Bienen sorgen für die meisten Krankenhausaufenthalte

  • Veröffentlicht am: 10.03.2021

Das tödlichste Tier für Menschen in Australien: die aus Europa stammende Honigbiene. Foto: Pexels/Pixabay

Die giftigsten Tiere der Erde findet man in Australien: Gleich 20 der 25 giftigsten Schlangen leben hier, darüber hinaus Spinnen, Zecken und mit Meer noch einige mehr. Die eingeführte Honigbiene Apis mellifera führt allerdings die Liste der Kontakte an, die für Menschen am häufigsten mit einem Aufenthalt im Krankenhaus enden.

Der Inlandtaipan Oxyuranus microlepidotus lebt im australischen Outback und könnte mit einem Biss 100 erwachsene Menschen töten, die Seewespe Chironex fleckeri ist eine Würfelqualle mit unzähligen giftigen Tentakeln, die ein starkes Gift absondern, Kegelschnecken Conidae leben ebenfalls im Meer, einige mit tödlichen Nervengiften. Die Sydney-Trichternetzspinne Atrax robustus sondert mit ihren Bissen ein Gift ab, das für Primaten tödlich ist.

Das Australian Institute of Health and Welfare (AIHW) hat alle Kontakte der Jahre 2017 bis 2018 zwischen Menschen und Tieren (und Pflanzen) zusammengestellt, die in mit einem Krankenhausaufenthalt endeten: Mehr als 3.500 Australier wurden wegen Kontakts mit einem giftigen Tier oder einer giftigen Pflanze ins Krankenhaus eingeliefert.

Der Bericht „Venomous bites and stings“ ergab, dass mehr als ein Viertel (26 % oder 927 Fälle) dieser Krankenhausaufenthalte durch Bienenstiche verursacht wurden.

„Australien ist die Heimat einiger der giftigsten Tiere der Welt - darunter Spinnen, Zecken und 20 der 25 giftigsten Schlangen der Welt“, so Professor James Harrison von der National Injury Surveillance Unit, die an der Flinders Universität beheimatet ist. „Die meisten Krankenhausaufenthalte wegen Bienenstichen waren auf allergische Reaktionen zurückzuführen, wobei Bienen und Wespen in den Jahren 2017 bis 2018 für 12 der 19 Todesfälle im Zusammenhang mit giftigen Bissen und Stichen verantwortlich waren.“

Spinnenbisse machten ein Fünftel (19 % oder 666 Fälle) aller Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit giftigen Bissen und Stichen aus.
Giftschlangen waren in den Jahren 2017 und 2018 für 17 % (606 Fälle) der Krankenhauseinweisungen verantwortlich.
Der Kontakt mit giftigen Meerestieren führte zu knapp 400 Krankenhauseinweisungen, wobei stechende Fische für 320 Krankenhauseinweisungen verantwortlich waren, gefolgt von Quallen (73 Fälle).

Die Rate der Krankenhausaufenthalte für alle giftigen Bisse und Stiche variierte je nach Bundesstaat und Territorium in ganz Australien.

Venomous bites and stings in Australia
Die Studie ist in vollem Umfang frei zugänglich (Open Access).
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