Literatur

Herr Bien und seine Feinde

Bienen prägen als Bestäuber unsere Umwelt und das seit Millionen Jahren. Die Wege der Honigbienen kreuzen die Menschheitsgeschichte seit Tausenden Jahren, doch erst seit wenigen Jahrzehnten hat der Mensch das meist friedliche Nebeneinander aufgekündigt: Das Bienensterben macht die Runde, wenngleich sachlich und fachlich selten in den korrekten Zusammenhang gestellt.

Mein Schmetterlingsjahr

Vor allem Honigbienen stehen im Rampenlicht, wenn es um das Insektensterben und ihre ach so wichtige Funktion als Bestäuber geht. Dabei sorgen nicht nur (Wild-)bienen für die Bestäubung in der Natur und auf dem Acker. Wichtige Bestäuber sind auch Tag- und Nachtfalter. Hier zu Lande stehen sie nicht gerade im Fokus, vielleicht, weil man sie kaum noch beobachten kann. Gründe, ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, gibt es viele.

Das erste Bienenvolk

Bienen, nein Honigbienen, liegen voll im Trend. Doch viele Neueinsteiger legen sich ein Bienenvolk zu und überlassen es sich dann selbst. Da die Honigbiene hier zu Lande aber eher ein Nutz-, denn ein Wildtier ist, ist das keine zielführende Vorgehensweise. Und selbst nach einem Einsteigerlehrgang gibt es noch oft den Bedarf, im darauffolgenden eigenen Bienenjahr einiges nachzuschlagen.

Praxisratgeber Wildbienen

Erstmals im Jahr 2016 wurde der „Praxisratgeber Wildbienen - Schützen und fördern im Kleingarten“ durch die Deutsche Wildtier Stiftung aufgelegt. Er ist so beliebt, dass inzwischen eine zweite Auflage vorliegt. Neben eindrucksvollen Bildern gibt er wertvolle Informationen zu Wildbienen.

Bee Quest

Bienen sind seit Jahrhunderten ein wichtiges Symbol der Industriestadt Manchester. Seit dem Terroranschlag am 22. Mai 2017 in der Manchester Arena mit mehr als 20 Toten beim Konzert der amerikanischen Sängerin Ariana Grande hat das Symbol ein regelrechtes Revival erlebt. Viele Menschen ließen sich Bienen-Tattoos als Solidaritätssymbol und Zeichen gegen den Terror stechen.

Die Wege des Honigs

In der Welt der Bücher gibt es durchaus einiges zum Thema Honigbienen. Der Ulmer-Verlag hat nun einen großformatigen Bildband veröffentlicht, der es in sich hat und sich dabei deutlich von allen vorhergehenden Publikationen absetzt: 352 Seiten, 311 Farbfotos, 25 farbige Zeichnungen, 3.15 Kilogramm. Einen Blick hineinzuwerfen, ist fast schon Schwerstarbeit.

Das Langstroth-Magazin und seine Betriebsweise

Wer als Imker startet, muss bereits nach kurzer Zeit erfahren, dass Deutschland das Land der Weltmeister ist, nicht bei den Bienen, sondern ihren künstlichen Behausungen. Wohl in keinem anderen Land der Erde gibt es mehr unterschiedliche Beuten, Rähmchen und Ausführungen. Dabei erfährt man als Anfänger normaler Weise nichts davon (und es soll sogar alte Imker geben, die davon noch nie etwas gehört haben), dass ein Magazin weltweit – bis auf das kleine Deutschland – einen Siegeszug angetreten hat, der seines Gleichen sucht: das Langstroth-Magazin. Das hier zu Lande vor allem in Süddeutschland recht weit verbreitete Zander-Maß ist dem zugegebener Weise sehr ähnlich.

Manuka-Honig

Der antibakteriell besonders wirksame Manuka-Honig stammt aus Neuseeland, wird aber ebenso in einigen Regionen Südost-Australiens erzeugt. Seit einiger Zeit liegen beide Länder wegen der Zertifizierung von „authentischem“ Manuka-Honig richtig im Clinch. Es geht dabei um viel, sehr viel Geld. Wer einen Einstieg in das Thema des Honigs aus Ozeanien sucht, kann jetzt auf ein neu erschienenes Buch zurückgreifen.

