Extreme Temperaturen bringen Bienen an ihre Grenze
Bienen sind nur begrenzt dazu in der Lage, ihre Hitzetoleranz durch Akklimatisierung oder vorherige Hitzeexposition zu verbessern. Dadurch sind sie anfällig für den Klimawandel.
Bienen sind nur begrenzt dazu in der Lage, ihre Hitzetoleranz durch Akklimatisierung oder vorherige Hitzeexposition zu verbessern. Dadurch sind sie anfällig für den Klimawandel.
Mithilfe winziger QR-Codes auf dem Rücken von Honigbienen haben Wissenschaftler verfolgt, wann Bienen ihre Bienenstöcke betreten und verlassen. Damit wollen Forscher besser verstehen, wie viel Zeit Honigbienen außerhalb ihrer Bienenstöcke auf Nahrungssuche verbringen.
Honigbienen erhalten dabei keine Vorgaben durch Mittelwände des Imkers. Sie müssen ihre Waben komplett selbst bauen. Das ist bienenfreundlich und artgerecht. Viele Imker befürchten, allerdings krumme und schiefe Wabenstrukturen und deutlich mehr Aufwand bei der Völkerführung und Honigernte. Und dazu noch eine schmaler ausfallende Honigernte, da der Wachsbau viel Energie und einige Vorlaufzeit kostet und damit weniger Honig bei der Ernte zur Verfügung steht.
Arbeiterinnen bei Honigbienen nehmen unterschiedliche Aufgaben wahr. Eine spezielle Gruppe übernimmt die Aufgabe, tote Bienen aus dem Stock zu entfernen, quasi Bestatterbienen. Doch woran erkennen die Bestatterinnen überhaupt tote Bienen im Volk?
Ein Forschungsteam hat die Bedeutung von Kalksteinbrüchen für den Wildbienenschutz untersucht. Dabei stellten sich vielfältige Landschaften mit starker Vernetzung zwischen Steinbrüchen und Magerrasen als besonders wertvoll heraus. Steinbrüche mit viel Gebüsch wiesen dagegen eine geringere Artenvielfalt auf. Gefährdete Bienenarten traten häufiger in großflächigen Steinbrüchen auf.
Städte wachsen weltweit immer weiter. Der Flächenverlust macht Naturschutzmaßnahmen daher im städtischen Raum erforderlich. Die Bestäubervielfalt nimmt in mäßig urbanisierten Landschaften oft zu, was darauf hindeutet, dass Städte vielfältige Bestäubergemeinschaften beherbergen können, wobei unklar ist, ob der Anstieg durch gebietsfremde Arten oder bestimmte Lebensstrategien bedingt ist.
Wie gesund sind sogenannte bienenfreundliche Pflanzen wirklich für Bienen? Die österreichische Umweltorganisation „Global 2000“ hat als „bienenfreundlich“ gekennzeichnete Pflanzen auf Pestizide getestet: Ein Drittel der Zierpflanzen ist mit hoch bienengiftigen Pestiziden belastet.
Viele Imker erwägen einen Umstieg auf eine Bio-Erzeugung, zumal Honigbienen und ihr Haupterzeugnis Honig ohnehin als besonders natürliches Lebensmittel gelten. Da die Umstellung aber mit vielen Fallstricken verbunden sein kann, scheuen die meisten Imker, sich damit wirklich auseinanderzusetzen. Im Ulmer-Verlag ist nun ein Buch erschienen, das hilft, alle Hürden zu nehmen.
Ein auf dem Arbeitsweg erlittener Bienenstich kann ein Arbeitsunfall sein, entschied das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen. Schon in der Vorinstanz entschied das Verwaltungsgericht zugunsten eines Beamten, der die Anerkennung eines Bienenstichs als Dienstunfall begehrte.
Pestizide sind einer der Gründe für den weltweiten Rückgang bestäubender Insekten. Herbizide, die das Wachstum von Unkräutern hemmen, können ökotoxikologische Risiken für Bestäuber bergen. Bestäubende Insekten können Herbizide oral aufnehmen, wenn sie kontaminierte Blüten zwischen der Anwendung und dem Absterben der Pflanze besuchen.
Die Deutsche Umwelthilfe verleiht den „Goldenen Geier“ 2026 für die dreisteste Umweltlüge an die Bayer AG und reicht Klage wegen Greenwashing gegen den Chemiekonzern ein. Bayer wirbt auf seiner Website mit Klima- und Artenschutz, während der Konzern weltweit hochgiftige Pestizide vertreibt, die nachweislich Bestäuber wie Bienen schädigen, Böden belasten und Gewässer kontaminieren. 23.870 Menschen haben sich an der Abstimmung zum „Goldenen Geier“ beteiligt und Bayer mehrheitlich zum dreistesten Umweltlügner gewählt. Mit einer vor dem Landgericht Köln eingereichten Klage verleiht die Deutsche Umwelthilfe der Auszeichnung zusätzlich juristischen Nachdruck.
