Logische Hummeln
Logisches Denken ist eine Fähigkeit, die auch Hummeln beherrschen, wie neue Forschungsergebnisse zeigen.
Logisches Denken ist eine Fähigkeit, die auch Hummeln beherrschen, wie neue Forschungsergebnisse zeigen.
Die Aurelia-Stiftung hat beim Gericht der Europäischen Union Untätigkeitsklage gegen die Europäische Kommission erhoben. Die Kommission weigert sich, das von der Aurelia-Stiftung erstrittene, rechtskräftige Urteil des Gerichts der Europäischen Union hinsichtlich der Genehmigung für den Pestizid-Wirkstoff Glyphosat umzusetzen.
Die Sterblichkeit von Honigbienen kann erheblich reduziert werden, indem sichergestellt wird, dass Behandlungen gegen die parasitäre Varroa-Milbe innerhalb bestimmter Zeiträume erfolgen, wie eine neue Studie zeigt.
Die Artenvielfalt von Bienen leidet unter der Änderung der Landnutzung, einschließlich der Urbanisierung. Forschungsergebnisse zeigen immer wieder, dass Städte Hotspots für Bienen sein können. In einer Meta-Studie wurden städtische Merkmale untersucht, die sich auf Bienen auswirken, und wie Bienen davon betroffen sind.
Hummeln besitzen außergewöhnliche Fähigkeiten und diese Liste ist um eine weitere Eigenschaft reicher geworden: Hummel-Königinnen sind bemerkenswert widerstandsfähig gegenüber Überschwemmungen. Eine Anpassung, die ihnen beim Überleben während der Winterruhe hilft.
Die Fähigkeit von Bienen, mit Temperaturextremen umzugehen, bestimmt ihre Möglichkeiten, in einem wärmer werdenden Klima bestehen zu können. Die Hitzetoleranz ist jedoch kein feststehender Wert, sondern variiert zwischen und innerhalb von Populationen.
Die Ergebnisse einer aktuellen Studie deuten darauf hin, dass die Umgebung, in der Bienen leben, die Pestizidrückstände in Honig und Bienenwachs stark beeinflusst. Dies gilt nicht nur für Neonicotinoide, die systemisch auf Pollen und Nektar übertragen werden, sondern auch für nicht-systemische Pestizide.
Studien an Hummeln haben in der Vergangenheit mit einer Reihe von Vorurteilen gegen die träge wirkenden Insekten aufgeräumt und erstaunliches zu Tage gefördert: Hummeln sind Frühaufsteher und sie können Spaß am Ballspielen haben. Eine aktuelle Studienveröffentlichung zeigt, dass die flauschigen Bestäuber sogar mehrstufige Aufgaben durch soziale Interaktion erlernen können. Ein derartiges soziales Lernen wurde bisher nur dem Menschen zugeschrieben.
Argentinien ist ein bedeutender Exporteur für Honig. Auf der Suche nach floralen Ressourcen und zur Maximierung der Honigproduktion ist die Wanderimkerei inzwischen die Regelbetriebsweise. In der Provinz Entre Ríos gibt es eine florale Vielfalt, die es Imkern ermöglicht, wahlweise eine Wanderimkerei oder stationäre Bewirtschaftung durchzuführen. Wanderimker in dieser Provinz beginnen und beenden die Saison mit ihren Bienenvölkern in Gebieten mit Zitrusfrüchten in Monokulturen, während die stationären Honigbienen durchgehend in Gebieten mit natürlicher Vegetation verbleiben.
Studien liefern immer weitere Erkenntnisse über die Rolle des Mikrobioms bei Honigbienen, auch ihres Verhaltens. In einer aktuellen Studie wurde nun erstmals die Beziehung zwischen der Arbeitsteilung bei Honigbienen und ihrer Darmmikroben-Gemeinschaft untersucht.
Die Belastung mit Neonicotinoiden wirkt auf verschiedene Körperteile von Hummeln ganz unterschiedlich. Die Konsequenzen von Pestiziden sind alles andere als einheitlich.
Honigbienen haben sich als noch schlauer erwiesen als bisher bekannt. Eine neue Studienveröffentlichung zeigt, dass sie Zahlen wie Menschen von links nach rechts ordnen. Die winzigen Mathematiker haben die Forscher bei der Studienarbeit mit ihren Fähigkeiten zur Zahlen- und Raumverarbeitung beeindruckt.
