Bienenwölfe nutzen seit 68 Millionen Jahren die gleichen Antibiotika

Ein Team von Forschern, dass Bienenwölfe – solitär lebende Grabwespen – das Problem der Resistenzbildung gegenüber Krankheitserregern anscheinend nicht kennen. Sie schützen ihren Nachwuchs vor Schimmelpilzen. Dazu nutzen sie symbiotische Bakterien, die einen Antibiotika-Cocktail aus 45 Substanzen bilden. Die Vielfalt der Substanzen ist nicht nur weitaus höher als bislang angenommen, sondern seit dem Ursprung dieser Symbiose vor 68 Millionen Jahren erstaunlich stabil geblieben.

Verbot von Neonicotinoiden zum Schutz der Bienen gefordert

Am 22. März besitzen die EU-Mitgliedstaaten die historische Gelegenheit, das dringend notwendige Verbot der drei bienengefährlichsten Insektizide aus der Gruppe der Neonicotinoide zu beschließen. Grundlage ist eine Risikobewertung der EFSA, die inakzeptable Risiken für Insekten identifiziert hat, sodass die EU-Kommission nun ein Verbot sämtlicher Freilandanwendungen vorschlägt.
Um den Druck auf die österreichische Bundesregierung zu erhöhen, hat die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 eine Online-Petition gestartet.

Bestäubung fast im Alleingang

Honigbienen schaffen die Bestäubung von Himbeeren in großen Kulturen fast allein, zeigt eine Studie norwegischer Wissenschaftler im Ergebnis. Doch sie beschreibt auch, dass die Honigbienen die wildlebenden Hummeln fast vollständig von den Kulturpflanzen fernhalten. Die Forscher halten es für riskant, sich auf einen Bestäuber allein zu verlassen.

Es gibt mehr als nur eine Berglandhummel

An die Kälte angepasste Arten dürften während der Eiszeiten ihren größten Verbreitungsumfang erreicht haben. Später, als es wärmer wurde, haben sie sich in den Norden und in Höhenlagen zurückgezogen. Durch die Abgeschiedenheit einzelner Gebiete können sich im Laufe der Zeit (Unter-)Arten ausgebildet haben. In einer Studie sind dem Wissenschaftler nachgegangen und zwar für eine der häufigsten europäischen Hummelarten, die Berglandhummel, die in alpinen und arktischen Regionen Europas anzutreffen ist

Innere Uhr bei Honigbienen

Wie schafft es die Honigbiene, zum richtigen Zeitpunkt jene Blumen anzusteuern, die genau dann in voller Blüte stehen? Wie findet sie zum Bienenstock zurück, auch wenn die Sonne, an dem sich das Insekt orientiert, ihren Stand am Himmel längst verändert hat? Wie schafft sie es, diese Informationen an ihre Artgenossinnen weiterzugeben? Und welche molekularen Prozesse steuern dieses Verhalten, über welche anatomischen Strukturen laufen sie ab?

Lidl startet bundesweites Bienenschutz- und Artenvielfaltprogramm

Nach Aldi lässt der nächste Discounter nicht lange auf sich warten. Am Logistikzentrum in Speyer hat Lidl Deutschland das Projekt „Lidl-Lebensräume“ für mehr Bienenwohl und Schutz der Artenvielfalt vorgestellt. Auftakt war der Spatenstich für eine 3.000 Quadratmeter große Blühwiese und der Aufbau eines XXL-Insektenhotels gemeinsam mit der Landesanstalt für Bienenkunde und dem Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie an der Universität Hohenheim.

Nachhaltige Blumen und Pflanzen bei Aldi

Die Lebensmittelhändler Aldi Nord und Aldi Süd haben eine Blumen- und Pflanzen-Einkaufspolitik veröffentlicht. Damit erweitern die Discounter ihr Nachhaltigkeitsengagement und setzen sich dafür ein, dass alle Schnittblumen und Topfpflanzen aus nachhaltiger Erzeugung stammen. Dies gilt für sämtliche Pflanzen in den Filialen und für das Online-Angebot von „Aldi Blumen“. Der Schutz von Bienen spielt dabei explizit eine besondere Rolle.

