Panorama

Aktuelle Nachrichten und Informationen zu Honigbienen, Hummeln und weiteren Wildbienen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und der ganzen übrigen Welt.

Sonder-Briefmarken zum Weltbienentag

Der Weltbienentag am 20. Mai wird auch von der Postverwaltung der Vereinten Nationen gebührend begangen – mit der Herausgabe von drei Briefmarken-Blöcken mit Bienen und Blumen. Die Vereinten Nationen hatten den 20. Mai aufgrund der Initiative Sloweniens im Jahr 2017 zum Weltbienentag erklärt, um die Öffentlichkeit für die Bedeutung der Bienen, ihre Bedrohungen, die Notwendigkeit des Schutzes ihres natürlichen Lebensraums und ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu sensibilisieren.

Beteiligung von Interessengruppen an Überarbeitung der Leitlinien Bienen und Pestizide

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) richtet eine Konsultationsgruppe ein, die in verschiedenen Phasen der Überarbeitung der Leitlinien zur Risikobewertung von Pestiziden und Bienen konsultiert werden. Die Mitglieder der Gruppe liefern der mit der Überarbeitung des Dokuments beauftragten wissenschaftlichen Arbeitsgruppe der EFSA Anstöße.

Studie legt Lobby-Netz des Deutschen Bauernverbands offen

Der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) hat eine Studie vorgestellt, die das Netz der Agrarlobby in Deutschland offenlegt. „Unser Ziel ist es, Transparenz in das enge Beziehungsgeflecht zwischen Agrarpolitik, Agrarwirtschaft und Bauernverband zu bringen. Denn seit Jahren werden Entscheidungen gegen das Gemeinwohl getroffen, bei der Düngeverordnung genauso wie bei der Verteilung der milliardenschweren Agrarsubventionen. Daher muss transparent sein, wo in Parlamenten und Wirtschaft Agrarfunktionäre mitreden und welchen Einfluss sie nehmen können“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Auszeichnung für Bienenschutzprojekte

Bienen retten mithilfe prominenter Gesichter. Das will BurdaHome. Die #beebetter-Kampagne soll für den Schutz der Tiere sensibilisieren. Dabei handelt es sich um eine langfristig angelegte Informations-Kampagne zum Bienenschutz. Vergeben wird auch ein Award, an dem sich Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Landwirte bewerben können, die sich um den Bienenschutz kümmern.

Stadtbienen in Wien

Auf jeden Wiener kommen in den Sommermonaten rund 100 Bienen – es gibt also weit mehr Bienen als Wiener in der Stadt und das ist auch gut so. Denn Bienen und andere Insekten sind unverzichtbare Bestäuber von Kulturpflanzen wie Obst und Gemüse. Sie sind also ein wichtiger Baustein im Ökosystem und sie zu fördern ist mehr als Eigennutz, es ist Sicherung der natürlichen Vielfalt und unserer Lebensgrundlagen.

Vielfalt der Honigbienen im April bei Arte

Viele Menschen glauben, mit der Haltung von Honigbienen etwas zur Rettung der Insekten oder sogar der Artenvielfalt beizutragen. Weder ist aber die Honigbiene als solche gefährdet, noch hilft sie der Artenvielfalt, denn die Westliche Honigbiene ist fast weltweit anzutreffen. Und meist war sie an diesen Orten natürlicherweise nie heimisch. Sie wird vom Menschen als Nutztier gehalten. Es gibt aber viel mehr als nur die eine Honigbiene. Und das zeigt der Sender Arte im April und Mai.

Volksbegehren zur Rettung der Artenvielfalt in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg initiiert die gemeinnützige Einrichtung proBiene, ähnlich wie in Bayern, ein Volksbegehren unter dem Motto „Rettet die Bienen!“, denn nicht nur in Bayern nimmt das Artensterben dramatische Ausmaße an. Der Rückgang von Bienen, Schmetterlingen, Amphibien, Reptilien, Fischen, Vögeln, Kleinsäugern und Wildkräutern ist auch in Baden-Württemberg alarmierend. Bayern hat gezeigt, dass viele einen Wandel im Umgang mit unserer Lebensgrundlage wollen und dafür Verantwortung übernehmen. Mit dieser Motivation soll es in Baden-Württemberg weitergehen.

Bundestagspetition Pestizidkontrolle

Mehrfach mussten in der Vergangenheit bereits geprüfte und zugelassene Pflanzenschutzmittel nach jahrelanger Anwendung wieder vom Markt genommen oder in ihrer Anwendung eingeschränkt werden, weil sie Bienen und andere wichtige Blütenbestäuber krankmachen oder töten. Thomas Radetzki hat eine Petition an den Deutschen Bundestag auf den Weg gebracht, in der er „ein unabhängiges, transparentes Zulassungsverfahren von Pestiziden nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen“ einfordert.

Bienen-Highways an Radwegen und Landstraßen in Bayern

Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart hat den Startschuss für ein Pilotprojekt gegeben, das Nahrung und Lebensraum für (Wild-)Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten schaffen soll. Hierfür wird die Staatsbauverwaltung entlang von Radwegen an Bundes- und Staatsstraßen Blühstreifen von mindestens einem Kilometer sowie an Bundesautobahnen rund zehn Hektar Blühflächen säen.

Wildbienen aus dem Baumarkt

Dass Biene nicht gleich Biene ist – eine Erkenntnis, die langsam größere Teile der Bevölkerung erreicht – macht sich nun die Baumarktkette „toom“ zu Nutze. In der heute gestarteten Nachhaltigkeitsaktion fokussiert sich der Baumarkt erneut auf das Thema Insekten- und Bienenschutz. Im Zentrum steht diesmal die Rostrote Mauerbiene.

Agrarpolitik muss insektenfreundlicher werden

Mehr als 40 Prozent aller weltweit vorkommenden Insektenarten sind vom Aussterben bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte Studie im Fachmagazin „Biological Conservation“. Ein Forscherteam aus Australien, Vietnam und China wertete 73 Studien zur Situation der Insekten aus und identifizierte die wesentlichen Treiber des weltweiten Insektenschwunds. Demnach führt vor allem der hohe Verlust an Lebensräumen in der immer intensiveren Landwirtschaft zu ihrem Aussterben, eine weitere wesentliche Ursache ist der steigende Einsatz synthetischer Pestizide und Düngemittel.

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