Honigbienen können endemische Bienen-Populationen durchaus beeinträchtigen, wo sie ursprünglich nie heimisch waren. Unter bestimmten Bedingungen können sich einheimische Bienen erholen, wenn die Honigbienen wieder entfernt werden.
Honigbienen sind in Agrarökosystemen Pestiziden ausgesetzt und müssen sich in fragmentierten Lebensräumen auf Nahrungssuche begeben. Die Nahrungsressourcen, auf die sie zugreifen können, sind häufig Agrochemikalien ausgesetzt. Diese wiederum reichern sich in den Bienenvölkern an.
Ein Team von Wissenschaftlern hat in einer Studienarbeit ein „Proof of concept“ erbracht, dass es für Bienen prinzipiell ein Gegenmittel gegen Pestizide gibt.
Wissenschaftler haben mit der Genschere CRISPR/Cas9 ein Zuckerrezeptor-Gen der Honigbiene ausgeschaltet. Ihre Studienergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die Geschmackswahrnehmung dieser Insekten.
Auf Symmetrie trifft man in der Natur an vielen Orten. Die meisten Tiere haben symmetrische Körper, die ihnen bei der Balance und Bewegung helfen. Aus ähnlichen Gründen sind Autos, Flugzeuge und Züge, die Menschen bauen, symmetrisch. Und Menschen finden symmetrische Gesichter attraktiver.
Eine unausgewogene Ernährung beeinflusst auch bei Honigbienen eine Reihe von Prozessen in deren Körper. Fettkörper und Hämolymphe sind an allen Prozessen beteiligt.
Bienen sind nur begrenzt dazu in der Lage, ihre Hitzetoleranz durch Akklimatisierung oder vorherige Hitzeexposition zu verbessern. Dadurch sind sie anfällig für den Klimawandel.
Mithilfe winziger QR-Codes auf dem Rücken von Honigbienen haben Wissenschaftler verfolgt, wann Bienen ihre Bienenstöcke betreten und verlassen. Damit wollen Forscher besser verstehen, wie viel Zeit Honigbienen außerhalb ihrer Bienenstöcke auf Nahrungssuche verbringen.
Honigbienen erhalten dabei keine Vorgaben durch Mittelwände des Imkers. Sie müssen ihre Waben komplett selbst bauen. Das ist bienenfreundlich und artgerecht. Viele Imker befürchten, allerdings krumme und schiefe Wabenstrukturen und deutlich mehr Aufwand bei der Völkerführung und Honigernte. Und dazu noch eine schmaler ausfallende Honigernte, da der Wachsbau viel Energie und einige Vorlaufzeit kostet und damit weniger Honig bei der Ernte zur Verfügung steht.
Arbeiterinnen bei Honigbienen nehmen unterschiedliche Aufgaben wahr. Eine spezielle Gruppe übernimmt die Aufgabe, tote Bienen aus dem Stock zu entfernen, quasi Bestatterbienen. Doch woran erkennen die Bestatterinnen überhaupt tote Bienen im Volk?
Ein Forschungsteam hat die Bedeutung von Kalksteinbrüchen für den Wildbienenschutz untersucht. Dabei stellten sich vielfältige Landschaften mit starker Vernetzung zwischen Steinbrüchen und Magerrasen als besonders wertvoll heraus. Steinbrüche mit viel Gebüsch wiesen dagegen eine geringere Artenvielfalt auf. Gefährdete Bienenarten traten häufiger in großflächigen Steinbrüchen auf.
Städte wachsen weltweit immer weiter. Der Flächenverlust macht Naturschutzmaßnahmen daher im städtischen Raum erforderlich. Die Bestäubervielfalt nimmt in mäßig urbanisierten Landschaften oft zu, was darauf hindeutet, dass Städte vielfältige Bestäubergemeinschaften beherbergen können, wobei unklar ist, ob der Anstieg durch gebietsfremde Arten oder bestimmte Lebensstrategien bedingt ist.
Wie gesund sind sogenannte bienenfreundliche Pflanzen wirklich für Bienen? Die österreichische Umweltorganisation „Global 2000“ hat als „bienenfreundlich“ gekennzeichnete Pflanzen auf Pestizide getestet: Ein Drittel der Zierpflanzen ist mit hoch bienengiftigen Pestiziden belastet.