Kleingarten als Naturgarten
Der „Kleingartenverein NW 18“ aus München-Moosach ist die erste komplette Kleingartenanlage in Bayern, die als „Naturgarten“ zertifiziert wurde. Sie erfüllt damit die höchsten Anforderungen an Natur- und Umweltschutz.
Der „Kleingartenverein NW 18“ aus München-Moosach ist die erste komplette Kleingartenanlage in Bayern, die als „Naturgarten“ zertifiziert wurde. Sie erfüllt damit die höchsten Anforderungen an Natur- und Umweltschutz.
Im März und April erwachen die Wiesehummel-Königinnen aus dem Winterschlaf und sind dann häufig nektarsaugend an Weiden, Lungenkraut oder Johannisbeersträucher zu finden. Im Rahmen des Projektes „Erlebnis Insektenwelt“ hat der Naturschutzbund sie zum Insekt des Monats April auserkoren.
Die EU-Kommission hat eine öffentliche Konsultation gestartet, die dazu beitragen soll, das ambitionierte Ziel des europäischen „Green Deal“ zu erreichen – den Rückgang der Bestäuber bis 2030 nicht nur zu stoppen, sondern sogar umzukehren. Die Beteiligung ist offen.
Unkraut – eigentlich „Beikraut“ oder noch besser „Wildkraut“ – leistet ganz besondere Dienste für die Biodiversität. Sie dienen als Wohn- und Rückzugsraum, ihre Blüten bieten Nahrung und einige Unkräuter sind sogar Kochzutat oder Arznei. Zeit, sie zum Tag des Unkrauts am 28. März ins rechte Licht zu rücken.
Bei aktuellen Untersuchungen der Aurelia Stiftung wurde das EU-weit verbotene Neonicotinoid Thiacloprid in Rapshonigen nachgewiesen. Der für Bienen hochgefährliche Wirkstoff hätte in der Rapsanbausaison 2021 überhaupt nicht mehr zum Einsatz kommen dürfen. Vor der Anbausaison 2022 besteht jetzt dringender Handlungsbedarf bei den zuständigen Behörden, um geltende Anwendungsauflagen auch tatsächlich durchzusetzen.
Der bundesweite Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen!“ ist in die nächste Runde gestartet. Prämiert werden insektenfreundliche Gärten und inspirierende Aktionen. Es gibt Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro zu gewinnen. Ein weiterer Anreiz, die eigene eintönige Rasenflächen in ein summendes Paradies zu verwandeln.
Der Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga im Pazifik schickte Druckwellen bis nach Deutschland. Sie wurden hier auch von Sensoren in High-tech-Bienenstöcken registriert.
Die EU-Kommission macht Druck bei Beschränkungen für Sulfoxaflor, da es Hummeln und Solitärbienen schädigt. Für alternative Pflanzenschutzmittel konnte dagegen eine Einigung erzielt werden. Sie sollen gängige Pestizide ersetzen.
Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ hat für 2022 eine Biene gewählt, die auf den ersten Blick eher an eine kleine schwarze Wespe oder eine Ameise erinnert, als an eine Biene. Die Rainfarn-Maskenbiene gehört zur Gattung der Maskenbienen, die in Deutschland 39 Arten umfasst. Maskenbienen zählen mit höchstens 9 mm Körpergröße zu den kleinen Vertreterinnen unserer Wildbienen-Fauna.
In unseren Breiten befinden sich die Hummeln während der Winterzeit in ihrer Winterruhe. Nur die Hummel-Königinnen überwintern entsprechend allein und verbringen dabei mehrere Monate ihres Lebens in ihrem Winterquartier. Doch manchmal stößt man trotz frostiger Temperaturen auf eine Hummel.
Die Initiatoren der Europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“ haben am 10. Dezember 2021 mehr als eine halbe Million Unterschriften an das Bundesverwaltungsamt in Köln übergeben. Dieses wird nun die Gültigkeit der Unterstützungsbekundungen prüfen und an die Europäische Kommission melden.
Eine gesunde Honigbienen-Königin ist entscheidend für die Gesundheit und Produktivität ihrer Völker. Pestizide können daher mit einem frühzeitigen Verlust von Königinnen oder deren vorzeitiger Ablösung in Verbindung stehen. Da Königinnen in ständigem Kontakt mit Wachs stehen, wenn sie auf Waben umherlaufen und Eier ablegen, kann die Belastung von Wachs ein möglicher Expositionsweg sein. In einer Studie sind Wissenschaftler dem nachgegangen.
Die Kommission hat beschlossen, Deutschland vor dem Gerichtshof der Europäischen Union zu verklagen, da es blütenreiche Wiesen in Natura-2000-Gebieten nicht ausreichend schützt und damit den Anforderungen der Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG) nicht nachkommt. Die Richtlinie ist eines der wichtigsten Instrumente der EU zum Schutz der biologischen Vielfalt. Die Tatenlosigkeit in Deutschland wird einmal mehr zu Strafzahlungen führen.
