Wissenschaft

Aktuelle Nachrichten und Informationen aus der Wissenschaft - inbesondere über Studienergebnissen - zu Honigbienen, Hummeln und weiteren Wildbienen aus der ganzen Welt.

Zusätzlich steht eine Übersicht aller veröffentlichter Studien mit ihren Originaltiteln bereit. Dort kann nach Begriffen in den Studientiteln und den Namen der Autoren gefiltert werden.

Hummeln meistern komplexe Aufgaben durch soziale Interaktion

Studien an Hummeln haben in der Vergangenheit mit einer Reihe von Vorurteilen gegen die träge wirkenden Insekten aufgeräumt und erstaunliches zu Tage gefördert: Hummeln sind Frühaufsteher und sie können Spaß am Ballspielen haben. Eine aktuelle Studienveröffentlichung zeigt, dass die flauschigen Bestäuber sogar mehrstufige Aufgaben durch soziale Interaktion erlernen können. Ein derartiges soziales Lernen wurde bisher nur dem Menschen zugeschrieben.

Begünstigt Wanderimkerei das Flügeldeformationsvirus?

Argentinien ist ein bedeutender Exporteur für Honig. Auf der Suche nach floralen Ressourcen und zur Maximierung der Honigproduktion ist die Wanderimkerei inzwischen die Regelbetriebsweise. In der Provinz Entre Ríos gibt es eine florale Vielfalt, die es Imkern ermöglicht, wahlweise eine Wanderimkerei oder stationäre Bewirtschaftung durchzuführen. Wanderimker in dieser Provinz beginnen und beenden die Saison mit ihren Bienenvölkern in Gebieten mit Zitrusfrüchten in Monokulturen, während die stationären Honigbienen durchgehend in Gebieten mit natürlicher Vegetation verbleiben.

Steinbrüche sind Rettungsinseln für Wildbienen

Ein Forschungsteam hat die Bedeutung von Kalksteinbrüchen für den Wildbienenschutz untersucht. Dabei stellten sich vielfältige Landschaften mit starker Vernetzung zwischen Steinbrüchen und Magerrasen als besonders wertvoll heraus. Steinbrüche mit viel Gebüsch wiesen dagegen eine geringere Artenvielfalt auf. Gefährdete Bienenarten traten häufiger in großflächigen Steinbrüchen auf.

Habitatkomplexität beeinflusst Standortnutzung stark

Städte wachsen weltweit immer weiter. Der Flächenverlust macht Naturschutzmaßnahmen daher im städtischen Raum erforderlich. Die Bestäubervielfalt nimmt in mäßig urbanisierten Landschaften oft zu, was darauf hindeutet, dass Städte vielfältige Bestäubergemeinschaften beherbergen können, wobei unklar ist, ob der Anstieg durch gebietsfremde Arten oder bestimmte Lebensstrategien bedingt ist.

Hummeln fliegen auch auf Glyphosat

Pestizide sind einer der Gründe für den weltweiten Rückgang bestäubender Insekten. Herbizide, die das Wachstum von Unkräutern hemmen, können ökotoxikologische Risiken für Bestäuber bergen. Bestäubende Insekten können Herbizide oral aufnehmen, wenn sie kontaminierte Blüten zwischen der Anwendung und dem Absterben der Pflanze besuchen.

Rhythm Is a dancer

Eine flexible, abstrakte Rhythmuswahrnehmung ist die Grundlage menschlicher Musik, Tanz und Sprache. Eine entsprechende Wahrnehmung wurde bisher nur bei wenigen Säugetieren und Vögeln nachgewiesen. Und jetzt neu bei Hummeln.

Roboter für mechanische Bestäubung

Forscher entwickeln Roboterinsekten, die eines Tages aus mechanischen Bienenstöcken schwärmen könnten, um schnell und präzise Bestäubung durchzuführen. Allerdings schränken selbst die Wissenschaftler ein, dass auch die besten Roboter in Insektengröße es in puncto Ausdauer, Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit nicht mit natürlichen Bestäubern wie Bienen aufnehmen werden können.

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