400 Bienenarten in vier US-Bundesstaaten

  • Veröffentlicht am: 06.09.2018
Bees and Their Habitats in Four New England States

Wissenschaftler haben Bienen und ihre Lebensräume in vier zusammenhängenden US-Bundesstaaten identifiziert und geben Empfehlungen für deren Schutz. Gewinnen könnte dabei auch die Landwirtschaft und viele Informationen lassen sich ebenso an anderen Orten der Welt gut nutzen.

Die wissenschaftliche Arbeit enthält bisher unveröffentlichte Informationen und eine Zusammenfassung von Inhalten aus bereits öffentlichen Quellen für vier der sechs als Neuengland bezeichneten Bundesstaaten im Nordosten der Vereinigten Staaten: Massachusetts, Maine, New Hampshire und Vermont.
Enthalten sind in der Arbeit auch Empfehlungen zur Verbesserung bestehender Bienenhabitate sowie neue Informationen zur wirtschaftlichen Verbesserung von Bestäuberhabitaten. Aufgeführt sind auch Wissenslücken, um künftige Forschungen besser priorisieren zu können.

Über 400 Bienenarten wurden in den vier Bundesstaaten dokumentiert. Für die meisten Arten ist wenig über deren Ökologie, deren Entstehungsgeschichte, ihre Populationsdynamik und Beziehungen zu bestimmten Wirtspflanzen bekannt. Die Bienen sehen sich Bedrohungen durch den Verlust von Lebensräumen, durch Schädlinge und Krankheitserreger, durch Pestizide und durch den Klimawandel ausgesetzt; einige Arten sind nachweislich zurückgegangen.

Da es schwierig ist, Bienenpopulationen zu quantifizieren, konzentrieren sich die Autoren auf die Lebensräume der Bienen, die durch den Menschen durch etwa durch bestimmte Blütenpflanzen und den Einsatz von Pestiziden beeinflusst werden können.

Die Veröffentlichung listet 15 unterschiedliche Lebensräume von Bienen mit natürlichen und anthropogenen Merkmalen auf. Die Autoren schlagen 40 Pflanzen-Taxa vor, von deren Anpflanzung Bienen wirksam unterstützt werden könnten. Zu den möglichen Verbesserungen der Habitate gehört neben der Verfügbarkeit geeigneter Blütenpflanzen und dem weniger intensiven Mähen zur Verbesserung der Nahrungsgrundlagen auch ein minimierter Einsatz von Pestiziden.

Würden die Empfehlungen der Veröffentlichung übernommen, könnte die Bestäubungssicherheit und die -leistung erhöht werden; profitieren könnte die einheimische Flora ebenso wie der Anbau von Nutzpflanzen, insbesondere Äpfel, Blaubeeren, Cranberrys und Kürbisse.

Insofern lässt sich der Bericht in vielen Teilen analog auf andere US-Bundesstaaten und sogar Länder übertragen. Denn ein bisschen New England ist überall.

Die Studie ist in vollem Umfang frei zugänglich (Open Access).
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