem Transport, sondern in den Mandel-Plantagen ihr Leben – durch unsachgemäße Anwendung von Fungziden und Pestiziden und ihre unterschätzte Wirkung bei kombinierter Ausbringung.

Wild lebende Honigbienen in Deutschland

Wild lebende Honigbienen-Völker gelten in Europa gemeinhin als ausgerottet. Die Domestizierung durch den Menschen und die Ausbreitung von Krankheitserregern und Parasiten mithilfe des Menschen sind ebenso Gründe wie der – ebenfalls durch Menschen – verursachte Verlust geeigneter Lebensräume. Allerdings gibt es weder aus der Vergangenheit noch über den gegenwärtigen Status wissenschaftliche Daten zu dieser Annahme.
Zwei Wissenschaftler sind der allgemeinen Behauptung nachgegangen und sind genau vom Gegenteil ausgegangen: Dass hier zu Lande insbesondere naturnahe Buchenwälder geeignete Nistplätze bieten müssten, um wild lebenden Honigbienen eine Heimstatt zu bieten. Ihre Untersuchungen haben sie an zwei Standorten in Deutschland – im Nationalpark Hainich und im Biosphärengebiet Schwäbische Alb – durchgeführt.

Hummel-Bestände sinken

Eine neue Studie liefert eine Schätzung der Bestände und Verteilung von Hummeln im US-Bundesstaat Michigan für das vergangene Jahrhundert. Die Bestände haben sich danach insgesamt dramatisch reduziert und spiegeln damit Entwicklungen in anderen Ländern wieder. Nur zwei Arten zählen zu den Gewinnern.

Saisonale Unterschiede beim Pollensammeln in städtischen Gebieten

Abhängig von der Jahreszeit gibt es große Unterschiede bei Vielfalt und Verfügbarkeit von Pollen, den Honigbienen in städtischen Gebieten und deren Vororten in den Vereinigten Staaten sammeln. In der hier vorgelegten Studie haben die Wissenschaftler den Variantenreichtum des von Honigbienen gesammelten Pollens in den US-Bundesstaaten Florida, Kalifornien, Michigan und Texas im Laufe der Jahreszeiten untersucht.

Hummeln in Europa

Auf der Basis von Aufzeichnungen haben Wissenschaftler in einer Studie errechnet, wo welche Hummel-Arten mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit in fast allen Ländern der Europäischen Union anzutreffen sind.

Bestäuber ohne Blütenpflanzen

Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge sind in hohem Maße auf Blumen angewiesen, um Nektar als Nahrung zu erhalten. Gleichzeitig sind diese Pflanzen für die Fortpflanzung auf die Bestäuber angewiesen. In den letzten Jahrzehnten haben Ökologen aufgrund des Rückgangs der Vielfalt und des Überflusses von Blüten und Bestäubern die Folgen des Blütenverlusts für Bestäubergemeinschaften und die Bestäubung von Pflanzen untersucht.

Honig richtig lagern

Durch die Produktion von hochwertigem Honig kann eine Imkerei ihre Wirtschaftlichkeit verbessern. Entsprechender Honig sollte nicht nur den gesetzlichen Anforderungen genügen, sondern auch den Qualitätskriterien der Imker-Organisationen. Und den Kunden muss das hochwertige Naturprodukt natürlich auch noch schmecken.

Sammeln auch Hummeln Honigtau?

Nur selten wurden Hummeln dabei beobachtet, wie sie Honigtau von Blattläusen sammeln. Im Allgemeinen liegt der Zuckeranteil in Honigtau von Blattläusen deutlich unter der Zuckerkonzentration in Blumennektaren. Im trockenen Sommer 2018 zeigte zumindest ein Hummelvolk in Großbritannien, dass es seine Nahrungsaufnahme opportunistisch umstellen kann.

High-Tech-Bienenstock

Seit Millionen von Jahren kommen Honigbienen allein in ihrer Umwelt zurecht. Weil sie (in vielen Ländern) als wertvolle Nutztiere gelten und sie gleichwohl durch menschliche Einflüsse immer wieder unter Druck geraten, sollen nun auch sie ein smartes Zuhause erhalten und sich immer weniger auf ihre natürlich Instinkte verlassen müssen, die in der von Menschen veränderten Umwelt durchaus schon mal versagen können.

Seiten