Bienenfreundlicher Schutz für Pflanzen
Neuartige Sensoren sollen helfen, Pflanzenschutzmittel zu entwickeln, die für Bienen ungefährlich sind.
Neuartige Sensoren sollen helfen, Pflanzenschutzmittel zu entwickeln, die für Bienen ungefährlich sind.
Im Rahmen einer Studienarbeit sammelte ein Team von Forschern Proben von bienenrelevanten Nahrungsquellen nach einer Sprühanwendung von Rapsfeldern mit einem Produkt, das die beiden Fungizide Boscalid und Pyraclostrobin enthält. Die Rückstände wurden anschließend auf dem gesamten Weg durch ein Bienenvolk analysiert.
Ein Team von Wissenschaftlern untersuchte die genetische Programmierung des komplexen, kooperativen Verhaltens von Honigbienen, so dass es an nachfolgende Generationen weitergegeben werden kann. Sie fanden die Antwort im sogenannten doublesex-Gen (dsx).
In Agrarlandschaften verschwinden die meisten naturnahen Lebensräume und zugleich kommt es zum intensiven Einsatz von Pestiziden. Beides trägt zu einem erheblichen Rückgang der Biodiversität bei, einschließlich dringend benötigter Bestäuber für Nutzpflanzen. In einer Studie untersuchte ein Team von Wissenschaftlern wie sich naturnahe Lebensräume in der umgebenden Landschaft bei biologischer und konventioneller Bewirtschaftung sowie der Reduzierung von Fungiziden auf die Wildbienenvielfalt auswirken.
Bienen in trockenen Lebensräumen haben sich üblicherweise an ihre Umgebung auch farblich angepasst und fallen daher braun-, beige- oder sandfarben aus. Damit sind sie für Fressfeinde schlechter auszumachen.
Sie ist mit einer Körpergröße von etwa einem Zentimeter ziemlich klein, ihr Chitinpanzer ist tiefschwarz und glänzend und am Hinterleib trägt sie auffallend schneeweiße Haarflecken. Ihre Spezialisierung beim Blütenbesuch hat ihr den deutschen Namen eingebracht: Den Pollen für ihre Larven sammeln die Weibchen fast ausschließlich an Glockenblumengewächsen aus der Familie der Campanulaceae.
Bestäuberfreundliche Blühstreifen und -wiesen werden inzwischen auch von einigen Städten bei der Anlage und Pflege von Grünflächen berücksichtigt, vielfach in Wohngebieten. Wie das Ergebnis einer Studie zeigt, leben Menschen in Städten zunehmend nicht nur Tür an Tür mit den Bestäubern, sondern trampeln sogar quasi auf ihnen herum. Denn bodennistende Wildbienen und Blattwespen nisten häufig in den Zwischenräumen städtischer Gehwege.
Im August haben viele Wildbienen Hochsaison: Sie fliegen von Blüte zu Blüte, sammeln Pollen und Nektar – und sichern so die Bestäubung vieler Pflanzen. Doch ihre Lebenszeit ist kurz. Schon im September endet die Flugzeit der meisten Wildbienen. Umso wichtiger ist es, ihnen geeignete Lebensräume zu bieten.
Hummeln sind besonders anfällig für die Erderwärmung und mit den kleiner werdenden kühleren Zonen verringert sich ihr potenzielles Verbreitungsgebiet. Kleinere Gebiete liegen tendenziell weiter voneinander entfernt und bieten in sich weniger Möglichkeiten, dass sich Populationen ausbreiten können. Isolierte Populationen leiden unter Genflussbarrieren, was zu einem Verlust der genetischen Vielfalt führt.
Der „Neue Imkerbund“ lanciert die Bio-Marke „ApiBio“ und wendet sich damit explizit an kleine Imkereien, um ihnen die Umstellung auf eine Bio-Imkerei und den Verkauf ihres Honigs als Bio-Honig zu ermöglichen – erstmals mit überschaubaren Kosten.
In der April-Ausgabe war Honig das Titelthema bei Stiftung Warentest. Das erfreuliche Ergebnis: „Viel Geschmack und wenige Schadstoffe.“ Dass Produkte von Discountern mit importiertem Honig gut abschnitten und teure Honige aus Deutschland eher enttäuschten, ließ die hiesigen Imkerverbände Sturm laufen und teils die Contenance vergessen.
In einer Studie untersuchen Wissenschaftler die Wechselwirkungen der wichtigsten Treiber des globalen Wandels auf Insekten.
