Wissenschaft

Aktuelle Nachrichten und Informationen aus der Wissenschaft - inbesondere über Studienergebnissen - zu Honigbienen, Hummeln und weiteren Wildbienen aus der ganzen Welt.

Zusätzlich steht eine Übersicht aller veröffentlichter Studien mit ihren Originaltiteln bereit. Dort kann nach Begriffen in den Studientiteln und den Namen der Autoren gefiltert werden.

Steinbrüche sind Rettungsinseln für Wildbienen

Ein Forschungsteam hat die Bedeutung von Kalksteinbrüchen für den Wildbienenschutz untersucht. Dabei stellten sich vielfältige Landschaften mit starker Vernetzung zwischen Steinbrüchen und Magerrasen als besonders wertvoll heraus. Steinbrüche mit viel Gebüsch wiesen dagegen eine geringere Artenvielfalt auf. Gefährdete Bienenarten traten häufiger in großflächigen Steinbrüchen auf.

Habitatkomplexität beeinflusst Standortnutzung stark

Städte wachsen weltweit immer weiter. Der Flächenverlust macht Naturschutzmaßnahmen daher im städtischen Raum erforderlich. Die Bestäubervielfalt nimmt in mäßig urbanisierten Landschaften oft zu, was darauf hindeutet, dass Städte vielfältige Bestäubergemeinschaften beherbergen können, wobei unklar ist, ob der Anstieg durch gebietsfremde Arten oder bestimmte Lebensstrategien bedingt ist.

Hummeln fliegen auch auf Glyphosat

Pestizide sind einer der Gründe für den weltweiten Rückgang bestäubender Insekten. Herbizide, die das Wachstum von Unkräutern hemmen, können ökotoxikologische Risiken für Bestäuber bergen. Bestäubende Insekten können Herbizide oral aufnehmen, wenn sie kontaminierte Blüten zwischen der Anwendung und dem Absterben der Pflanze besuchen.

Rhythm Is a dancer

Eine flexible, abstrakte Rhythmuswahrnehmung ist die Grundlage menschlicher Musik, Tanz und Sprache. Eine entsprechende Wahrnehmung wurde bisher nur bei wenigen Säugetieren und Vögeln nachgewiesen. Und jetzt neu bei Hummeln.

Roboter für mechanische Bestäubung

Forscher entwickeln Roboterinsekten, die eines Tages aus mechanischen Bienenstöcken schwärmen könnten, um schnell und präzise Bestäubung durchzuführen. Allerdings schränken selbst die Wissenschaftler ein, dass auch die besten Roboter in Insektengröße es in puncto Ausdauer, Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit nicht mit natürlichen Bestäubern wie Bienen aufnehmen werden können.

Nosema-Kontrolle mittels pflanzlichem Extrakt

Nosemose ist eine verheerende Krankheit für Westliche Honigbienen, die durch die einzelligen, sporenbildenden Pilze ausgelöst wird und zu einem erheblichen Verlust an Vitalität und Produktivität eines Bienenvolkes führen kann. Fumagillin galt in vielen Teilen der Welt lange Zeit als Mittel der Wahl zur Bekämpfung von Nosemose, hat jedoch schädliche Auswirkungen auf Honigbienen und Menschen gleichermaßen.

Kleine Pessimisten

Hummeln reagieren auf ein ungünstiges Ereignis mit einer Reaktion, die menschlichen Emotionen ähnelt. Sind sie gestresst, fallen sie häufiger pessimistisch auf: Ihre Erwartungen an eine Belohnung fallen deutlich geringer aus.

Weinanbaugebiete könnten Wildbienen helfen

In Agrarlandschaften verschwinden die meisten naturnahen Lebensräume und zugleich kommt es zum intensiven Einsatz von Pestiziden. Beides trägt zu einem erheblichen Rückgang der Biodiversität bei, einschließlich dringend benötigter Bestäuber für Nutzpflanzen. In einer Studie untersuchte ein Team von Wissenschaftlern wie sich naturnahe Lebensräume in der umgebenden Landschaft bei biologischer und konventioneller Bewirtschaftung sowie der Reduzierung von Fungiziden auf die Wildbienenvielfalt auswirken.

Gehwege als Nistplätze

Bestäuberfreundliche Blühstreifen und -wiesen werden inzwischen auch von einigen Städten bei der Anlage und Pflege von Grünflächen berücksichtigt, vielfach in Wohngebieten. Wie das Ergebnis einer Studie zeigt, leben Menschen in Städten zunehmend nicht nur Tür an Tür mit den Bestäubern, sondern trampeln sogar quasi auf ihnen herum. Denn bodennistende Wildbienen und Blattwespen nisten häufig in den Zwischenräumen städtischer Gehwege.

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