Mit Stickstoffmonoxid gegen Schimmelbefall
Die Eier des Europäischen Bienenwolfs produzieren zum eigenen Schutz das Gas Stickstoffmonoxid. Damit können sie verhindern, dass die Larvennahrung in den warmen und feuchten Brutzellen verschimmelt.
Die Eier des Europäischen Bienenwolfs produzieren zum eigenen Schutz das Gas Stickstoffmonoxid. Damit können sie verhindern, dass die Larvennahrung in den warmen und feuchten Brutzellen verschimmelt.
Seit dem überwältigenden Erfolg des „Volksbegehrens Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“, für das über 1,7 Millionen Wahlberechtigte im Freistaat unterschrieben haben, werden seit Anfang Februar vor allem in Bayern Angebote von Landwirten zu Blühpatenschaften für Bürger beworben. Maßgeblich unterstützt wird diese Aktion vom Bayerischen Bauernverband (BBV) – dem landwirtschaftlichen Lobbyverband, der sich bis zum Ende der Einschreibefrist lautstark und vehement gegen das Volksbegehren gestemmt hatte. Wollen die Landwirte wirklich helfen oder nur motivierte Mitbürger abkassieren?
Die Verwendung von Glyphosat und anderen Pestiziden in der Landwirtschaft kann zu schwerwiegenden Kontaminationen von Honig führen. Dies zeigt sich besonders an einem aktuellen Fall in Brandenburg.
Den Weltbienentag wollen auch die industriellen Landwirtschaftsbetriebe für sich nutzen und ihren positiven Beitrag zur Förderung der Biene herausstellen. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen will dies besonders für den Raps tun und direkt noch Fördergelder abstauben.
Der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) hat eine Studie vorgestellt, die das Netz der Agrarlobby in Deutschland offenlegt. „Unser Ziel ist es, Transparenz in das enge Beziehungsgeflecht zwischen Agrarpolitik, Agrarwirtschaft und Bauernverband zu bringen. Denn seit Jahren werden Entscheidungen gegen das Gemeinwohl getroffen, bei der Düngeverordnung genauso wie bei der Verteilung der milliardenschweren Agrarsubventionen. Daher muss transparent sein, wo in Parlamenten und Wirtschaft Agrarfunktionäre mitreden und welchen Einfluss sie nehmen können“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Durch die Produktion von hochwertigem Honig kann eine Imkerei ihre Wirtschaftlichkeit verbessern. Entsprechender Honig sollte nicht nur den gesetzlichen Anforderungen genügen, sondern auch den Qualitätskriterien der Imker-Organisationen. Und den Kunden muss das hochwertige Naturprodukt natürlich auch noch schmecken.
Laien können Hummel-Arten nun mithilfe einer App bestimmen und erfassen. Die bereits existierende App „ID-Logics“ wurde nun um diese neue Funktion erweitert. Die Anwendung für das Mobiltelefon gibt Hilfestellungen und ist fehlertolerant, sodass eine Art auch dann noch richtig bestimmbar ist, wenn Fehleingaben gemacht werden.
Das Insektengift Clothianidin wirkt im Freiland bei verschiedenen Bienenarten unterschiedlich: Während das Mittel keine nachweisbaren negativen Folgen für Honigbienen hat, stört es das Wachstum von Hummeln und bedroht das Überleben ganzer Völker, so eine aktuelle Studie.
Die Imkerei wurde lange Zeit unterschätzt. Das hat sich jedoch in den letzten zehn Jahren deutlich geändert. Das öffentliche Interesse für Bienen ist enorm gestiegen. Medien berichten über das Bienensterben, Bevölkerung und Politik sind sensibilisiert. Imkern liegt im Trend.
Der große Unterschied der Keimdrüsen der Honigbienen-Arbeiterinnen und ihrer Königin ist auf ihre unterschiedliche Ernährungsweise zurückzuführen. Die Aktivierung zum Größenwachstum ist genetisch bedingt, kann aber nur bei weiblichen Bienen aktiviert werden wie Wissenschaftler in einer aktuellen Studie herausgefunden haben.
Seit Millionen von Jahren kommen Honigbienen allein in ihrer Umwelt zurecht. Weil sie (in vielen Ländern) als wertvolle Nutztiere gelten und sie gleichwohl durch menschliche Einflüsse immer wieder unter Druck geraten, sollen nun auch sie ein smartes Zuhause erhalten und sich immer weniger auf ihre natürlich Instinkte verlassen müssen, die in der von Menschen veränderten Umwelt durchaus schon mal versagen können.
Nicht nur der Mensch ist ein soziales Wesen, auch im Tierreich gibt es viele Arten, die ohne soziales Verhalten nicht überleben könnten. Arbeiterinnen eines Hummelstaats übernehmen etwa Tätigkeiten der Brutpflege, die zum Start eines Jahres die Königin allein übernehmen musste. Trotzdem gibt es nicht nur Kooperationen im Hummelstaat, sondern auch Konflikte – beispielsweise bei der Produktion der Männchen, die meist von der Königin dominiert wird.
Um die einheimischen Wildbienen ist es nicht gut bestellt – mehr als die Hälfte aller Arten ist gefährdet. Deutsche und eidgenössische Wissenschaftler sind in ihrer Studie darauf gestoßen, dass besonders spätfliegende Arten auf dem Land betroffen sind.
