Honigbienen als Vorbild für die Luftfahrt
Honigbienen sind dazu imstande, ihren Hinterleib auf unterschiedliche Weise fast wie eine Schlange zu bewegen. Wie genau sie dazu imstande sind, zeigt eine Studie chinesischer Wissenschaftler.
Honigbienen sind dazu imstande, ihren Hinterleib auf unterschiedliche Weise fast wie eine Schlange zu bewegen. Wie genau sie dazu imstande sind, zeigt eine Studie chinesischer Wissenschaftler.
Die Wissenschaftlerin Rachele Wilson von der Universität der Sunshine Coast arbeitet an ihrem Doktortitel und untersucht dabei die Futterquellen endemischer Solitärbienen in ihrer Heimat Australien. Sie setzt dabei eine Untersuchungsmethode ein, auf die nur wenige Laboratorien weltweit Zugriff besitzen.
Wissenschaftler zeigen mithilfe der hocheffiziente Genombearbeitung des CRISPR/Cas9-System bei Tomaten, dass die Entwicklung von Pflanzen möglich ist, die keine Bestäubung mehr benötigen. Das Verfahren lässt sich auch auf andere Pflanzen übertragen und ist deutlich einfacher in der Umsetzung als bisher aufgezeigte Varianten.
In einer ersten umfassenden Überprüfung der mehr als 4.000 einheimischen Bienenarten in Nordamerika und Hawaii hat das Center for Biological Diversity festgestellt, dass sich mehr als die Hälfte der Arten, zu denen ausreichend Daten vorliegen, auf dem Rückzug befinden. Etwa ein Viertel sind sogar vom Aussterben bedroht.
Spanische Wissenschaftler haben einen Algorithmus entwickelt, der effektiv gegen Netzwerk-Angriffe eingesetzt werden kann. Er soll Strafverfolgern dabei helfen, soziale Netzwerke zu analysieren und ebenso kriminelle und sogar terroristische Netzwerke aufzuspüren. Dabei haben sich die Forscher von Honigbienen inspirieren lassen.
Im Rahmen einer Studie wurden Arbeiterinnern aus jeweils vier Völkern an drei Bienenständen in den eidgenössischen Kantonen Freiburg, St. Gallen und Solothurn auf den Befall der Parasiten Lotmaria passim und Nosema ceranae untersucht. Beide Parasiten treten allein aber auch gemeinsam auf.
Für eine Studie haben Wissenschaftler des nationalen polnischen Veterinär-Instituts einen neuen Test entwickelt, mit dessen Hilfe sie exakt nachweisen konnten, welche der 200 in der EU zugelassenen Pestizide und von Imkern genutzte Bienenbehandlungsmittel gegen die Varroa-Milbe eine Rolle beim Bienensterben spielen.
In einer brasilianischen Studie konnte gezeigt werden, dass Kupfersulfate – eingesetzt als Blattdünger – toxisch für die native brasilianische Biene Friesella schrottkyi ist. Soweit die Bienen keine tödliche Dosis erhalten, wirkt sich das Gift auf das Verhalten der Biene aus.
Die Behandlung von Nutzpflanzen mit Fungiziden gilt in Imkerkreisen gemeinhin als ungefährlich für Honigbienen. Viele Imker lassen sich dadurch beruhigen, dass nicht direkt in die Beuten gespritzt wird. Inwieweit die Annahmen und Hoffnungen der Realität entsprechen, haben Wissenschaftler für den Fall der Spritzungen bei der Mandelblüten näher untersucht.
Die meisten Studien zur Toxizität ausgebrachter Pestizide in der Landwirtschaft wählen als Untersuchungsobjekt die Westliche Honigbiene Apis mellifera, da sie weltweit als Nutztier zum Einsatz gelangt.
In sehr großen Teilen Asien ist die Östliche Honigbiene Apis cerana beheimatet und übernimmt dort natürlicherweise Bestäubungsleistungen für Mensch und Natur. Toxizitätsdaten fehlten allerdings für diese Art. Diese Lücke hat eine Studie aus Japan nun geschlossen.
Bei mikroskopischen Untersuchungen lassen sich mitunter auch Hefen erkennen, die im Honig eigentlich nichts zu suchen haben. Analysen haben gezeigt, dass es sich dabei vor allem um Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae handelt. Doch wie gelangen Sie in den Honig?
Wissenschaftler des U.S. Department of Agriculture (USDA) haben womöglich die Antwort gefunden, warum Königinnen bei Honigbienen kürzer leben als früher. Betroffen von den kürzeren Lebenszeiten sind nach den Untersuchungen der Forscher vor allem Königinnen, die extremen Temperaturen ausgesetzt wurden, etwa so genannten Post-Bienen.
