Varroa-App für alle
Es gibt für alles eine App – auch gegen die Varroa-Milbe? Imker sind nicht unbedingt dafür bekannt, besonders innovativ zu sein.
Es gibt für alles eine App – auch gegen die Varroa-Milbe? Imker sind nicht unbedingt dafür bekannt, besonders innovativ zu sein.
In Baden-Württemberg initiiert die gemeinnützige Einrichtung proBiene, ähnlich wie in Bayern, ein Volksbegehren unter dem Motto „Rettet die Bienen!“, denn nicht nur in Bayern nimmt das Artensterben dramatische Ausmaße an. Der Rückgang von Bienen, Schmetterlingen, Amphibien, Reptilien, Fischen, Vögeln, Kleinsäugern und Wildkräutern ist auch in Baden-Württemberg alarmierend. Bayern hat gezeigt, dass viele einen Wandel im Umgang mit unserer Lebensgrundlage wollen und dafür Verantwortung übernehmen. Mit dieser Motivation soll es in Baden-Württemberg weitergehen.
Mehrfach mussten in der Vergangenheit bereits geprüfte und zugelassene Pflanzenschutzmittel nach jahrelanger Anwendung wieder vom Markt genommen oder in ihrer Anwendung eingeschränkt werden, weil sie Bienen und andere wichtige Blütenbestäuber krankmachen oder töten. Thomas Radetzki hat eine Petition an den Deutschen Bundestag auf den Weg gebracht, in der er „ein unabhängiges, transparentes Zulassungsverfahren von Pestiziden nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen“ einfordert.
Die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 fordert von der österreichischen Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger die Offenlegung aller Zulassungsbescheide für Saatgutbeizmittel, welche die seit April 2018 EU-weit verbotenen Neonicotinide Clothianidin, Imidacoprid oder Thiamethoxam enthalten.
Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart hat den Startschuss für ein Pilotprojekt gegeben, das Nahrung und Lebensraum für (Wild-)Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten schaffen soll. Hierfür wird die Staatsbauverwaltung entlang von Radwegen an Bundes- und Staatsstraßen Blühstreifen von mindestens einem Kilometer sowie an Bundesautobahnen rund zehn Hektar Blühflächen säen.
Dass Biene nicht gleich Biene ist – eine Erkenntnis, die langsam größere Teile der Bevölkerung erreicht – macht sich nun die Baumarktkette „toom“ zu Nutze. In der heute gestarteten Nachhaltigkeitsaktion fokussiert sich der Baumarkt erneut auf das Thema Insekten- und Bienenschutz. Im Zentrum steht diesmal die Rostrote Mauerbiene.
Mehr als 40 Prozent aller weltweit vorkommenden Insektenarten sind vom Aussterben bedroht. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte Studie im Fachmagazin „Biological Conservation“. Ein Forscherteam aus Australien, Vietnam und China wertete 73 Studien zur Situation der Insekten aus und identifizierte die wesentlichen Treiber des weltweiten Insektenschwunds. Demnach führt vor allem der hohe Verlust an Lebensräumen in der immer intensiveren Landwirtschaft zu ihrem Aussterben, eine weitere wesentliche Ursache ist der steigende Einsatz synthetischer Pestizide und Düngemittel.
Ergebnisse einer Studie deuten darauf hin, dass Körpergröße und Sozialverhalten wichtige Faktoren für die Anpassungsfähigkeit von Bienenarten an Umweltveränderungen sind. Besonders hart wird der Klimawandel demnach kleine solitärlebende Arten treffen.
Wissenschaftler haben im US-Bundesstaat Missouri Bienen und Wildblumen unter die Lupe genommen. Die Bienen sammeln besonders gerne Pollen und Nektar an dort vorkommenden Veilchen, allerdings bevorzugt kopfüber, sodass ihre Hinterbeine und ihr Hinterleib von den dunklen Blütenblättern gewärmt werden.
Ein guter Honig lässt sich weder an der Sorte noch an der Herkunft und auch nicht am Preis erkennen. Zu diesem Schluss kommt die Stiftung Warentest nach der Untersuchung von 36 Honigen. Die Gründe für die schwache Testbilanz waren vielfältig: Die Produkte waren nicht sortentypisch oder nicht naturbelassen. Einiges wäre durch sorgfältigere Herstellung zu vermeiden gewesen. Die besten elf Honige kosten zwischen 4,60 Euro und 16,40 Euro pro Kilogramm.
Der Eintragungszeitraum für das „Volksbegehren Artenviefalt – Rettet die Bienen!“ ist in Bayern gestartet und läuft noch bis zum 13. Februar. Alle Bürgerinnen und Bürger können bis dahin in ihren Eintragungsstellen und Rathäusern für mehr Artenschutz unterschreiben.
Deutschlandweit verzichten bereits über 460 Städte und Gemeinden bei der Pflege ihrer Grün- und Freiflächen auf chemisch-synthetische Pestizide und tragen somit zum Schutz von Bienen und anderen Insekten bei. Seit dem 1. Dezember 2017 dokumentiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. Die entsprechenden Kommunen. Vor gut einem Jahr wurde diese Karte mit damals 90 Städten und Gemeinden veröffentlicht, die Anzahl der pestizidfreien Kommunen hat sich innerhalb eines Jahres verfünffacht.