Rund 1.900 Tonnen Pflanzenschutzmittelwirkstoffe werden jährlich im Land Baden-Württemberg ausgebracht. Die Reduktion chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel in Baden-Württemberg ist ein Prozess, der Schritt für Schritt bis 2030 erreicht werden soll. Dabei spielt der Ausbau des ökologischen Landbaus ebenso eine große Rolle wie die Etablierung neuer, innovativer Pflanzenschutzverfahren.
Eine gezielte Aktion im Rahmen der Operation OPSON X konzentrierte sich von Dezember 2020 bis Juni 2021 auf verfälschten Honig. Die Aktion wurde von Europol und Interpol koordiniert.
Der Einsatz von Neonicotinoiden in Ländern der Europäischen Union und der Schweiz ist zwar weitgehend verboten, nicht aber so der Export. Und durch den Import von Nahrungsmitteln gelangen die giftigen Stoffe auch wieder zurück.
Die Zahl der Wildbienen ist seit 1990 dramatisch zurückgegangen. Professor Jeroen van der Sluijs von der Universität Bergen fordert in einem Leitartikel der Zeitschrift „Current Opinion in Insect Science“ auch die Forschergemeinschaft selbst auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die Insekten zu retten. Sie haben den Schlüssel zur Aufrechterhaltung der menschlichen Nahrungsmittelproduktion inne.
Die Europäische Honigbiene ist weltweit die dominante Bestäuberin für Nutzpflanzen und gilt als das drittwichtigste Nutztier. Eine neuentwickelte und zum Patent angemeldete Bienenbeute namens „Hiive“ soll der Honigbiene zu einer natürlicheren Behausung verhelfen.
Honigbienen und vor allem Wildbienen, darunter auch Hummeln, sind aufgrund ihrer Rolle bei der Bestäubung für das Ökosystem von entscheidender Bedeutung. Ihre Populationen sind aber rückläufig – unter anderem aufgrund von Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung und dem Einsatz von Pestiziden. Dave Goulson, Bienenexperte und Professor an der Universität Sussex warnt vor einer Zukunft ohne Bienen, wenn nicht auch die Konsumenten ihre Kaufgewohnheiten für Lebensmittel ändern.
Nach einjährigem Ringen haben Verbände aus Landwirtschaft und Umwelt ein gemeinsames Grundsatzpapier über die Zukunft der Landwirtschaft vorgelegt. Das Papier verdeutlicht, dass die scheidende Bundesregierung ihren Zielen beim Bienen- und Insektenschutz nicht gerecht geworden ist.
Der Österreichische Wildbienenrat, die Biene Österreich, die Berg- und Kleinbäuerinnen Vereinigung ÖBV und die Umweltschutzorganisation Global 2000 haben ein gemeinsam erarbeitetes Maßnahmenpaket für den Schutz und die Förderung von wildlebenden Bestäubern und Honigbienen vorgestellt. Mithilfe eines freiwilligen und zugleich attraktiven Moduls für eine „Bestäuber-freundliche Bewirtschaftung“ soll im Rahmen der österreichischen Umsetzung der Gemeinsam Agrarpolitik der effektive Schutz von Wild- und Honigbienen sowie Schmetterlingen und anderen Bestäubern verbessert werden.
Die Gelder für den Klimaschutz aus den EU-Agrarfonds haben nicht dazu geführt, dass die Landwirtschaft weniger Treibhausgase ausstößt. Zu diesem ernüchternden Schluss kommt der europäische Rechnungshof in seinem neuen Sonderbericht. Und in vielen Fällen seien sogar gegenteilige Ziele erreicht worden.
Von 42 Hummelarten in Österreich trotzen 25 alpinen Verhältnissen und bestäuben die vielfältige Alpenflora. Eine von ihnen ist die Höhenhummel, zu der in der Vergangenheit nur wenig wissenschaftliche Daten erhoben worden sind. Bei Bergwanderungen in Österreich soll man daher besonders nach der Höhenhummel Ausschau halten und die Sichtungen melden.
Die Europäische Kommission hat einen Bericht über die Umsetzung der ersten EU-Initiative für Bestäuber veröffentlicht. Die Initiative geht auf das Jahr 2018 zurück, um gegen den Rückgang wildlebender Bestäuberinsekten vorzugehen. Sie sieht erste Fortschritte, aber gleichwohl weiterhin dringenden Handlungsbedarf.
Ehrenamtliche haben mehr als 200.000 Datensätze über Wildbienen in Baden-Württemberg erfasst. In einer Datenbank stehen diese Informationen zu den heimischen Wildbienen-Vorkommen für Forschung und Naturschutz-Projekte zur Verfügung. Dadurch können Aussagen zum Artenschwund oder zur Ökologie der wichtigen Tiere gemacht werden.