Eine der wohl ältesten Beziehungen zwischen Mensch und Tier ist die der Honigbiene. Noch bis zum 26. Februar 2026 geht die Schau „Honiggelb - Die Biene in der Natur und Kulturgeschichte“ auf die Reise durch fast 14.000 Jahre Menschheitsgeschichte: Von den ältesten archäologischen Nachweisen über weltweite ethnologische Zeugnisse bis zu biologischen Fakten. Das besondere Plus: Parallel zeigt das Museum die Ausstellung „Honiggelb - Die Biene in der Kunst. Von der Renaissance bis zur Gegenwart“, allerdings nur noch bis zum 22. Juni 2025. Bis dahin sind zahlreiche Leihgaben europäischer Museen zu sehen, darunter Arbeiten von Lucas Cranach d. Ä., Nicolas Poussin, Hans Thoma und Émile Gallé bis hin zu Joseph Beuys und Rebecca Horn.
Das Verwaltungsgericht Braunschweig hat einem Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe bezüglich der Zulassung für das flufenacethaltige Pestizidprodukt Elipris stattgegeben. Und auch das Flufenacet-haltige Pestizid Tactic darf derzeit nicht verkauft oder angewendet werden.
Ein Team von Forschern hat neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie das Zusammenspiel von Bienen, Fledermäusen und Vögeln die Menge und Qualität von Macadamianüssen im kommerziellen Anbau erheblich erhöht.
Die Garten-Blattschneiderbiene ist die Wildbiene des Jahres 2025. Im Erscheinungsbild ist sie mittelgroß, mit orangen Haaren am Bauch und einer besonderen Vorliebe für individuell „tapezierte“ Eigenheime. Mit etwas Glück und einem vielfältigen Blütenangebot lässt sie sich im kommenden Sommer auch im eigenen Garten entdecken.
Mikroplastik ist in der Umwelt inzwischen fast allgegenwärtig und lässt sich in Böden, der Luft und Gewässern nachweisen - auch weit den Ursprungsquellen entfernt. In einer Metastudie hat ein Team von Wissenschaftlern den aktuellen Stand der Forschung zusammengetragen.
Städte sind kein natürlicher Lebensraum für Wildtiere. Dort überleben nur Tierarten, deren Lebensweise mit dem städtischen Umfeld vereinbar ist. In einer Studie wurden die Eigenschaften von wildlebenden Stadttieren untersucht und deren Überlebensstrategien identifiziert. Diese Kenntnisse sollten bei der Planung von Grünflächen berücksichtigt werden, um die Artenvielfalt in Städten zu unterstützen.
Infektiöse und parasitäre Erreger - „Infectious and parasitic agents“, kurz IPAs - und mit ihnen verbundene Krankheiten sind große Umweltstressoren, welche die Gesundheit von Bienen gefährden. Dies geschieht sowohl allein durch den jeweiligen Erreger als auch im Zusammenspiel mit weiteren Stressfaktoren.
Die antagonistische Interaktion zwischen Wespen und Bienen steht vor allem im Fokus von Imkern, wenn etwa Asiatische Hornissen die Nester von Honigbienen attackieren. Ähnliche Interaktionen gibt es auch zwischen anderen Wespen- und Bienenarten, bisher vielfach verborgen.
Viele Wildbienenarten finden sich in Städten, auch Berlin profitiert von diesem Trend. Sowohl in der Innenstadt, als auch in den Außenbezirken tummeln sich zahlreiche Wildbienenarten, darunter viele seltene.
Vor fünf Jahren standen tausende Menschen in Bayern teils im Schnee vor den Rathäusern an, um für die Rettung der Bestäuber zu unterschreiben.
Die Varroa-Milbe schädigt Honigbienen doppelt: Nicht nur durch die negativen Auswirkungen der Milbe selbst, sondern weil Varroa-infizierte Bienenvölker eine höhere Belastung mit schädlichen Viren aufweisen als nicht-infizierte Völker.
Anfang 2024 wird das Europäische Parlament über das „Gesetz zur Wiederherstellung der Natur“ abstimmen. Die Verordnung hat das Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt in Europa aufzuhalten und umzukehren. Ein Team von Wissenschaftlern hat untersucht, wie erfolgversprechend das Gesetz ist.
Auf landwirtschaftlichen Flächen häufig eingesetzte Pestizide fügen Hummeln erheblichen Schaden zu. Daten von 106 Standorten in acht europäischen Ländern zeigen, dass die verschärften Pestizidvorschriften nicht genügen, Hummeln wirksam zu schützen.