Panorama

Aktuelle Nachrichten und Informationen zu Honigbienen, Hummeln und weiteren Wildbienen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und der ganzen übrigen Welt.

Senf-Blauschillersandbiene ist Wildbiene des Jahres 2019

Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ hat für 2019 eine Biene gewählt, die durch ihre Erscheinung und ihr agiles Flugverhalten auffällt. Die Senf-Blauschillersandbiene ist mit ihrer beachtlichen Körpergröße von 13 bis 15 mm in beiden Geschlechtern und dem typischen Blauschimmer auf Flügeln und Hinterleib zuverlässig zu erkennen. Die schneeweiße Färbung der Schienenbürsten an den Hinterbeinen der Weibchen, und der Behaarung an weiteren Körperstellen liefern einen auffälligen Kontrast zum schwarzen Chitinpanzer. Insbesondere die Männchen sind rasante Flieger, worauf sich der wissenschaftliche Name „agilissima“ bezieht.

Rostrote Mauerbiene ist Insekt des Jahres 2019

Die Rostrote Mauerbiene ist das Insekt des Jahres 2019. Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg, prämierte die Bienenart aus einer Reihe von Vorschlägen, um auf den notwendigen Schutz von Wildbienen und die Bedeutung von Bestäubern aufmerksam zu machen. Die Schirmherrschaft der Auszeichnung übernahm die österreichische Umweltministerin Elisabeth Köstinger.

Papier zur Bienenrettung?

Nicht zur Rettung selbst, aber als Baustein sehen es die Entwickler des innovativen Papiers durchaus, das Bienen einen Energieschub geben soll. Vor allem in für Bienen nahrungsarmen Regionen und zu trachtarmen Zeiten soll es helfen, die Lücken zu schließen: einerseits durch die direkte Bereitstellung von Energie und andererseits durch das Wachsen von Trachtpflanzen quasi aus dem Papier.

Unbekannte Bestäuber in Australien

Die Europäische Honigbiene kam erst 1822 nach Australien und hat sich seither zu einem wichtigen Bestäubungsdienstleister in der Landwirtschaft entwickelt. Sie ist auf dem fünften Kontinent zwar nicht von der Varroa-Milbe, aber ebenso durch Schädlinge und Umweltveränderungen bedroht. Das ist durchaus ein Grund, warum das Interesse an den natürlichen australischen Bestäubern wieder wächst. Denn davon gibt es reichlich.

Vorhersage-Tool für Wildbienen

Wissenschaftler der Universität Maine haben eine Anwendung namens „BeeMapper“ entwickelt. Landwirte, die sich auf den Anbau von Blaubeeren spezialisiert haben, sollen damit besser abschätzen können, wie viele Wildbienen bei ihren Feldern als Bestäuber verfügbar sind. So können sie die Lebensbedingungen an ihren Feldern für zusätzliche Wildbienen verbessern oder Honigbienen zur ergänzenden Bestäubung anmieten.

Noch lebt die Wüste

Karge Regionen wie Wüsten sind auf den ersten Blick nicht unbedingt der Hort für reichhaltiges Leben. Einst an vielen Orten anzutreffende Spezies geht es heute aber bedeutend schlechter, wie der Mojave-Mohnbiene. Das Insektensterben ist sogar in der Wüste angekommen.

9-Punkte-Plan gegen das Insektensterben

Mit weltweit rund eine Million bekannten Arten gehören Insekten zu den erfolgreichsten Organismengruppen auf unserem Planeten. Trotz dieses evolutionären Erfolgs sind in Mitteleuropa mittlerweile viele Insekten massiv bedroht und so stark im Rückgang begriffen, dass man von einem weitreichenden Insektensterben sprechen kann. Forscher präsentieren auf internationalem Insektenschutzsymposium am Naturkundemuseum Stuttgart Maßnahmenplan zur Bekämpfung des Insektensterbens.

Solitärbiene produziert Bio-Plastik

Die Verschmutzung mit Kunststoff(resten) hat sich zu einem so weitreichenden globalen Problem entwickelt, dass Plastik-Mikroteilchen inzwischen selbst in den entlegensten Regionen der Welt und in menschlichem Blut anzutreffen sind. Eine in Australien beheimatete Biene könnte die Lösung für das weltweite Plastikproblem sein, denn sie kann Bio-Plastik herstellen.

„Pollinator Public Art“-Initiative im Smithsonian National Zoo

Wer demnächst nach Washington D. C. kommt, sollten den dortigen Zoo besuchen: Die Fassade des „Great Ape House“ im Smithsonian National Zoological Park erhält eine „bee-autiful“ Verjüngungskur. Am 17. September hat der Künstler Matthew Willey begonnen, die Fassade der beliebten Primatenausstellung mit Farbe überziehen und einen überlebensgroßen Bienenschwarm zu erschaffen, um die Bedeutung des Bestäuberschutzes zu unterstreichen.

Ideen für Insektenparadiese

Bis zu 75 Prozent der Insekten in Deutschland sind bereits verschwunden. Dabei brauchen zwei Drittel der 100 wichtigsten Nutzpflanzen die Bestäubung durch Insekten. Neue Lebensräume und Nahrungsangebote müssen her: in Stadt, Land und privaten Gärten. In der ZDF-Sendung „plan b“ werden am Samstag, 25. August 2018, um 17.35 Uhr Ideen vorgestellt, mit denen das gelingen soll.

Kein Anspruch auf Schmerzensgeld wegen Bienenstichs

Das Amtsgericht Brandenburg hat Ende letzten Jahres einen Fall verhandelt, bei dem der Kläger durch Bienenstiche zu Schaden kam. Es fehlte jedoch der Beweis des Stichs durch die Bienen des Imkers, wenngleich die Wahrscheinlichkeit groß gewesen sein dürfte. Die grundsätzlich strenge Tierhalterhaftung stößt in der praktischen Anwendung auf Probleme, wie dieser Fall beweist. Und aufsehend erregend ist das Urteil insofern, dass es die Problematik umfassend beleuchtet.

Imkerei als Nutztierhaltung

Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Australien, die Australian Broadcasting Corporation (ABC), berichtet – wenngleich indirekt –, wie sehr die Haltung von Honigbienen der einer landwirtschaftlichen Massentierhaltung wie dem Schwein entspricht. Und sie ist keineswegs immer so ökologisch wie oft dargestellt.

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