Wissenschaft

Aktuelle Nachrichten und Informationen aus der Wissenschaft - inbesondere über Studienergebnissen - zu Honigbienen, Hummeln und weiteren Wildbienen aus der ganzen Welt.

Zusätzlich steht eine Übersicht aller veröffentlichter Studien mit ihren Originaltiteln bereit. Dort kann nach Begriffen in den Studientiteln und den Namen der Autoren gefiltert werden.

Roboter für mechanische Bestäubung

Forscher entwickeln Roboterinsekten, die eines Tages aus mechanischen Bienenstöcken schwärmen könnten, um schnell und präzise Bestäubung durchzuführen. Allerdings schränken selbst die Wissenschaftler ein, dass auch die besten Roboter in Insektengröße es in puncto Ausdauer, Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit nicht mit natürlichen Bestäubern wie Bienen aufnehmen werden können.

Nosema-Kontrolle mittels pflanzlichem Extrakt

Nosemose ist eine verheerende Krankheit für Westliche Honigbienen, die durch die einzelligen, sporenbildenden Pilze ausgelöst wird und zu einem erheblichen Verlust an Vitalität und Produktivität eines Bienenvolkes führen kann. Fumagillin galt in vielen Teilen der Welt lange Zeit als Mittel der Wahl zur Bekämpfung von Nosemose, hat jedoch schädliche Auswirkungen auf Honigbienen und Menschen gleichermaßen.

Kleine Pessimisten

Hummeln reagieren auf ein ungünstiges Ereignis mit einer Reaktion, die menschlichen Emotionen ähnelt. Sind sie gestresst, fallen sie häufiger pessimistisch auf: Ihre Erwartungen an eine Belohnung fallen deutlich geringer aus.

Weinanbaugebiete könnten Wildbienen helfen

In Agrarlandschaften verschwinden die meisten naturnahen Lebensräume und zugleich kommt es zum intensiven Einsatz von Pestiziden. Beides trägt zu einem erheblichen Rückgang der Biodiversität bei, einschließlich dringend benötigter Bestäuber für Nutzpflanzen. In einer Studie untersuchte ein Team von Wissenschaftlern wie sich naturnahe Lebensräume in der umgebenden Landschaft bei biologischer und konventioneller Bewirtschaftung sowie der Reduzierung von Fungiziden auf die Wildbienenvielfalt auswirken.

Gehwege als Nistplätze

Bestäuberfreundliche Blühstreifen und -wiesen werden inzwischen auch von einigen Städten bei der Anlage und Pflege von Grünflächen berücksichtigt, vielfach in Wohngebieten. Wie das Ergebnis einer Studie zeigt, leben Menschen in Städten zunehmend nicht nur Tür an Tür mit den Bestäubern, sondern trampeln sogar quasi auf ihnen herum. Denn bodennistende Wildbienen und Blattwespen nisten häufig in den Zwischenräumen städtischer Gehwege.

Honigbienen reduzieren Wildbienen auf alpinen Wiesen

Die Europäische Honigbienen wurde durch den Menschen auch in China eingeführt und ist dort inzwischen überall verbreitet. Die Auswirkungen auf einheimische Bestäuber in den alpinen Wiesenlandschaften sind allerdings unklar. In einer Studienarbeit wurden Häufigkeit und Diversität einheimischer Bienen in Abhängigkeit von Honigbienenständen auf dem östlichen tibetischen Plateau untersucht.

Teufelskreis Klimawandel

Trockenheit hat sich im letzten Jahrzehnt als einer der wichtigsten Faktoren des Klimawandels gezeigt. Sie kann das Pflanzenwachstum in Ökosystemen stark beeinträchtigen und zu Veränderungen des trophischen Potenzials von Nektar und Pollen führen. In der Folge kann ein Mangel an Nährstoffen im Pollen Bestäuber schwächen und so eine zusätzliche Bedrohung für die Stabilität eines Ökosystems darstellen.

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