Pestizide wirken in geringsten Konzentrationen

Schadstoffe wie Pestizide können bereits in zehntausendfach geringeren Konzentrationen Wirkungen auf sensitive Individuen haben als bislang angenommen. Das konnten Wissenschaftler in einer aktuellen Studie zeigen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Maß an Stress. Auf den ersten Blick überraschend: Nicht nur zu viel, sondern auch zu wenig Stress kann zu höherer Empfindlichkeit gegenüber Schadstoffen führen.

Geeignete Lebensräume von Hummeln

Einige Hummelarten sind weltweit rückläufig. Die Rückgänge sind auf viele Faktoren zurückzuführen, wobei der Verlust geeigneter Lebensräumen wesentlich ist. Der Lebensraum ist ein wesentlicher Ausgangspunkt für jede Art und sollte ein zentraler Schwerpunkt der Erhaltungsbemühungen zum Schutz gefährdeter Arten sein. Geeignete Lebensräume für unterschiedliche Hummel-Arten sind jedoch teilweise nur vage bekannt. In einer Meta-Studie haben Wissenschaftler von anderen Forschern geprüfte Quellen zusammengetragen, die die Lebensräume von Hummel-Arten beschreiben.

Keine Bienen ohne Wildkräuter

Die Ernährung der Bevölkerung ist für die Agrarwirtschaft die Ausrede für monotone Landschaften. Damit einher geht ein massiver Einsatz von Pestiziden und einem Artensterben in einem Ausmaß, das immer deutlicher wird. Verkannt wird dabei, dass Wildkräuter und Bestäuber Ökosystemleistungen erbringen, die zu einer besseren Ernte beitragen. Ein übermäßiger Pestizid-Einsatz ist daher kontraproduktiv und so gilt es eine Balance zu finden. Letztlich wäre diese sogar wirtschaftlicher. Forscher zeigen in einer Metastudie auf, wie das gelingen kann.

Toronto mit eigener Biene

Bienen in der Stadt? Die findet man durchaus, und in manchen Städten ist sie sehr prominent vertreten, wie etwa in Manchester. Die Biene ist seit der viktorianischen Ära ein Wahrzeichen von Manchester und überall im Stadtbild präsent. Doch das kanadische Toronto besitzt eine eigene Biene quasi als Maskottchen. Seit April 2018 ist es die extrem auffällige Agapostemon virescens. Sie wurde ausgewählt, weil sie nicht nur auffällig, sondern auch vielfach in der Stadt anzutreffen ist.

Fühler bei Bienen stehen für Sozialverhalten und Kommunikation

Das soziale Verhalten bei Bienen entwickelte sich gemeinsam mit ihrem komplexen chemischen Kommunikationssystem. Schmal- und Furchenbienen verfügen im Vergleich zu verwandten Solitärbienen über mehr sensorische Mechanismen. Der Unterschied wird durch die Dichte der kleinen, hohlen Sinneshaare gemessen, die sich auf ihren Fühlern befinden und als Sensilla bezeichnet werden.

Sulfoxaflor in den Vereinigten Staaten zugelassen

Die US-Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA) hat eine langfristige Zulassung für das Insektizid Sulfoxaflor erteilt. Es ist ein hochwirksames Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen. Es gab schon einmal eine Zulassung, die aber durch eine Entscheidung eines Berufungsgerichts im 2015 kassiert wurde, da es damals nur unzureichende Daten zu den Auswirkungen von Sulfoxaflor auf Bienen gab.

Bienen-Werkstatt

Ideen und Projekte rund um die Honigbiene liefert das vorliegende Buch und will damit vor allem Kinder zu neuen Begegnungen mit der Welt der Bienen animieren und das Bewusstsein für die Insekten schärfen.

Wildblumen nützen Nutzpflanzen in der Landwirtschaft

Landwirte, die nachhaltig und ökologisch arbeiten, benötigen umweltfreundliche Lösungen. Eine Strategie besteht darin, Kulturen von Nutzpflanzen mit Anpflanzungen von Wildblumen zu umgrenzen. Das lockt Bestäuber an, aber auch potenzielle Schädlinge. Bei den Anpflanzungen kommt es allerdings auf die richtige Mischung aus natürlichen Lebensräumen und landwirtschaftlichen Flächen an.

Blütenbestäubung in der Nacht

Bienen zählen zu den bedeutendsten Bestäubern von Blütenpflanzen während der hellen Tageszeit. Einige Bienen sind jedoch nachtaktiv, wobei wenig über ihre Rolle bei der Bestäubung bekannt ist und darüber, ob einige Pflanzen speziell an diese Bienen angepasst sind. Wissenschaftler haben die Reproduktionsbiologie untersucht und sind der Rolle nachtaktiver Bienen bei der Bestäubung von Campomanesia phaea (Myrtaceae) nachgegangen, die in Brasilien im Volksmund Cambuci genannt wird. Cambuci bietet seinen Besuchern einzig Pollen als Belohnung.

Bienen in Nordirland vom Aussterben bedroht

Der Verlust von Lebensräumen, Umweltverschmutzung und Klimawandel treiben viele Wildbienen-Arten sogar in Nordirland an den Rand des Aussterben, wie ein neuer Bericht zur aktuellen Situation von Wildbienen der Organisation Buglife zeigt. Bei der neuen Überprüfung der Bienen-Populationen wurde festgestellt, dass 21 Arten vom Aussterben bedroht sind, sofern keine Maßnahmen zu ihrem Schutz ergriffen werden.

EU-Staaten scheitern mit Abschwächung des Bienenschutzes

Die Anzahl und Diversität wilder europäischer Bestäuberinsekten nimmt dramatisch ab. Die Abgeordneten des EU-Parlaments haben den von den EU-Ländern abgeschwächten Entwurf für ein neues Bienenschutzgesetz mit überragender Mehrheit abgelehnt. Die Kommission soll nun einen neuen, ehrgeizigeren Vorschlag vorlegen. Genau den hatten die Abgeordneten eigentlich schon jetzt erwartet.

ZDF berichtet über Bayer, Bauern und die Bienen

In der Landwirtschaft sind Insektengifte weit verbreitet. Manche Substanzen wie die Neonicotinoide töten allerdings nicht nur Schädlinge, sondern schädigen auch Bienen. Das ZDF hat bei Recherchen nach eigenen Angaben ermittelt, dass manche Giftstoffe längst hätten verboten werden müssen. Am Mittwoch, 30. Oktober 2019, berichtet „ZDFzoom“ ab 22.45 Uhr über „BAYER, Bauern und die Bienen - Ein Konzern unter Druck“.

Streit in der Bundesregierung beim Thema Insektenschutz

Die derzeitigen staatlichen Risikoprüfungen für Pflanzenschutzmittel sind lückenhaft und reichen nicht aus, um Umweltschäden insbesondere an Bienen und anderen bestäubenden Insekten zu verhindern, so der weitgehende Tenor einer öffentlichen Anhörung des Petitionsausschusses im Bundestag, die sich mit der erfolgreichen Bundestagspetition Pestizidkontrolle von Thomas Radetzki befasste.

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