Spinnen mit besonderer Anpassung für die Bienenjagd

  • Veröffentlicht am: 27.07.2017

Im Rahmen einer Studie zu Krabbenspinnen zeigten einige Arten eine auffällige Eigenschaft: Ihr Körper reflektiert UV+-Licht. Damit locken besonders die Arten unter ihnen, die in Blüten auf Bienen warten, ihre Beutetiere an.

Krabbenspinnen gehören zu den Jägern, die meist in einem Hinterhalt ihrer Beute auflauern, etwa Baumrinde, unter Laub, aber auch in Blüten. Die Fähigkeit, UV+-Strahlen zu reflektieren, haben vor allem die Arten entwickelt, die sich in Blüten auf ihre Beute stürzen. Die Wissenschaftler untersuchten 1.149 Exemplare aus 66 Arten, die in Australien und Europa gesammelt wurden. Die Forscher erstellten im Anschluss einen Stammbaum, der zeigt, dass sich die Eigenschaft, UV+-Strahlung reflektieren zu können, unabhängig und damit mehrfach bei den Krabbenspinnen entwickelt hat.

Die UV+-Reflexion ist für Bienen vermutlich attraktiv. Entweder wirkt dies auf Bienen aufgrund einer Vorliebe für bestimmte Farbräume besonders anziehend oder es hat eine ähnliche Funktion wie Farbleitpunkte, mit deren Hilfe viele Blüten Bienen wie ein Flugzeug auf eine Landebahn lenken.

Die Strategie könnte aber auch für die Spinnen selbst gefährlich werden, wenn dadurch etwa vermehrt Jäger auf die Spinnen aufmerksam werden.

Literaturstelle: 

Gawryszewski, F. M., Calero-Torralbo, M. A., Gillespie, R. G., Rodríguez-Gironés, M. A. and Herberstein, M. E. (2017), Correlated evolution between coloration and ambush site in predators with visual prey lures. Evolution. doi: 10.1111/evo.13271

Der Zugang zur Studie ist beschränkt (Paywall).
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