Warum verschwindet die Westliche Hummel?
Die Westliche Hummel wird in Nordamerika immer seltener. Gründe dafür gibt es wohl viele, wobei es trotz aller Bemühungen noch immer zahlreiche Wissenslücken gibt.
Die Westliche Hummel wird in Nordamerika immer seltener. Gründe dafür gibt es wohl viele, wobei es trotz aller Bemühungen noch immer zahlreiche Wissenslücken gibt.
Eingeführte Pflanzen, so genannte Neophyten, können eine wichtige Nahrungsressource für Honigbienen und Wildbestäuber darstellen, aber wie oft und warum Bestäuber eingeführte Pflanzen in einer gesamten Pflanzengemeinschaft besuchen, ist nicht genau bekannt. Das Verständnis der Bedeutung eingeführter Pflanzen für Bestäuber könnte dazu beitragen, die Bewirtschaftung dieser Pflanzen und die Erhaltung des Lebensraums von Bestäubern zu steuern. Wissenschaftler untersuchten daher, wie die Blütenfülle und die Präferenz der Bestäuber die Besuche der Bestäuber bei 30 eingeführten Pflanzen im Vergleich zu 24 einheimischen Pflanzen im US-Bundesstaat New York beeinflussten.
Eine Studie zeigt mithilfe empirischer Daten und eines mathematischen Modells, wie sich Landschaften auf die Interaktion von Bienen und Blumen auswirken, und wie miteinander verbundene Netzwerke von Pflanzen und Bestäubern die Ausbreitung von Krankheiten bei Bienen beeinflussen.
Honigbienen leben kürzer, wenn sie den Pestiziden Sivanto oder Transform ausgesetzt werden – in Dosen, die den Herstellerempfehlungen entsprechen. Beide Pestizide wirken wie Neonicotinoide, sollen aber für Bienen besser verträglich sein.
Es kommt nicht nur auf blühende Pflanzen für Bienen als Nahrung an. Denn Bienen gleichen mit der Nahrungsaufnahme ein bestimmtes Verhältnis zwischen Protein und Lipiden aus Pollen verschiedener Blüten aus.
Mehr als 80 % der Blütenpflanzen weltweit vermehren sich durch die Übertragung von Pollen. Dies kann durch Wind, Wasser oder Bestäuber erfolgen. In einer Studie entdeckten Forscher, dass sich stacheliger Pollen einer einheimischen wilden Löwenzahnart in den südlichen Rocky Mountains so entwickelt hat, dass er besser an Hummeln haftet.
Im Regenwald der künstlichen Insel Barro Colorado in Panama wurde eine ungewöhnliche Biene geboren und von Wissenschaftlern entdeckt: Die Biene entsprach linksseitig einem Männchen und rechtsseitig einem Weibchen.
Auswirkungen einzelner landwirtschaftlicher Pestizide auf Honigbienen sind inzwischen recht gut untersucht. In die Umwelt werden aber auch andere Insektizide eingebracht, etwa zur Bekämpfung von Moskitos. Zu ihrer Wirkung gegenüber Honigbienen gibt es bisher nur wenige Untersuchungen.
Eine Studie liefert den Nachweis für eine transitive Inferenz bei einem Nicht-Wirbeltier – Papierwespen –, also die Fähigkeit, bekannte Beziehungen zu nutzen, um auf unbekannte Beziehungen zu schließen.
Honigbienen können Hotspots für die Übertragung von Viren auf Wildbienen sein. Viele wildlebende Hummel-Arten sind rückläufig und neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Krankheiten, die von Honigbienen verbreitet werden, ein Hauptverursacher sein können.
In der Republik Südafrika finden sich zwei Unterarten der Westlichen Honigbiene, die Ostafrikanische Hochlandbiene und die Kapbiene. Biologisch und ökonomisch besitzen beide Unterarten Bedeutung. Äußerlich sind beide Unterarten nicht voneinander zu unterscheiden. In einer Studie haben Wissenschaftler daher mithilfe von Genotyping-by-Sequencing (GBS), Flügelgeometrie und herkömmlicher Morphometrie-Herangehensweise nach Unterschieden gesucht, um Marker zu finden, mit deren Hilfe beide Unterarten sicher unterschieden werden können.
Forscher haben ein Gen entdeckt, das für Farbunterschiede innerhalb einer Hummel-Art verantwortlich ist. Diese Entdeckung hilft, die sehr unterschiedlichen Farbmuster bei Hummel-Arten zu erklären und wie sich Mimikry entwickelt, wenn Individuen in einem Gebiet, ähnliche Farbmuster annehmen.
Die Varroa-Milbe ist in den Jahren 2007/2008 auf der Big Island von Hawaii eingeführt worden.
Viren, bei denen die Milbe als Vektor bei Honigbienen dient, trifft man ebenso bei Westlichen Wespen an. Mit der Ankunft der Varroa hat sich die genetische Vielfalt dieser Viren verändert – auch bei den Wespen.
