Vereinigte Staaten

Wie attraktiv sind renaturierte Prärien für Honigbienen?

Honigbienen werden vom Menschen gerne wegen ihrer Bestäubungsleistungen in der Landwirtschaft eingesetzt. In Ländern wie den Vereinigten Staaten ist ihre Sterblichkeit jedoch auf ein nicht nachhaltiges Niveau gestiegen. Eine bedeutende Ursache sind riesige Monokulturen, die weniger geeignete Nahrungsquellen für Honigbienen bieten. Vor allem im Mittleren Westen der USA gibt es einen Trend zur Wiederherstellung ursprünglich einheimischer Prärie-Lebensräume. Die Frage ist, ob die renaturierte Prärien die Ernährungsgrundlagen von Honigbienen wesentlich verbessern kann, wenngleich Honigbienen in den Vereinigten Staaten und damit in der Prärie nie heimisch waren.

Steuerung der Diapause von Hummel-Königinnen

Insekten mit einer Diapause, eine Ruhepause, bei der der Stoffwechsel herabgesetzt ist, durchlaufen vor ihrem Eintritt in Dieselbige meist eine Zeit, in der sie Nährstoffe im Körper einlagern, um die Diapause zu überstehen. Hummel-Königinnen überwintern ebenfalls in einer Diapause, bevor sie im Frühling ein neues Volk begründen. Ihre Ernährung hat dabei eine besondere Bedeutung.

Cannabis als Pollenpflanze

Hanf genießt in den Agrarlandschaften der Vereinigten Staaten als schnell wachsende Nutzpflanze eine zunehmende Bedeutung. Bestäubt wird die Pflanze ausschließlich über Wind; Nektar fehlt ihr, aber sie produziert reichlich Pollen, der für eine Reihe von Bienen-Arten attraktiv sein könnte.

Wildbienen durch Honigbienen unter Druck

Honigbienen sind in der Region San Diego die am weitesten verbreiteten und reichlich vorhandenen Bestäuber von Wildpflanzen. Sie machen dort etwa drei Viertel aller beobachteten Bestäuber aus. Honigbienen beschränken sich bei ihrer Futtersuche aber auf die am häufigsten blühenden einheimischen Pflanzenarten. Und dort machen sie im Einzelfall mehr als 90 Prozent der Bestäuber aus.

Künstliche Prärie als Rettung in landwirtschaftlichen Gebieten

Wissenschaftler platzierten Honigbienen neben Sojabohnen-Feldern im US-Bundesstaat Iowa und verfolgten, wie es den Bienen während der Vegetationsperiode erging. Zur Überraschung der Forscher schnitten die Bienen den größten Teil des Sommers gut ab. Die Völker wuchsen und bauten Honigvorräte auf. Im August kehrte sich der Trend jedoch um. Mitte Oktober war der größte Teil des Honigs verschwunden und die überwinternde Brut unterernährt.

Von Australien nach Chile

Bei Erhebungen 2009 am Cerro San Cristobal in Santiago de Chile wurde die eigentlich nur in Australien endemisch vorkommende Wildbiene Hylaeus (Gnathoprosopis) euxanthus als Einzelexemplar angetroffen. Seitdem wurden zahlreiche weitere Individuen beobachtet, die verschiedene Pflanzenarten in der Umgebung von Santiago und Valparaíso besuchen.

Fühler bei Bienen stehen für Sozialverhalten und Kommunikation

Das soziale Verhalten bei Bienen entwickelte sich gemeinsam mit ihrem komplexen chemischen Kommunikationssystem. Schmal- und Furchenbienen verfügen im Vergleich zu verwandten Solitärbienen über mehr sensorische Mechanismen. Der Unterschied wird durch die Dichte der kleinen, hohlen Sinneshaare gemessen, die sich auf ihren Fühlern befinden und als Sensilla bezeichnet werden.

Sulfoxaflor in den Vereinigten Staaten zugelassen

Die US-Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA) hat eine langfristige Zulassung für das Insektizid Sulfoxaflor erteilt. Es ist ein hochwirksames Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen. Es gab schon einmal eine Zulassung, die aber durch eine Entscheidung eines Berufungsgerichts im 2015 kassiert wurde, da es damals nur unzureichende Daten zu den Auswirkungen von Sulfoxaflor auf Bienen gab.

Wildblumen nützen Nutzpflanzen in der Landwirtschaft

Landwirte, die nachhaltig und ökologisch arbeiten, benötigen umweltfreundliche Lösungen. Eine Strategie besteht darin, Kulturen von Nutzpflanzen mit Anpflanzungen von Wildblumen zu umgrenzen. Das lockt Bestäuber an, aber auch potenzielle Schädlinge. Bei den Anpflanzungen kommt es allerdings auf die richtige Mischung aus natürlichen Lebensräumen und landwirtschaftlichen Flächen an.

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