Ungewöhnliche schwarze Bienen in der Wüste

  • Veröffentlicht am: 15.12.2025

Die in der Nord-Sahara neu entdeckte Anthidium nigrum ist fast schwarz. Quelle: Kasparek et al., 2024/CC BY 4.0

Bienen in trockenen Lebensräumen haben sich üblicherweise an ihre Umgebung auch farblich angepasst und fallen daher braun-, beige- oder sandfarben aus. Damit sind sie für Fressfeinde schlechter auszumachen.

Zwei Arten Großer Wollbienen scheinen aus diesem Farbschema auszubrechen und erscheinen fast schwarz mit deutlichen gelben oder beigen Mustern. Anthidium pullatum wurde bereits 1916 beschrieben, ist aber kaum bekannt. Neu entdeckt wurde (im Rahmen dieser Studie) A. nigrum. Beide leben in der nördlichen Sahara.

Die Wissenschaftler dieser Studie gehen davon aus, dass die dunkle Farbe hilft, noch in der Dämmerung Sonnenenergie zu tanken, um länger mobil sein zu können und das Überleben in kalten Nächten zu sichern. Andererseits besteht während des Tagesverlaufs das große Risiko einer Überhitzung, sodass sie sich - bevor die Temperaturen zu hoch werden - vor der Hitze (im Schatten) schützen müssen.
Die Möglichkeit, den Tag sehr früh mit Sammelaktivitäten zu starten, könnte ein Vorteil gegenüber helleren Bienenarten bieten.
In jedem Fall ist es wahrscheinlich, dass die Farbgebung eine Anpassung an ihren Lebensraum darstellt.

Die Studie ist in vollem Umfang frei zugänglich (Open Access).
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