Honig für Veganer

Der Weg für einen Honig, bei dem Bienen arbeitslos werden, ist gefunden. Eine Gruppe von Wissenschaftlern des Israel Institute of Technology hat bei der „International Genetically Engineered Machine“-Competition in Boston dafür sogar eine Goldmedaille erringen können.

Bienen brauchen mehr als Blüten

Der Insektenrückgang und damit auch der vieler Wildbienen ist allein schon aufgrund ihres fortschreitenden Verlustes an Lebensräumen zu erklären. Im Mittelpunkt von Erhaltungsbemühungen stehen aktuell vor allem Programme für eine Verbesserung ihres Nahrungsangebotes – Blüten. Doch neben Blüten benötigen viele Bienen-Arten auch nicht-florale Ressourcen. Das spielt erstaunlicherweise bisher keine Rolle bei den Betrachtungen zur Erhaltung von Lebensräumen für Bienen.

Bestäubung in Städten besser als auf dem Land

Blütenpflanzen werden in Städten besser bestäubt als im Umland. Das zeigt ein Experiment eines Wissenschaftlerteams. Die Forscher fanden zwar auf dem Land insgesamt eine größere Vielfalt an Fluginsekten – in den Städten sorgten aber mehr Bienen und Hummeln für mehr bestäubte Blüten an den Testpflanzen. Mit Abstand am fleißigsten bestäubten Hummeln, die vermutlich von einer höheren Zahl geeigneter Lebensräume in der Stadt profitieren.

Tötung von Honigbienen

Im südhessischen Breuberg/Wald-Amorbach gab es zwischen Dezember und Januar zwei Fälle, bei denen Bienenstände zerstört wurden und die Bienen in der Kälte verendeten. Besonders der zweite bekannt gewordene Fall sorgte für bundesweit Aufsehen, da die Täter Feuerwerkskörper unter den Bienenbeuten zündeten.

Nachhaltige Agrarpolitik gegen globales Insektensterben

75 Prozent unserer wichtigsten Kulturpflanzen sind von der Bestäubungsleistung von Insekten abhängig. Doch global verzeichnen Insektenpopulationen dramatische Rückgänge. So sind etwa bei der Hälfte der 561 Wildbienenarten in Deutschland die Populationen rückgängig. Das stellt der Insektenatlas 2020 fest, den die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Anfang des Jahres erstmalig vorgestellt haben.

Honigbienen lassen Phacelia-Pollen links liegen

In der landwirtschaftlichen Produktion werden Honigbienen gerne zu Bestäubungszwecken eingesetzt: Sie sind gut verfügbar, besitzen keine speziellen Präferenzen für bestimmte Blüten, lassen sich einfach handhaben und in ihren Beuten gut transportieren. Phacelia wird gerne als Gründünger und Zwischentracht für Bienen ausgesät. Doch wie wertvoll ist Phacelia für Honigbienen wirklich?

Förderinitiative für weniger Pestizide in der Umwelt

Der Pestizid-Verkauf ist in Deutschland in den letzten 25 Jahren praktisch unverändert auf dem gleichen Niveau. Industrie, Politik und der Großteil der Landwirte setzen ganz offensichtlich darauf, dass sich daran auch künftig nicht wirklich etwas ändert, alternative Pflanzenschutzmaßnahmen werden kaum erforscht und entwickelt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt unterstützt die Entwicklung alternativer, praxistauglicher Methoden, die den Einsatz von Pestiziden vermindern.

Pyrrolizidinalkaloide in Pollen nicht unterschätzen

Vorausgegangene Studien haben gezeigt, dass Pollen-Produkte, die als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und in der Apitherapie eingesetzt werden, toxische Pyrrolizidinalkaloide (PAs) enthalten können. Bienen müssen dafür Pollen von PA-haltigen Pflanzen wie Gewöhnlichem Natterkopf sammeln.
In der hier vorgestellten Studie wurde der botanische Ursprung von Pollen an zwei Orten untersucht. Der festgestellte PA-Gehalt in den Pollen-Proben der Honigbienen während der Blütezeit war relativ hoch, obwohl die Bienen insgesamt nur relativ wenig Pollenfracht sammelten. Eine Überwachung des gesammelten Pollens bei den rückkehrenden Bienen allein ist nicht ausreichend, um das Risiko einer PA-Kontamination im Pollen abzuschätzen.

Landnutzung hat langfristige Auswirkung auf biologische Vielfalt

Die Vergangenheit lässt die biologische Vielfalt in Agrarlandschaften nicht los. Anhand einer Agrarlandschaft in Südwest-Frankreich konnten Wissenschaftler zeigen, dass eine Zwischennutzung von Wiesen und Weiden als Ackerland auch nach zwanzig Jahren die Eigenschaften zur Bewegung und Nahrungssuche innerhalb einzelner Artengemeinschaften auf heutigen Wiesen und Weiden homogenisiert. Daher ist es laut Studie nötig, bestehende Wiesen- und Weideflächen in Agrarlandschaften langfristig zu erhalten. Nur so bieten sie eine Zuflucht für Arten, die durch den Umbruch in Ackerland verloren gehen.

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