Wissenschaftler haben untersucht, ob Hecken und ihre Verbindung zu Waldrändern sich positiv auf die Bestäubung von Erdbeeren auswirken. Dabei stellte sich heraus, dass sowohl das Gewicht als auch die Qualität der Erdbeerfrüchte gesteigert werden, wenn Erdbeerpflanzen an Hecken platziert sind.
Bei der Rostroten Mauerbiene entscheiden die Weibchen, mit wem sie sich paaren und bei der Partnerwahl fällt die Entscheidung für Männchen aus dem eigenen Land. Bienen aus Großbritannien und Festland-Bienen verstehen sich besonders wenig.
Ergebnisse einer Studie deuten darauf hin, dass Körpergröße und Sozialverhalten wichtige Faktoren für die Anpassungsfähigkeit von Bienenarten an Umweltveränderungen sind. Besonders hart wird der Klimawandel demnach kleine solitärlebende Arten treffen.
Deutschlandweit verzichten bereits über 460 Städte und Gemeinden bei der Pflege ihrer Grün- und Freiflächen auf chemisch-synthetische Pestizide und tragen somit zum Schutz von Bienen und anderen Insekten bei. Seit dem 1. Dezember 2017 dokumentiert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. Die entsprechenden Kommunen. Vor gut einem Jahr wurde diese Karte mit damals 90 Städten und Gemeinden veröffentlicht, die Anzahl der pestizidfreien Kommunen hat sich innerhalb eines Jahres verfünffacht.
Neonicotinoide mit den Wirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam dürfen seit dem 19. Dezember 2018 für die Anwendung im Freiland nicht mehr verkauft und angewendet werden. In der Europäischen Union wurde die Anwendung der genannten Wirkstoffe auf Gewächshausanwendungen beschränkt, da im Freiland Risiken für Bestäuber nicht ausgeschlossen werden können. Ab dem 1. April 2019 ist auch der Export von derart gebeiztem Saatgut in Ländern außerhalb der EU nicht mehr zulässig.
Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ hat für 2019 eine Biene gewählt, die durch ihre Erscheinung und ihr agiles Flugverhalten auffällt. Die Senf-Blauschillersandbiene ist mit ihrer beachtlichen Körpergröße von 13 bis 15 mm in beiden Geschlechtern und dem typischen Blauschimmer auf Flügeln und Hinterleib zuverlässig zu erkennen. Die schneeweiße Färbung der Schienenbürsten an den Hinterbeinen der Weibchen, und der Behaarung an weiteren Körperstellen liefern einen auffälligen Kontrast zum schwarzen Chitinpanzer. Insbesondere die Männchen sind rasante Flieger, worauf sich der wissenschaftliche Name „agilissima“ bezieht.
Die Rostrote Mauerbiene ist das Insekt des Jahres 2019. Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg, prämierte die Bienenart aus einer Reihe von Vorschlägen, um auf den notwendigen Schutz von Wildbienen und die Bedeutung von Bestäubern aufmerksam zu machen. Die Schirmherrschaft der Auszeichnung übernahm die österreichische Umweltministerin Elisabeth Köstinger.
Das bayerische Innenministerium hat am 15. November bekannt gegeben, dass das von der ÖDP initiierte Volksbegehren „Rettet die Bienen und Schmetterlinge – Stoppt das Artensterben“ zugelassen wird.
Mit weltweit rund eine Million bekannten Arten gehören Insekten zu den erfolgreichsten Organismengruppen auf unserem Planeten. Trotz dieses evolutionären Erfolgs sind in Mitteleuropa mittlerweile viele Insekten massiv bedroht und so stark im Rückgang begriffen, dass man von einem weitreichenden Insektensterben sprechen kann. Forscher präsentieren auf internationalem Insektenschutzsymposium am Naturkundemuseum Stuttgart Maßnahmenplan zur Bekämpfung des Insektensterbens.
Apic.ai aus Karlsruhe setzt auf die visuelle Überwachung von Bienenstöcken. Und die erfolgt mithilfe einer kleinen Holzkiste vor dem Einflugloch. Wie bei einer Pollenfalle müssen die Bienen durch diese Einlasskontrolle. Dabei werden sie von einer Kamera gefilmt. Die Aufnahmen werden mit Hilfe neuronaler Netze automatisiert analysiert.
Entscheidungen, die von Tieren getroffen werden, sind oft ein Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit. Schnelle Entscheidungen sind tendenziell weniger genau als langsam getroffene Entscheidungen. Das trifft im Übrigen auch auf Menschen zu.
Reaktionsgeschwindigkeit ist ein individuelles konsistentes Verhaltensmerkmal, das vererbbar sein kann. Verhaltensmerkmale können aber auch abhängig von Umweltveränderungen adaptiert werden. Wie verhalten sich Hummeln bei der Anwesenheit einer Bedrohung?
Ein Insektenbekämpfungsmittelhersteller hat einen Animationsfilm für die Insekten produziert, der heute mit den „Cannes Corporate Media & TV Awards 2018“ ausgezeichnet wurde. Mit ihrem Label „Insect Respect“ strebt die Biozid-Firma Reckhaus die nachhaltige Transformation ihrer Branche an.