Wissenschaft

Aktuelle Nachrichten und Informationen aus der Wissenschaft - inbesondere über Studienergebnissen - zu Honigbienen, Hummeln und weiteren Wildbienen aus der ganzen Welt.

Junge Bienen beschleunigen das Altern Älterer

Honigbienen-Völker sind komplexe Gesellschaften, in denen die Arbeit nicht zentral verteilt wird. Wie genau diese Arbeitsaufteilung erfolgt, ist noch immer kaum nachvollziehbar. Schweizer Forschung haben entdeckt, dass junge Bienen diesen Prozess beeinflussen. Sie veranlassen die älteren Bienen dazu, Aufgaben außerhalb des Nestes zu übernehmen, und reduzieren so drastisch deren Lebenserwartung.

Biodiversität für Landwirte bedeutsamer als gedacht

In der konventionellen Landwirtschaft wird Aspekten wie der Qualität der Pflanzen, der Bodenqualität, der Düngung und der Unkrautbekämpfung größte Aufmerksamkeit gewidmet. Überraschenderweise spielt die Bedeutung von Ökosystemleistungen für die Landwirtschaft nur eine geringe Rolle. Forschungsergebnisse zeigen, dass selbst die konventionelle Landwirtschaft durch die Förderung von Wildbestäubern profitiert.

Pollenquellen von Wild- und Honigbienen

Westliche Honigbienen sind die dominierenden Bestäuber von Kulturpflanzen in Monokulturen. Der Zugang zu geeigneten Nahrungspflanzen im Sommer ist ein entscheidender Faktor für die Gesundheit von Völkern in landwirtschaftlich geprägten Gegenden.
Endemische Bienenarten, die sich zusammen mit einheimischen Pflanzenarten entwickelt haben, zeigen meist eine Präferenz für saisonal verfügbaren einheimischen Pflanzenpollen oder sind sogar ausschließlich daran gebunden. Honigbienen suchen während der trachtarmen Sommermonate in großem Umfang nach nicht einheimischen Pflanzen. Es ist jedoch unklar, ob die Verwendung dieser Arten auf die Bevorzugung der Honigbiene für diese Pflanzen zurückzuführen ist oder auf deren starke Präsenz.

26 neue Bienenarten entdeckt

In den Weiten des überwiegend unbewohnten Outbacks in Australien gibt es noch viel zu entdecken: Australische Forscher haben dort gleich 26 neue endemische Bienenarten ausgemacht. Die neuen Arten gehören zur Untergattung Colletellus in der Gattung Leioproctus in der Familie Colletidae – den Seidenbienen. Der Name ist bei ihnen Programm: Sie kleiden das Innere ihrer Nester zum Schutz ihrer Nachkommen mit selbst produzierter Seide aus.

Hummeln und Zucchini

Hummeln sind zur Deckung ihres Nährstoffbedarfs auf eine reichhaltige und vielfältige Auswahl an Blütenpflanzen angewiesen. In Kulturlandschaften können Massenblüher eine wichtige Nahrungsressource für Hummeln sein, wobei auch die Landwirte von ihren Besuchen profitieren können.

Sammlerinnen berücksichtigen Nährstoffnachfrage des Bienenvolks

Während menschliche Pestizide und natürlich vorkommende Pathogene eine Bedrohung für das Wohlergehen der Gesundheit der Honigbienen darstellt, spielt auch die ausgeglichene Versorgung mit Nährstoffen eine große Rolle für das Überleben der Bienen. Gerade in landwirtschaftlich geprägten Regionen mit Monokulturen ist die Gefahr einer einseitigen Ernährung für die Honigbienen besonders groß. Dabei muss man nicht unbedingt an die Bestäubung der Mandelbäume in Kalifornien denken, wo die 1,6 Millionen Bienenvölker nichts als Mandelblüten zu sehen bekommen.

Winzige Hohlräume in Bäumen sind Lebensraum endemischer Bienen

In der Tier- und Pflanzenwelt gibt es noch viel zu entdecken, ganz besonders in Australien. So sind Hohlräume in Banksia-Bäumen der Lebensraum einer winzigen westaustralischen Biene.
In einer Studie beobachtete Kit Prendergast von der Curtin University das Nistverhalten von Euryglossina perpusilla im „Star Swamp Reserve“, einem 96 Hektar großen Reservat in North Beach, einem Vorort der australischen Großstadt Perth.

Große Wollbiene als invasive Art macht Druck

Die Große Wollbiene ist in Nordamerika eine invasive Wildbiene, die sich rasant verbreitet hat. Die Drohnen verteidigen ihre Blumen-Territorien aggressiv und greifen auch Bestäuber anderer Arten an. Große Wollbienen sind Generalisten und besuchen daher oftmals dieselben Pflanzenarten wie einheimische Bestäuber. Welche Auswirkungen dies auf endemische Bestäuber hat, dem sind Wissenschaftler in einer aktuellen Studie nachgegangen.

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