Wissenschaft

Aktuelle Nachrichten und Informationen aus der Wissenschaft - inbesondere über Studienergebnissen - zu Honigbienen, Hummeln und weiteren Wildbienen aus der ganzen Welt.

Hummeln und Zucchini

Hummeln sind zur Deckung ihres Nährstoffbedarfs auf eine reichhaltige und vielfältige Auswahl an Blütenpflanzen angewiesen. In Kulturlandschaften können Massenblüher eine wichtige Nahrungsressource für Hummeln sein, wobei auch die Landwirte von ihren Besuchen profitieren können.

Sammlerinnen berücksichtigen Nährstoffnachfrage des Bienenvolks

Während menschliche Pestizide und natürlich vorkommende Pathogene eine Bedrohung für das Wohlergehen der Gesundheit der Honigbienen darstellt, spielt auch die ausgeglichene Versorgung mit Nährstoffen eine große Rolle für das Überleben der Bienen. Gerade in landwirtschaftlich geprägten Regionen mit Monokulturen ist die Gefahr einer einseitigen Ernährung für die Honigbienen besonders groß. Dabei muss man nicht unbedingt an die Bestäubung der Mandelbäume in Kalifornien denken, wo die 1,6 Millionen Bienenvölker nichts als Mandelblüten zu sehen bekommen.

Winzige Hohlräume in Bäumen sind Lebensraum endemischer Bienen

In der Tier- und Pflanzenwelt gibt es noch viel zu entdecken, ganz besonders in Australien. So sind Hohlräume in Banksia-Bäumen der Lebensraum einer winzigen westaustralischen Biene.
In einer Studie beobachtete Kit Prendergast von der Curtin University das Nistverhalten von Euryglossina perpusilla im „Star Swamp Reserve“, einem 96 Hektar großen Reservat in North Beach, einem Vorort der australischen Großstadt Perth.

Große Wollbiene als invasive Art macht Druck

Die Große Wollbiene ist in Nordamerika eine invasive Wildbiene, die sich rasant verbreitet hat. Die Drohnen verteidigen ihre Blumen-Territorien aggressiv und greifen auch Bestäuber anderer Arten an. Große Wollbienen sind Generalisten und besuchen daher oftmals dieselben Pflanzenarten wie einheimische Bestäuber. Welche Auswirkungen dies auf endemische Bestäuber hat, dem sind Wissenschaftler in einer aktuellen Studie nachgegangen.

Honig unterstützt Verdauung pollenreicher Nahrung

Der Darm der Honigbienen wird von spezialisierten Bakterien besiedelt, die dazu beitragen, Bestandteile aufgenommener Blütenpollen in der Nahrung zu verdauen und Moleküle zu produzieren, die wahrscheinlich die Bienengesundheit fördern. Schweizer Wissenschaftler haben in einer Studie herausgefunden, welche Bakterienarten welche Verdauungsfunktionen im Darm der Bienen übernehmen.

Extreme Artenvielfalt auf kleinstem Raum

Der Spitzname des Bundesstaates Utah lautet „The Beehive State“ und er könnte nicht passender sein, sind Wissenschaftler der Utah State Universität überzeugt: Eine von vier Bienenarten, die in den Vereinigten Staaten vorkommt, ist in Utah zu finden. Damit leben in dem westlichen Bundesstaat mehr Bienenarten als in den meisten anderen Bundesstaaten der USA. Etwa die Hälfte dieser Arten lebt innerhalb der ursprünglichen Grenzen des kürzlich von US-Präsident Trump fast halbierten Naturschutzgebietes „Grand Staircase-Escalante National Monument“.

Blütengröße entscheidend für Besuche durch Wildbienen

Sonnenblumen Helianthus annuus L. sind eine bedeutende Nutzpflanze und Honig- und Wildbienen ihre hauptsächlichen Bestäuber für konsistent hohe Erträge. Die Größe einer Blüte, ihr Aussehen und die florale Belohnung stehen in einem Zusammenhang mit der Anzahl und Dauer der Besuche durch Bestäuber. Entsprechende Merkmale können durch züchterische Maßnahmen daher bei Kulturpflanzen zu einer besseren Bestäubungsleistung führen, zumal sich Untersuchungen mehren, die zeigen, dass Ertragssteigerungen auch bei Nutzpflanzen möglich sind, wo dies in der Vergangenheit nicht vermutet wurde.

Bienen durch Pestizid gegen Zika-Virus gefährdet

In den Vereinigten Staaten sind bis zu 13 % der Imker gefährdet, ihre Honigbienen-Völker aufgrund von Pestiziden zu verlieren, die zur Eindämmung des Zika-Virus versprüht werden. Das Zika-Virus kann bei ungeborenen Kindern zu schweren Hirndefekten führen. Es wird von Moskitos verbreitet, so dass die Insekten in den südlichen US-Bundesstaaten ins Visier genommen werden, da dort mit Zika-infizierte Stechmücken auftreten.

Hummelflug als Vorbild

Fliegen ist gar nicht so leicht. Und schon gar nicht in Bereichen weniger Zentimeter, wo Insekten auf unberechenbare Bewegungen der Luft treffen. Sie haben dazu aktive und passive Kontrollmechanismen entwickelt. In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftler fliegende Hummeln beobachtet, die einer einzelnen isolierten Böe ausgesetzt waren.

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