Aggressionspotenzial bei Völkern von Honigbienen
Kollektive Verhaltensweisen sind von vielen Tieren bekannt: Fischschwärme, Vogelschwärme und auch Honigbienen, die ihr Verhalten koordinieren. Honigbienen verteidigen so auch ihren Bienenstock.
Kollektive Verhaltensweisen sind von vielen Tieren bekannt: Fischschwärme, Vogelschwärme und auch Honigbienen, die ihr Verhalten koordinieren. Honigbienen verteidigen so auch ihren Bienenstock.
Honigbienen haben für das gemeinschaftliche Leben im Bienenvolk zahlreiche komplexe Verhaltensweisen entwickelt. Subletale Dosen von Pestiziden können das olfaktorische Verhalten und die olfaktorische Neurotransmission stören, was die Koordination von Ereignissen beeinträchtigen und zu einer Verringerung des Überlebens der Kolonie führen kann.
Die in Asien beheimatete Riesenhonigbiene kann auch in der Nacht Farben wahrnehmen. Die Riesenhonigbiene kann bis hin zu Lichtstärken bei Halbmond Farben sehen und ist daher auch in Nächten bei entsprechenden Lichtstärken aktiv.
Wie genau das Geschlecht einer Biene festgelegt wird, war bisher unklar. Einem Team von Forschern ist es nun gelungen, ein Schlüsselgen zu finden und den zugehörigen molekularen Mechanismus. Der Prozess ähnelt einem Spiel mit zwei Würfeln.
Aufgrund von Luftverschmutzung haben Bienen Schwierigkeiten, Blüten aufzusuchen. Denn mit der Luftverschmutzung sinkt die Fähigkeit der Bienen, die eigentlich über große Distanzen leitenden Duftstoffe der Blüten wahrzunehmen.
Hummeln verfügen über eine bemerkenswert erfolgreiche Methode zur Bekämpfung Asiatischer Hornissen, obwohl sich beide Arten nicht parallel im selben Lebensraum aufeinander anpassen konnte.
Neue Forschungsergebnisse zeichnen ein besorgniserregendes Bild für unterschiedliche Bienenarten, die in Irland jedes Jahr Bestäubungsdienste im Wert von mehreren Millionen Euro leisten. Erkenntnisse für Honigbienen lassen sich daher nicht einfach auf andere Bienenarten übertragen.
Nosema stellt ein Problem für Honigbienen während ihrer Überwinterung dar und kann zu hohen Winterverlusten führen. In einer Studienarbeit hat ein Team von Wissenschaftlern gezeigt, dass manipulierte Parasiten die Überlebenschancen von Honigbienen erhöhen.
Farben können ganz unterschiedliche Wirkung auf Bienen haben. Bestimmte Farben werden von Bienen etwa mit bedeutenden Nektar- und Pollenquellen assoziiert. Für wissenschaftliche Untersuchungen werden häufig Fallen eingesetzt, um Populationen zu ermitteln. Und auch dabei spielen Farben eine große Rolle und können entsprechende Auswirkungen auf die Ergebnisse haben.
Bei Honigbienen sind Arbeiterinnen alle gleich groß. Bei Hummeln ist das nicht der Fall. Wissenschaftler sind sich nicht sicher, was hinter der großen Vielfalt an Körpergrößen bei Hummeln steckt. Ein Forschungsprojekt möchte das Rätsel nun lösen.
Honigbienen sind ein ideales Forschungsfeld zur Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Darm und Gehirn. Einerseits weisen sie komplexe soziale Verhaltensweisen und kognitive Fähigkeiten auf und andererseits haben zurückliegende Experimente mit gnotobiotischen Bienen gezeigt, dass ihre Darm-Mikrobiota sowohl Gehirn- als auch Verhaltensphänotypen altern lässt.
Es existiert ein umgekehrter Zusammenhang zwischen Körpergröße und Umgebungstemperatur bei Wildbienen, die als „temperature-size rule“ bekannt ist. Diese „Temperatur-Größen-Regel“ führte zu der Prognose, dass die Körpergröße infolge der aktuellen Klimaerwärmung schrumpfen wird.
In einer Studie beschreibt ein Team von Forschern Bienen, die in ihren Kokons entdeckt wurden und „bereit waren, ihre Nester oder Zellen in einem außergewöhnlichen Erhaltungszustand zu verlassen“. In den Kokons wurde auch Futter gefunden, bei dem es sich offenbar um Kreuzblütengewächs-Pollen handelt, Pollen von häufig vorkommenden krautigen Arten, was die Vorliebe der Bienen für eine bestimmte monoflorale Sorte zeigt.