Praxisratgeber Wildbienen

Erstmals im Jahr 2016 wurde der „Praxisratgeber Wildbienen - Schützen und fördern im Kleingarten“ durch die Deutsche Wildtier Stiftung aufgelegt. Er ist so beliebt, dass inzwischen eine zweite Auflage vorliegt. Neben eindrucksvollen Bildern gibt er wertvolle Informationen zu Wildbienen.

Thiamethoxam ohne Auswirkungen auf Honigbienen

Thiamethoxam ist eines der weltweit vielfach eingesetzten Neonicotinoide in der Landwirtschaft und steht seit langem im Verdacht, einer der Ursachen für den starken Insektenrückgang der letzten Jahre zu sein. Das Agrounternehmen Syngenta hat nun eine Studie zu dem von ihm produzierten Thiamethoxam im Hinblick auf die Wirkung gegenüber Honigbienen publiziert. Demnach gibt es keine schädlichen Auswirkungen.

Bee Quest

Bienen sind seit Jahrhunderten ein wichtiges Symbol der Industriestadt Manchester. Seit dem Terroranschlag am 22. Mai 2017 in der Manchester Arena mit mehr als 20 Toten beim Konzert der amerikanischen Sängerin Ariana Grande hat das Symbol ein regelrechtes Revival erlebt. Viele Menschen ließen sich Bienen-Tattoos als Solidaritätssymbol und Zeichen gegen den Terror stechen.

Porsche erntet Honig

Honigbienen haben in diesem Jahr ihre erste Saison bei Porsche in Leipzig beendet. Das Ergebnis sind rund 400 Kilogramm Lindenblütenhonig. Im Mai dieses Jahres hatte der sächsische Porsche-Standort 25 Bienenvölker im werkseigenen Offroad-Gelände angesiedelt. Unter dem Namen „Turbienchen“ ist der Honig im Shop des Kundenzentrums von Porsche Leipzig zu erwerben.

Die Wege des Honigs

In der Welt der Bücher gibt es durchaus einiges zum Thema Honigbienen. Der Ulmer-Verlag hat nun einen großformatigen Bildband veröffentlicht, der es in sich hat und sich dabei deutlich von allen vorhergehenden Publikationen absetzt: 352 Seiten, 311 Farbfotos, 25 farbige Zeichnungen, 3.15 Kilogramm. Einen Blick hineinzuwerfen, ist fast schon Schwerstarbeit.

Bessere Bilder dank Bienen

Der Mensch lernt von der Natur, die Technik auch. Eine innovative Bildverbesserungsmethode beruht auf dem Sehsinn nachtaktiver Bienen und eines nachtaktiven Schmetterlings, des Wiener Weinschwärmers. Nachtaufnahmen und unterbelichtete Fotos werden so mittels einfacher Berechnungen in Sekundenschnelle qualitativ verbessert.

Das Langstroth-Magazin und seine Betriebsweise

Wer als Imker startet, muss bereits nach kurzer Zeit erfahren, dass Deutschland das Land der Weltmeister ist, nicht bei den Bienen, sondern ihren künstlichen Behausungen. Wohl in keinem anderen Land der Erde gibt es mehr unterschiedliche Beuten, Rähmchen und Ausführungen. Dabei erfährt man als Anfänger normaler Weise nichts davon (und es soll sogar alte Imker geben, die davon noch nie etwas gehört haben), dass ein Magazin weltweit – bis auf das kleine Deutschland – einen Siegeszug angetreten hat, der seines Gleichen sucht: das Langstroth-Magazin. Das hier zu Lande vor allem in Süddeutschland recht weit verbreitete Zander-Maß ist dem zugegebener Weise sehr ähnlich.

Mönchengladbach soll erblühen

Die Stadt Mönchengladbach soll bunter werden, zumindest in den Sommermonaten. Dazu startet die Stadt im kommenden Jahr eine ökologische Initiative, bei der an bestimmten Orten im Stadtgebiet Wildblumen und Wildkräuter eingesät werden. In einer ersten Pilotphase sollen auf einer Gesamtfläche von 2.500 Quadratmetern auf einem Grundstück im Nordpark und auf dem Mittelstreifen der B 230, der vom Rheydter Hauptbahnhof bis zur Mülgaustraße führt, bunt blühende Stauden eingebracht werden.

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