Panorama

Aktuelle Nachrichten und Informationen zu Honigbienen, Hummeln und weiteren Wildbienen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und der ganzen übrigen Welt.

Bienenwiese in Steyr als Vorzeigeprojekt

Mit der österreichweit ersten Greenpeace-Bienenwiese bietet Steyr einen einzigartigen Lebensraum für die zunehmend bedrohten Wildbienen. Das 1.500 Quadratmeter große Bienenparadies wurde für die Wachstumssaison nach dem Winter vorbereitet, mit tatkräftiger Unterstützung von Lokal-Politikerinnen und -Politikern aus der oberösterreichischen Stadt. Die Gemeinderäte bewiesen durch ihren Besuch, dass ihnen die Rettung der Bienen ein tatsächliches Anliegen ist.

Ein bisschen Schutz vor Neonicotinoiden

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat eine Verordnung unterzeichnet, mit der er den Bienenschutz weiter stärkt: Bienen werden dadurch dauerhaft vor Neonicotinoid-haltigem Staub geschützt, der bei der Aussaat von mit Neonicotinoiden behandeltem Wintergetreide entstehen kann. Die Verordnung entspricht der Eilverordnung des Ministers aus dem Sommer 2015 und verschärft die EU-Regeln langfristig.

ZDF-Magazin „Terra Xpress“ über Wildbestäuber

Honigbienen und wildlebende Bestäuber sind unverzichtbar, aber ihr Bestand ist bedroht. 70 Prozent der weltweit meistgehandelten Nahrungspflanzen und 35 Prozent der globalen Nahrungsmittelproduktion sind auf Bestäubung angewiesen. Der erste Bericht des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) hat Anfang 2016 die Bedrohung der Wildbestäuber dokumentiert. „Terra Xpress“ widmet den Wildbestäubern mit „Bienen-Zoff und dicke Brummer“ am Sonntag, 3. Juli 2016, 18.30 Uhr, im ZDF eine eigene Sendung.

Mehr Bürokratie für die Bienen?

Die Bundesregierung hat ein neues Institut gegründet. Nach einem Bundessortenamt für Ordnung in der Natur gibt es nun auch ein Institut für Bienenschutz. Es soll dazu beitragen, die Lebensgrundlagen von Bienen zu sichern, indem dort frühzeitig Risiken erkannt und Strategien zum Schutz von Bienen entwickelt werden. Eigentlich eine Aufgabe der Politik, die Lebensgrundlagen von Biene und Mensch zu schützen.

Bienen machen Kunst

„The Hive“ in der britischen Parkanlage Kew Gardens ist ein Kunstwerk, das durch den in Großbritannien lebenden Künstler Wolfgang Buttress geschaffen wurde und das Herz des britischen Pavillons der Weltausstellung Expo 2015 in Mailand war.

Bienenfreundliche Gartenpflanzen mit Neonicotinoiden belastet

Der bekannte Buchautor und Wissenschaftler Dave Goulson hat ein Crowdfunding-Projekt gestartet, um abzuklären, welche als bienenfreundlich gekennzeichnete Pflanzen in Gartencentern und Baumärkten das Label wirklich verdienen. Ziel soll sein, dass künftig nur noch bienenfreundliche Pflanzen als solche verkauft werden, die es auch wirklich sind. Der Hintergrund ist ziemlich simpel: Der Einsatz von Neonicotinoiden in der Landwirtschaft ist (inzwischen) stark reglementiert, der bei Grünpflanzen für den heimischen Garten ist dem gegenüber nicht überwacht. Damit die Pflanzen für den Verkauf besonders gut aussehen, werden sie mit reichlich Neonicotinoiden behandelt wie eine Untersuchung von Greenpeace International in Europa gezeigt hat, die bereits 2014 unter dem Titel „Giftiger Garten Eden“ publiziert wurde. Großbritannien spielte dabei allerdings keine Rolle.

Die wundervolle Welt der Wildbienen

Im Jahr 2014 hat der Fotograf Clay Bolt damit begonnen, Bienen in seinem Garten aufzunehmen, nachdem er vom Bienensterben gelesen hatte. Schnell musste er feststellen, dass das, was er vor die Linse bekommen hatte, gar keine Honigbienen waren, von denen überall geschrieben wurde. Statt der aus Europa eingeführten Honigbienen hatte er einige der 4.000 in Nordamerika endemischen Wildbienenarten fotografiert.

Imker in Western Australia frohlocken

In den Wäldern West-Australien blüht es im gesamten Karri-Wald erstmals seit rund 50 Jahren fast überall. Grundsätzlich blühen die gigantischen Bäume, die oft 60, manchmal sogar 90 Meter groß werden, alle sieben bis zehn Jahre. Doch jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo beinahe der gesamte Wald in Blüte steht. Und die dauert dann fast ein Jahr lang an. Das letzte Mal soll es eine derartige Blüte im Wald in den 1960er Jahren gegeben haben.

Solaranlage als Lebensraum für Bienen

Die Solaranlage im 23. Bezirk neben dem Heizwerk Süd ist Wiens größtes Bürgerkraftwerk. Es besteht aus knapp 4.000 Paneelen und produziert Naturstrom für 400 Wiener Haushalte. Dass die Photovoltaik-Anlage auf einer Grünfläche so groß wie zwei Fußballfelder nicht nur sauberen Strom erzeugt, sondern auch einen Lebensraum für schützenswerte Tierarten bietet, wurde vor zwei Jahren durch eine Ökologie-Studie dokumentiert. Jetzt haben dort auch Honigbienen Platz gefunden.

Verbreitung des Kleinen Beutenkäfers in Kanada befürchtet

Für die Bestäubung von Blaubeeren sollen 5.000 Bienenvölker von Ontario nach Nova Scotia geschafft werden. Ohne eine entsprechende Notmaßnahme fürchten die Landwirte um ihre Erträge und einen entsprechenden wirtschaftlichen Schaden. Damit einher geht jedoch die Gefahr, dass sich der Kleine Beutenkäfer ausbreitet. Eine Situation, die der europäischen sehr ähnlich ist.

Programmaktion „Bienenparadies - Blühender Südwesten“

Mit einer groß angelegten Mitmach-Aktion kümmert sich das SWR-Fernsehprogramm „Kaffee oder Tee“ um das Wohlergehen der heimischen Bienen. Unter dem Titel „Bienenparadies - Blühender Südwesten“ möchte der Südwestrundfunk nachmittags mit immer wiederkehrenden Schwerpunkten den ganzen Sommer lang fundiertes Wissen über Bienen und ökologisches Gärtnern vermitteln. Start der ersten Schwerpunktwoche ist Montag, 18. April 2016, ab 16:05 Uhr im SWR Fernsehen.

Seiten