Eine Studie hat 139 landwirtschaftlich bedeutende Regionen aufgedeckt, die einen besorgniserregenden Unterschied zwischen einer fallenden Wildbienenvielfalt und notwendiger Bestäubungsleistung aufzeigt. Das visualisierte Ergebnis in einer Karte zeigt eindrücklich die Problemzonen.
Drei weit verbreitete Neonicotinoide wurden europaweit von den Feldern verbannt, weil sie als Risikofaktoren für Honigbienen galten. Seither gibt es kontroverse Diskussionen vor allem um die Toxizität der systemischen Pestizide im Laborversuch und der tatsächlichen Anwendung im Freiland.
Während im Laborversuch schädliche Wirkungen für Honigbienen schon bei Spuren nachvollziehbar sind, gibt es in der freien Wildbahn keine derartigen Nachweise für schädliche Auswirkungen auf Bienenvölker in der Nachbarschaft behandelter landwirtschaftlicher Flächen.
Der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und dessen Auswirkungen auf die Honigbiene sind seit Jahren ein umstrittenes Thema in Politik und Forschung. Forschende der Karl-Franzens-Universität Graz haben nun herausgefunden, dass auch nicht-tödliche Dosen von Pflanzenschutzmitteln fatale Folgen für mit Amerikanische Faulbrut infizierte Larven haben.
Honigbienen sind anfällig für verschiedene Krankheitserreger. Sind die Völker nicht gesund, so überleben sie meist den Winter nicht. Im Rahmen einer Studie wurden die Bienen in den Fokus genommen, die sich im Winter von der Wintertraube lösen. Sie wurden auf das Bakterium Serratia marcescens im Blut der Bienen, der Hämolymphe, untersucht, das in bis zu 90 % der von der Traube abgewandten Arbeiterinnen gefunden werden konnte.
Honigbienen leiden unter einem Defizit beim Lernen und Abrufen von Informationen aus dem Gedächtnis, sofern sie mit geringen Dosen des Insektizids Chlorpyrifos in Berührung kommen. Chlorpyrifos ist ein Neonicotinoid, das weltweit zum Einsatz gelangt.
Landwirtschaft muss für Bienen nicht immer schädlich sein, im Gegenteil: Obwohl Kleinbauern auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán einzelne Felder traditionell brandroden, bietet das den einheimischen Furchenbienen sogar Vorteile. Dadurch entstehen für sie attraktive Lebensräume. Davon wiederum profitieren die Kleinbauern selbst, die auf die Insekten zur Bestäubung von Habanero-Chilis angewiesen sind.
Vor knapp 20 Jahren war die Rostbraungefleckte Hummel noch eine gänzlich alltägliche Spezies. Im Wettlauf um das Aussterben ist ihr jetzt die zweifelhafte Ehre zuteilgeworden, es als erste Hummel in den USA auf die Liste der gefährdeten Arten zu schaffen.
Dr. Penelope Whitehorn hat bei der Jahrestagung der British Ecological Society Mitte Dezember ihre aktuellen Forschungsergebnisse zur Verhaltensänderung von Hummeln präsentiert, die mit dem Neonicotinoid Thiamethoxam in Berührung kommen.
Essenzielle Biodiversitätsvariablen (EBVs) können dabei helfen, den Artenschwund zu stoppen. Was sie sind, erklärt jetzt ein internationales Forscherteam anhand einer Analogie: Wie sich der Kurs einer Aktie aus Angebot und Nachfrage ergibt und wie aus den Kursen aller einzelner Aktien der Index einer Börse berechnet wird, so entstehen aus den Daten der Naturbeobachtungen die Biodiversitätsvariablen. Aus ihnen können Indizes berechnet werden, die für politische Entscheidungen ausschlaggebend sind. Die Wissenschaftler wollen damit verdeutlichen, wie wichtig EBVs für den Erhalt der Biodiversität sind und wo globale Wissenslücken den Erhalt der Artenvielfalt erschweren.
Von den geschätzten mehr als 20.000 Bienenarten weltweit sind noch immer zahlreiche nicht näher beschrieben. Der Entomologe Zach Portman von der Utah State Universität hat nun einige Solitärbienen der Wüsten des US-amerikanischen Südwestens entdeckt und weitere näher beschrieben. Wirklich unerwartet war die Entdeckung ameisenähnlicher Drohnen bei zwei Arten.
Unsere Vorfahren haben nach Untersuchungsergebnissen eines internationalen Teams von Wissenschaftlern schon vor tausenden Jahren Bienen für sich zu nutzen gewusst. Bisher kannte man Honigjäger von frühzeitlichen Felsenmalereien und altägyptische Wandmalereien zeigen erste Formen der Bienenhaltung. Weitere Beweise im wissenschaftlichen Sinne gab es aber nicht.