Nachtbestäuber wie Nachtfalter übernehmen mehr Bestäubungsleistungen als bisher angenommen und sie sind dem Druck der Urbanisierung wahrscheinlich weniger gut gewachsen, als Bienen.
Um eine möglichst große Kirschernte zu erzielen, sollten die Blüten der Bäume sowohl von Honigbienen als auch von Mauerbienen bestäubt werden.
Forscherinnen haben herausgefunden, dass in der Frühsaison Insekten wie Wespen, Käfer und Fliegen eine entscheidende Rolle für die Bestäubung von Pflanzen in städtischen Umgebungen spielen. Für die Artenvielfalt ist zudem das Nahrungsangebot entscheidender als beispielsweise die Flächenversiegelung.
Die Blütenpflanze Ceropegia gerrardii lockt Bestäuber mithilfe eines Sektrets an, das nach verletzten Honigbienen riecht. Im Fokus stehen Fliegen, die sich dann über lange Zeiträume auf den Blüten aufhalten, sodass die Bestäubung der Blüten sichergestellt wird.
Wie wählen Bienen aus, welche Blumen sie besuchen? Manche Bienen besuchen fast jede Blüte, während andere anspruchsvoller sind und längst nicht jede Pflanze anfliegen. Wie und ob sich Bienen auf eine bestimmte Blüten- oder Pollenart spezialisieren, ist eine Frage, über die Entomologen und Ökologen seit Jahren rätseln.
Menschliche Aktivitäten sind maßgeblich für die Umweltverschmutzung verantwortlich, die vor allem uns selbst schadet. Darüber hinaus leidet auch die Tierwelt darunter, Hummeln etwa an Luftverschmutzung.
Blüten besitzen viele Eigenschaften, die für Bestäuber attraktiv sind, darunter ultraviolette Markierungen, die Bienen anlocken. Die im Westen Australiens endemische Winteresel-Orchidee ahmt die Stachelige Bittererbse nach. Während die Erbse mit Nektar als Belohnungen aufwarten kann, hat die Orchidee den Bienen dahingehend nichts zu bieten. Trotzdem profitiert die Orchidee überproportional von Bienenbesuchen.
Die Eier des Bienenwolfs geben Stickstoffmonoxid ab, um mikrobielle Konkurrenten in der Brutzelle abzutöten. Zur Entwicklung sind die Nachkommen allerdings auf symbiotische Bakterien angewiesen und sie können dem giftigen Gas erstaunlicherweise trotzen. Wie das funktioniert haben Forscher nun enträtseln können.
Endemische Bienen in der Oregon Coast Range sind innerhalb weniger Jahre nach einer Holzernte von Douglaisen in Kahlschlaggebieten reichlich und in großer Vielfalt vorhanden. Ihre Zahl nimmt stark ab, wenn die neu gepflanzten Bäume wachsen und sich die Baumkronen zu schließen beginnen.
Die Westliche Honigbiene war ursprünglich in Nordamerika nicht heimisch und erst durch den Menschen eingeführt. Völker wurden mehrfach aus unterschiedlichen Quellen eingeführt, erstmals im 17. Jahrhundert. In einer Studie hat ein Team von Wissenschaftlern untersucht, aus welchen Linien die Honigbienen in den Vereinigten Staaten stammen.
Bienen verbindet man gemeinhin mit blühenden Wiesen und weniger mit dichten Wäldern. Allerdings ist der Wald der ursprüngliche Lebensraum der Westlichen Honigbiene, da er Nistplätze in Form von Baumhöhlen bietet. Welche Rolle Wälder heute als Lebensraum für Honigbienen spielen, dem ist ein Team von Wissenschaftlern nachgegangen.
Das Neonicotinoid Thiamethoxam ist in der EU und somit auch in Deutschland als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln grundsätzlich nicht mehr zugelassen. Um jedoch Zuckerrüben vor Vergilbungsviren zu schützen, die von Blattläusen übertragen werden, erteilten sieben Bundesländer 2021 eine Notfallzulassung für Saatgut, das mit dem Stoff gebeizt, also ummantelt war. Diese Notfallzulassung war an die Bedingung geknüpft, dass ein Begleitmonitoring mit Honigbienen durchgeführt wird, um mögliche Nebenwirkungen auf Bienen zu dokumentieren. Die entsprechende Dokumentation ist nun in Form einer Studienarbeit publiziert worden.