Pestizide belasten Kolibris und Hummeln

  • Veröffentlicht am: 16.07.2018
Eine Kolibri-Aufnahme während der Studiendurchführung. Foto: Wiley/Tristran Coatta

Kolibris und Hummeln sind wichtige Bestäuber von Wild- und Nutzpflanzen. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Kolibris und Hummeln in großem Umfang Neonicotinoiden und anderen Pestiziden ausgesetzt sind.

Um die Exposition gegenüber Pestiziden bei den schnellen Vögeln zu messen, griffen die Wissenschaftler für ihre Untersuchungen auf Kloakenflüssigkeit und Kot von Kolibris zurück, die in der Nähe von Blaubeerfeldern in der kanadischen Provinz British Columbia anzutreffen sind. Sie fingen ebenso in Kanada heimische Hummeln und ihren Pollen; darüber hinaus sammelten sie Blaubeerblätter und -blüten aus konventionellen und biologisch geführten Blaubeeranbaubetrieben.

Die Forscher ermittelten Pestizide und damit verwandte Verbindungen in der Kloakenflüssigkeit und den Fäkalpellets von Kolibris, die zum ersten Mal zeigen, dass Kolibris Pestizidexpositionen ausgesetzt sind und diese im Körper ansammeln. Darüber hinaus enthielten Hummeln, ihr Pollen und die Blaubeerblüten Pestizide mit einer hohen Konzentration des Insektizids Imidacloprid – ausgerechnet im Pollen von Biobetrieben.

„Kolibris und Hummeln sind wichtige Bestäuber von Wild- und Nutzpflanzen und ihr Überleben steht aufgrund ihres hohen Energiebedarfs jeden Tag auf Messers Schneide", so Studienautorin Dr. Christine Bishop von Environment and Climate Change Canada. „Eine Pestizid-Belastung bei diesen Tieren kann Auswirkungen auf ihre Gesundheit und die Ökosystemdienstleistungen haben, die sie für Menschen und Wildtiere bereitstellen.“

Der Zugang zur Studie ist beschränkt (Paywall).
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