Neonicotinoide mit den Wirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam dürfen seit dem 19. Dezember 2018 für die Anwendung im Freiland nicht mehr verkauft und angewendet werden. In der Europäischen Union wurde die Anwendung der genannten Wirkstoffe auf Gewächshausanwendungen beschränkt, da im Freiland Risiken für Bestäuber nicht ausgeschlossen werden können. Ab dem 1. April 2019 ist auch der Export von derart gebeiztem Saatgut in Ländern außerhalb der EU nicht mehr zulässig.
Das irische Unternehmen ApisProtect, das an der elektronischen Überwachung von Honigbienen-Völkern arbeitet, hat in einer nächsten Finanzierungsrunde 1,5 Mio. € bei internationalen Risikokapitalinvestoren eingesammelt.
Einmal im Jahr gedenkt die Kirche des Heiligen Ambrosius, der unter anderem Schutzpatron der Bienen und Imker ist. Er wird häufig mit einem Bienenkorb dargestellt, der Fleiß und Gelehrsamkeit symbolisiert. Wie kam es dazu?
Die Sparda-Bank West eG hat im Rahmen ihrer Aktion „WIR bringen alle ins eigene Zuhause!“ 10.000 Wildbienen-Hotels an ihre Kunden verteilt. Aber wie gut sind die Unterkünfte für Wildbienen geeignet?
Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ hat für 2019 eine Biene gewählt, die durch ihre Erscheinung und ihr agiles Flugverhalten auffällt. Die Senf-Blauschillersandbiene ist mit ihrer beachtlichen Körpergröße von 13 bis 15 mm in beiden Geschlechtern und dem typischen Blauschimmer auf Flügeln und Hinterleib zuverlässig zu erkennen. Die schneeweiße Färbung der Schienenbürsten an den Hinterbeinen der Weibchen, und der Behaarung an weiteren Körperstellen liefern einen auffälligen Kontrast zum schwarzen Chitinpanzer. Insbesondere die Männchen sind rasante Flieger, worauf sich der wissenschaftliche Name „agilissima“ bezieht.
Die Rostrote Mauerbiene ist das Insekt des Jahres 2019. Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg, prämierte die Bienenart aus einer Reihe von Vorschlägen, um auf den notwendigen Schutz von Wildbienen und die Bedeutung von Bestäubern aufmerksam zu machen. Die Schirmherrschaft der Auszeichnung übernahm die österreichische Umweltministerin Elisabeth Köstinger.
Nicht zur Rettung selbst, aber als Baustein sehen es die Entwickler des innovativen Papiers durchaus, das Bienen einen Energieschub geben soll. Vor allem in für Bienen nahrungsarmen Regionen und zu trachtarmen Zeiten soll es helfen, die Lücken zu schließen: einerseits durch die direkte Bereitstellung von Energie und andererseits durch das Wachsen von Trachtpflanzen quasi aus dem Papier.
Das bayerische Innenministerium hat am 15. November bekannt gegeben, dass das von der ÖDP initiierte Volksbegehren „Rettet die Bienen und Schmetterlinge – Stoppt das Artensterben“ zugelassen wird.
26 Vorarlberger und Liechtensteiner Gemeinden haben im Rahmen des Interreg-Projekts „natürlich bunt & artenreich“ gezeigt, wie durch nachhaltige Blühflächen ein Mehrwert für Mensch und Natur entsteht.
Die Europäische Honigbiene kam erst 1822 nach Australien und hat sich seither zu einem wichtigen Bestäubungsdienstleister in der Landwirtschaft entwickelt. Sie ist auf dem fünften Kontinent zwar nicht von der Varroa-Milbe, aber ebenso durch Schädlinge und Umweltveränderungen bedroht. Das ist durchaus ein Grund, warum das Interesse an den natürlichen australischen Bestäubern wieder wächst. Denn davon gibt es reichlich.
Polnische Spiele-Entwickler haben einen Bienen-Simulator entworfen, ein Computer-Spiel, mit dem man zu einer echten Honigbiene werden soll. Das Spiel soll für Unterhaltung und Bildung gleichermaßen sorgen.
Wissenschaftler der Universität Maine haben eine Anwendung namens „BeeMapper“ entwickelt. Landwirte, die sich auf den Anbau von Blaubeeren spezialisiert haben, sollen damit besser abschätzen können, wie viele Wildbienen bei ihren Feldern als Bestäuber verfügbar sind. So können sie die Lebensbedingungen an ihren Feldern für zusätzliche Wildbienen verbessern oder Honigbienen zur ergänzenden Bestäubung anmieten.
Karge Regionen wie Wüsten sind auf den ersten Blick nicht unbedingt der Hort für reichhaltiges Leben. Einst an vielen Orten anzutreffende Spezies geht es heute aber bedeutend schlechter, wie der Mojave-Mohnbiene. Das Insektensterben ist sogar in der Wüste angekommen.