Parasiten bilden einen wesentlichen Faktor für das Sterben von Honigbienen-Völkern. Nosema ceranea und Nosema apis sind Parasiten, die sich in bestimmten Regionen der Welt und zu bestimmten Jahreszeiten für Honigbienen als besonders bedrohlich erweisen. Eine exakte Diagnose der Parasiten-Sporen erfolgt mithilfe eines Lichtmikroskops in einem Labor.
Das Flügeldeformationsvirus hat sich für Honigbienen als bedrohlich entwickelt. Die Varroa-Milbe dient als Vektor für das ansonsten weit weniger gefährliche Virus. Es sorgt dafür, dass das Gehirn der Biene so funktioniert, als wäre sie älter als sie in Wahrheit ist.
Ein Online-Tool namens Beescape ermöglicht es Imkern, spezifische Stressfaktoren besser zu verstehen, denen Bienen ausgesetzt sind. Doch auch alle anderen, die an (Wild-)Bienen interessiert sind, gibt es wertvolle Einblicke in die Umwelt.
In einer vergleichenden Studie haben Wissenschaftler die Verteilung, die Häufigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt und Viruslast der drei DWV-Varianten (DWV-A, -B und -C) auf Kolonieebene in England, Wales und 32 US-Bundesstaaten untersucht. Die Sterblichkeit der Völker in der Studie wurde ebenfalls aufgezeichnet, um die Auswirkungen der unterschiedlichen Stämme des Flügeldeformationsvirus auf Ebene der Völker besser zu verstehen.
Ein aktiver Eiweißbestandteil von Gelée Royale hilft Honigbienen dabei, neue Königinnen zu schaffen. Forscher haben ein ähnliches Protein bei Säugetieren identifiziert, das kultivierte embryonale Stammzellen pluripotent hält.
Honigbienen werden vom Menschen gerne wegen ihrer Bestäubungsleistungen in der Landwirtschaft eingesetzt. In Ländern wie den Vereinigten Staaten ist ihre Sterblichkeit jedoch auf ein nicht nachhaltiges Niveau gestiegen. Eine bedeutende Ursache sind riesige Monokulturen, die weniger geeignete Nahrungsquellen für Honigbienen bieten. Vor allem im Mittleren Westen der USA gibt es einen Trend zur Wiederherstellung ursprünglich einheimischer Prärie-Lebensräume. Die Frage ist, ob die renaturierte Prärien die Ernährungsgrundlagen von Honigbienen wesentlich verbessern kann, wenngleich Honigbienen in den Vereinigten Staaten und damit in der Prärie nie heimisch waren.
Hummeln zählen zu den wichtigen Bestäubern unter den Insekten und sie müssen mit vielen Belastungen in der Umwelt zurechtkommen. Wenn sie Pollen und Nektar von Pflanzen aufnehmen, die auf belasteten Böden wachsen, nehmen sie auch das Spurenelement Selen auf. Eine hohe Belastung mit Selen kann das Mikrobiom der Hummeln belasten und damit ihre Überlebensrate verringern.
Insekten mit einer Diapause, eine Ruhepause, bei der der Stoffwechsel herabgesetzt ist, durchlaufen vor ihrem Eintritt in Dieselbige meist eine Zeit, in der sie Nährstoffe im Körper einlagern, um die Diapause zu überstehen. Hummel-Königinnen überwintern ebenfalls in einer Diapause, bevor sie im Frühling ein neues Volk begründen. Ihre Ernährung hat dabei eine besondere Bedeutung.
Bienen kennen das Konzept von Null und können auch zählen, wie schon frühere Studien gezeigt haben. Die Fähigkeiten, einfache numerische Aufgaben der Mathematik zu lösen, zeigt jetzt eine weitere Studie, die jedoch auch die Strategie der Honigbiene in einem Computermodell nachbildet.
Hanf genießt in den Agrarlandschaften der Vereinigten Staaten als schnell wachsende Nutzpflanze eine zunehmende Bedeutung. Bestäubt wird die Pflanze ausschließlich über Wind; Nektar fehlt ihr, aber sie produziert reichlich Pollen, der für eine Reihe von Bienen-Arten attraktiv sein könnte.
Honigbienen sind in der Region San Diego die am weitesten verbreiteten und reichlich vorhandenen Bestäuber von Wildpflanzen. Sie machen dort etwa drei Viertel aller beobachteten Bestäuber aus. Honigbienen beschränken sich bei ihrer Futtersuche aber auf die am häufigsten blühenden einheimischen Pflanzenarten. Und dort machen sie im Einzelfall mehr als 90 Prozent der Bestäuber aus.
Eine erhöhte Konzentration von Hydroxymethylfurfural (HMF) steht für eine Qualitätsverschlechterung bei Honig als Lebensmittel. Doch wie beeinträchtigt HMF im Honig die Gesundheit und das Überleben der Bienen selbst? In einer Studie haben Wissenschaftler dazu die Auswirkungen von HMF auf die Langlebigkeit von Honigbienen ermittelt.