Vereinigte Staaten

Probiotische Behandlungen lindern Störungen der Darmmikrobiota

In einigen Ländern wie den Vereinigten Staaten ist die Behandlung von Honigbienen mit Antibiotika zulässig – gegen das sporenbildende Bakterium Paenibacillus larvae, das die Amerikanische Faulbrut auslöst. Eines der zugelassenen Antibiotika ist Tylosin. In einer Studie wurde untersucht, wie sich eine Tylosin-Behandlung bei Honigbienen auf die Darmmikrobiota der Honigbienen und damit ihre Anfälligkeit für bakterielle Krankheitserreger auswirkt.

Fungzid mit Auswirkungen auf die Lernleistung von Honigbienen

Landläufig gelten in der Landwirtschaft ausgebrachte Fungizide als sicher für Bestäuber wie Honigbienen. Es mehren sich jedoch Studienergebnisse, dass sie nicht nur Auswirkungen auf das Mikrobiom der Bienen nehmen, sondern ebenso für eine Reihe von verhaltensbezogenen und physiologischen subletalen Auswirkungen verantwortlich sind. In einer Studie haben Wissenschaftler die Auswirkungen des Fungizids Pristine hinsichtlich der Lernfähigkeit bei Honigbienen näher untersucht.

Anpassung unter Extrembedingungen

Einheimische Bienen-Arten im US-kalifornischen Central Valley leiden unter dem Stress riesiger Monokulturen und des Klimawandels. Einige finden aber dennoch ihren Weg und passen ihr Bestäubungsverhalten flexibel an, wenn sie sich in der Nähe anderer Wildbienen-Populationen befinden, um in schrumpfenden Lebensräumen am besten zu überleben.

Unterschiedliche Mikrobiota in verschiedenen Lebensräumen

Die Mikrobiota bei Honigbienen steht in enger Beziehung zur unmittelbaren Umwelt wie eine Studie zeigt, in der Hefe- und Bakteriengemeinschaften bestimmt wurden. Sie stammten aus Blütenpollen, Bienenbrot, Gemüll, Darminhalten sowie der Körperoberfläche von Ammen- und Sammelbienen. Verglichen wurde die Mikrobiota von Honigbienen aus zwei gänzlich verschiedenen Landschaften: Minas Gerais in Brasilien und Maryland in den Vereinigten Staaten.

Schwebfliegen mit hohem Bestäuberpotenzial

Eine Studie in den Vereinigten Staaten zeigte, dass von mehr als 2.400 Bestäuber-Besuchen bei Blumen auf städtischen und ländlichen Farmen etwa 35 % von Fliegen erbracht wurden – die meisten davon waren Schwebfliegen. Bei einigen Pflanzen, darunter Erbsen, Grünkohl und Lilien, waren Fliegen die einzigen beobachteten Bestäuber. Insgesamt waren Bienen aber immer noch am häufigsten und machten etwa 61 % der Besuche aus; der Rest entfiel auf andere Insekten.

Aufforstung von Wäldern sichert Bienen Überleben

Der Rückgang der Artenvielfalt trifft insbesondere Arten, die auf Lebensräume in Wäldern angewiesen sind. Sie gehören aufgrund des weit verbreiteten Rückgangs von Wäldern zu den am stärksten gefährdeten Arten - weltweit. Der Verlust von Wäldern schadet auch Bienen, die auf Wälder angewiesen sind, doch sogar junge Wälder sind eine wertvolle Ressource für ihren Erhalt und sie nutzen sogar den Habitat-Generalisten.

Honigbienen reagieren auf niederfrequente Felder

Honigbienen sind vielen unterschiedlichen Stressfaktoren in ihrer Umwelt ausgesetzt. In einer Studie hat ein Team von Wissenschaftlern untersucht, wie sich das Neonicotinoid Clothianidin und niederfrequente Felder mit 50 Hz auf Honigbienen auswirken. Niederfrequente Felder gehen im Haushalt von Elektrogeräten und von Stromleitungen aus; sie haben in Europa typischerweise die Netzfrequenz von 50 Hz. 

Ein Blick in die heiße Zukunft

Im US-Bundesstaat Michigan leben 465 Bienenarten, von denen jede eine besondere Rolle im Ökosystem einnimmt. Während einer 15-jährigen Studie mit Wildbienen, die während ihrer Blütezeit Blaubeerfelder besuchten, erhielten Forscher einen unerwarteten Einblick in die Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf die Bienen-Populationen.

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