Eine flexible, abstrakte Rhythmuswahrnehmung ist die Grundlage menschlicher Musik, Tanz und Sprache. Eine entsprechende Wahrnehmung wurde bisher nur bei wenigen Säugetieren und Vögeln nachgewiesen. Und jetzt neu bei Hummeln.
Deutschland ist bekannter Maßen das Land der Erfinder. Das galt früher auch für Bienenbeuten, denn es gibt kein Land mit mehr unterschiedlichen Varianten für die Bienenhaltung. Zu den ältesten Beutenkonstruktionen zählt allerdings die sogenannte Volksbeute des französischen Priesters Abbé Émile Warré.
Wie steigende Temperaturen und die Ausdehnung von Städten das Verhalten einheimischer australischer Bienen und der Europäischen Honigbiene beeinflussen, hat ein Team Wissenschaftlerinnen untersucht.
Trotz eines rechtskräftigen Urteils des EU-Gerichts zur Rechtswidrigkeit der automatischen Glyphosat-Verlängerung bleibt die EU-Kommission bis heute untätig. Die Aurelia-Stiftung hatte das Urteil erstritten und fordert nun die umgehende Neubewertung ein – andernfalls droht eine Untätigkeitsklage.
Die meisten Kiwi-Sorten sind nektarlose zweihäusige Kulturpflanzen, die auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen sind. Um die Bestäubungsleistungen durch Honigbienen zu verbessern, hat ein Team von Wissenschaftlern eine synthetische Geruchsmischung entwickelt, die der von Kiwiblüten sehr ähnlich ist.
Die ektoparasitäre Varroa-Milbe und die von ihr übertragenen Viren stellen eine erhebliche Bedrohung für die Gesundheit von Honigbienen dar. In einer aktuellen Studienarbeit wurden Varroa-Milben aus sechs Regionen (und Betrieben) Südkoreas durchgeführt, um vorkommende Virusgemeinschaften zu beschreiben.
Forscher entwickeln Roboterinsekten, die eines Tages aus mechanischen Bienenstöcken schwärmen könnten, um schnell und präzise Bestäubung durchzuführen. Allerdings schränken selbst die Wissenschaftler ein, dass auch die besten Roboter in Insektengröße es in puncto Ausdauer, Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit nicht mit natürlichen Bestäubern wie Bienen aufnehmen werden können.
Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg hat über drei Klagen von Nichtregierungsorganisationen entschieden, die sich gegen die Verlängerung von Genehmigungen für Pestizid-Wirkstoffe wenden. Das EU-Gericht erklärt die umstrittene Praxis der EU-Kommission für rechtswidrig. Die Kommission verlängert die Genehmigung von Pestizid-Wirkstoffen nach dem Ende ihres Geltungszeitraums routinemäßig, wenn sich das Verfahren zur Wiederzulassung des Wirkstoffs verzögert.
Passend zum Beginn des Frühjahrs ist ein neues Buch im Haupt-Verlag erschienen, das die Funktionsweise des Ökosystems Garten näherbringen soll. Die Autorin Sonja Schwingesbauer stellt dabei den Eigennutz des Menschen in den Mittelpunkt, um Gärtner davon zu überzeugen, kleine Gartenparadiese anzulegen.
Belastungen mit Schwermetallen in der Nahrung stellen eine wachsende Bedrohung für viele Tiere dar. Davon betroffen sind auch bestäubende Insekten wie Bienen. Toxische Auswirkungen von Schwermetallen auf Bienen sind gut dokumentiert, nicht aber ihre Fähigkeiten, entsprechend kontaminierte Nahrungsquellen zu erkennen und zu meiden.
Welchen Einfluss Honigbienen bei der Bestäubung einheimischer Pflanzen im Iran haben, war das Untersuchungsziel einer Studienarbeit. Das Ergebnis: Der Einfluss ist weit geringer als angenommen.
Neuartige Sensoren sollen helfen, Pflanzenschutzmittel zu entwickeln, die für Bienen ungefährlich sind.
Nosemose ist eine verheerende Krankheit für Westliche Honigbienen, die durch die einzelligen, sporenbildenden Pilze ausgelöst wird und zu einem erheblichen Verlust an Vitalität und Produktivität eines Bienenvolkes führen kann. Fumagillin galt in vielen Teilen der Welt lange Zeit als Mittel der Wahl zur Bekämpfung von Nosemose, hat jedoch schädliche Auswirkungen auf Honigbienen und Menschen gleichermaßen.
Im Rahmen einer Studienarbeit sammelte ein Team von Forschern Proben von bienenrelevanten Nahrungsquellen nach einer Sprühanwendung von Rapsfeldern mit einem Produkt, das die beiden Fungizide Boscalid und Pyraclostrobin enthält. Die Rückstände wurden anschließend auf dem gesamten Weg durch ein Bienenvolk analysiert.