Bienen in den australischen Alpen

  • Veröffentlicht am: 29.10.2018
Strohblumen aus der Gattung Helichrysum am Mount Hotham. Foto: John O'Neill, Public Domain

Für Europäer mutet es surreal an, aber in Australien gibt es durchaus hochalpine Landstriche. Wissenschaftler haben sich in der alpinen Region des Bundesstaates Victoria das Ökosystem der Bestäuber genauer angeschaut.

Bienen gelten in vielen Ökosystemen als die wichtigsten Pflanzenbestäuber. Viele australische Ökosysteme sind wissenschaftlich bislang nur schlecht untersucht, einschließlich der alpinen Region. In einer aktuellen Studie haben Forscher die Bestäubung einheimischer Pflanzen durch Bienen näher untersucht.

Dabei haben sie sich die alpine Region des Bundesstaates Victoria vorgenommen und den Grad der Spezialisierung sowie die Abhängigkeiten im Netzwerk untersucht, um die Robustheit des Ökosystems gegenüber Störungen zu erkennen.
Die Wissenschaftler stellten Beobachtungen an und sammelten Proben an zehn Standorten in der Region der Bogong High Plains des Mount Hotham. Insgesamt wurde ein geringer Spezialisierungsgrad festgestellt. Einundzwanzig einheimische und eine nicht einheimische Bienenart wurden beobachtet, die 46 der 67 ermittelten Blumenarten besuchten. Die eingeführte Westliche Honigbiene Apis mellifera besaß eine große Überlappung mit den endemischen Bienenarten. Diese Konkurrenz kann die Chancen der einheimischen Bienen durchaus signifikant verringern. Das eingeführte Gewöhnliche Ferkelkraut Hypochaeris radicata war am häufigsten anzutreffen und wurde auch am meisten von allen Bienenarten aufgesucht.

Das in dieser Studie entwickelte Netzwerk sehen die Forscher als ersten Schritt zum Verständnis von Bestäubungssystemen in einer (sub)alpinen Region und als Grundlage künftiger Vergleiche.

Der Zugang zur Studie ist beschränkt (Paywall).
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