Das Essgarten-Kochbuch

Ein Kochbuch für Imker? Nicht ganz, aber das verspricht es ja auch nicht. Vielmehr stellt das Autorenpaar eine Vielzahl von Blumen, Stauden und Sträuchern vor, die den meisten bestenfalls als Zierpflanzen bekannt sind. Doch viele von ihnen kann man essen und erweisen sich als wahre Delikatessen. Einige von ihnen sind auch wichtige Pollen- und Nektarlieferanten für Bienen. Insofern schließt sich der Kreis: Mithilfe des Buches sollte es Imkern leicht gelingen, Mitmenschen für die Anpflanzung einiger der im Buch vorgestellten Pflanzen zu begeistern. Wenn die Bienen als Grund nicht reichen, dann doch wohl die eigenen Gaumenfreuden?

Vom Leben der Wildbienen

 „Ein Lesebuch für Wildbienen-Begeisterte“ verspricht der Verlag und einen Blick hinter die Kulissen. Auf eine kurze Vorstellung der Hummeln folgen sehr ausführlich die Mauerbienen der Gattung Osmia, die erdbewohnenden Sand- und Furchenbienen sowie die in ihrer Erscheinung außergewöhnlichen Holzbienen. Vorgestellt werden vom Autor auch die Blattschneiderbienen (sie haben es ihm besonders angetan), die Löcherbiene, die große Wollbiene und die Efeu-Seidenbiene, die den Jahresabschluss und den des Buches bildet.
Parasitierende Arten spielen daneben ebenso eine Rolle wie Pflanzen und ein kurzer Ausflug jenseits der Bestäuber aus der Welt der Bienen.

Mein Bienengarten

Bei der Neuerscheinung aus dem Ulmer Verlag handelt es sich nicht – wie man auf den ersten Blick denken könnte – um eine Sammlung und Vorstellung unterschiedlicher Bienenweidepflanzen. Vielmehr stellt die Autorin Pflanzen aus ihrem eigenen Naturgarten vor und wann immer möglich gleich dazu die entsprechende Wildbiene.

Bienen - Die Seele des Sommers

Der Autor Marcellus Boos ist erst seit 2013 Hobby-Imker, doch dass die Honigbiene es ihm ganz besonders angetan hat, merkt man schnell. Er möchte seine Faszination für die kleinen Insekten den Lesern seines Buches weitergeben. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf sein bisher erworbenes Wissen als Imker, sondern greift immer wieder aktuelle Forschungsergebnisse zu den Honigbienen auf und spricht damit nicht nur naturwissenschaftlich interessierte Leser an.

Das Bienen Buch

Der Dorling Kindersley Verlag ist mit einer deutschsprachigen Übersetzung der englischen Originalausgabe aus 2016 mit „The bee book“ auf den Zug der zunehmenden Zahl der Bienenbücher hierzulande aufgesprungen und füllt damit durchaus eine Lücke im hiesigen Literaturangebot.

Schön wild!

Literatur zu Bienenpflanzen als Nachschlagewerk gibt es inzwischen einige zur Auswahl. Brigitte Kleinod und Friedhelm Strickler haben mit ihrem Buch „Schön wild!“ nun eine Lücke geschlossen, indem sie Gestaltungsideen für attraktive Beetbepflanzungen für den eigenen Garten geben. Ein anderer Ansatz, der sich schnell in die Tat umsetzen lässt.

Bienen

Ein Kinderbuch ab 5 Jahre soll es sein, doch die detailreichen Zeichnungen und gut verständlichen Texte machen es zu mehr – einem Lesebuch für die ganze Familie und allen an Bienen interessierten Menschen.
Der Autor ist Sohn eines Imkers und in seiner Heimat Polen ein bekannter Illustrator und Cartoonist. In der Originalausgabe erschien es vor zwei Jahren in Polen. Der Gerstenberg-Verlag hat es auf den deutschen Markt gebracht. Mit großem Erfolg, denn inzwischen ist im Handel die dritte Auflage erschienen und in der Kategorie „Junior“ ist das Werk von Piotr Socha Wissenschaftsbuch des Jahres geworden.

Imker-Praxis - Grundwissen für die Bienenwirtschaft

Bei dem aktuellen Praxisbuch handelt es sich bereits um die vierte Neuauflage von Imkermeister Alois Spanblöchl. Er unterrichtet an der österreichischen Imkerschule Warth und ist selbst Bienenzüchter. Das Buch ist daher von einem Praktiker für die Praxis geschrieben und richtet sich vor allem an Einsteiger, um ihnen alle grundlegenden Kenntnisse und Fertigkeiten beizubringen. Das Ziel soll der Betrieb einer eigenen erfolgreichen (kleinen oder größeren) Imkerei sein.

Fertig zum Einzug: Nisthilfen für Wildbienen - Leitfaden für Bau und Praxis – so gelingt‘s

Ein Blick in Baumärkte und manch einen Supermarkt zeigt, dass Insekten- und Wildbienenhotels in Mode sind. Grundsätzlich ist der Trend zu begrüßen, da viele Menschen unter dem Schutz der Bienen ausschließlich Honigbienen verstehen. Und eigentlich ist auch fast nichts leichter, als die „Haltung“ von Wildbienen im eigenen Garten. Die Angebote der Nisthilfen für manchmal weniger als 10 Euro sind allerdings selbst ihren geringen Preis nicht wert: Sie sind oftmals schlecht verarbeitet, mit einem zu kleinen Dachüberstand versehen und falschen Durchmessern der Brutröhren ausgestattet. Wenn ihre Bestandteile verleimt sind, ist keine Pflege möglich und als Falle erweisen sie sich sogar, wenn das Holz mit schädlichen Lasuren behandelt wurde.

Bienengemäß imkern - Das Praxis-Handbuch

Der Autor Günter Friedmann greift in seinem Werk auf über dreißig Jahre Berufserfahrung zurück. In Süddeutschland betreibt er nach eigenen Angaben die weltweit größte Demeter-Imkerei und sie ist in Deutschland eine der wenigen anerkannten Ausbildungsbetriebe für den Beruf des Imkers. Insofern ist er prädestiniert, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Ausgehend von der Praxis zeigt er immer wieder auf, wo die Grenzen der Theorie sind. In seinen Ausführungen ist auch Platz für den wirtschaftlichen Aspekt der Bienenhaltung, was bei einem Berufsimker nicht weiter wundern sollte. Anders als in vielen anderen Lehrbüchern werden die Ansprüche der Bienen deutlicher in den Vordergrund gestellt.

Wenn der Nagekäfer zweimal klopft - Das geheime Leben der Insekten

Der Hummelforscher Dave Goulson dürfte den meisten hier zu Lande durch sein vor zwei Jahren auf Deutsch publiziertes Werk „Und sie fliegt doch. Eine kurze Geschichte der Hummel“ am ehesten bekannt sein. Dabei wusste er seine jahrelangen Forschungsergebnisse über das Leben der Hummeln mithilfe persönlicher Erlebnisse fesselnd zu erzählen. Diesmal sollen es (nicht nur) Hummeln und Bienen sein, die er in den Fokus stellt. Es sind vielmehr alle Insekten, egal ob nun Grillen, Grashüpfer oder Glühwürmchen, außerdem einige selten beachtete Säugetiere. Die Grundlage seiner Beschreibungen ist ein Ausflug auf die Blumenwiese seines französischen Landhauses.

Bienen - 104 besondere Arten aus aller Welt in faszinierenden Nahaufnahmen

Die meisten Menschen denken bei Bienen nur an die (Westliche) Honigbiene, doch dass ist viel zu kurz gegriffen: Allein in Europa sind rund 700 Arten heimisch, weltweit wird die Zahl auf etwa 20.000 geschätzt. Davon sind viele Arten noch nicht einmal bekannt oder nur rudimentär beschrieben. Die Autoren Sam Droege und Laurence Packer zeigen in ihrem großformatigen Bildband einen Querschnitt durch die Artenvielfalt der Bienen. Mithilfe des Buches macht der Leser eine Reise über alle Kontinente und erhält einen Einblick in 104 Arten.

Farbpräferenzen bei Stachellosen Bienen und Hummeln

Die Autorin Jessica Bossems arbeitet am Institut für Sinnesökologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und erforscht das visuelle System von Bienen. Dort hat sie im Rahmen ihrer Arbeit ein völlig neues Verfahren zum Prüfen spontaner Farbpräferenzen von Bienen entwickelt und es erfolgreich im Freiland an Stachellosen Bienen in Brasilien und unter Laborbedingungen an Hummeln in Deutschland getestet.

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