Kanada

Reger Austausch von Krankheiten bei Hummeln

Obstproduzenten in Kanada verwenden kommerzielle Kolonien der Gemeinen östlichen Hummel, um die Bestäubung von Nutzpflanzen durch einheimische Bienen zu ergänzen. Eine kleine Anzahl Bauern auf der Insel Neufundland verzichtet auf den Erwerb neuer, im Labor gezüchteter Hummelvölker, sie kaufen stattdessen Völker aus anderen Provinzen auf, die dort schon ihre Bestäubungsarbeit verrichtet haben. Zwischen diesen Völkern und den einheimischen Hummeln kommt es allerdings zur Übertragung von Krankheiten.

Neue Hoffnung für Nordamerikas seltenste Bienenart

Die Macropis-Kuckucksbiene ist eine der seltensten Bienen in Nordamerika, besonders wegen ihrer  ökologischen Nische, in der sie sich eingerichtet hat. Sie ist ein Nestparasit von Ölbienen der Gattung Macropis, die ihrerseits auf Blüten der Pflanzengattung Lysimachia angewiesen sind. Forscher haben nun entdeckt, dass die Kuckucksbiene ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet massiv ausgeweitet hat.

15 neue Arten Kuckucksbienen entdeckt

Kuckucksbienen legen ihre Eier unauffällig in die Nester anderer Bienenarten. Die Kuckuckskinder töten die Wirtslarve oder fressen das Wirtsei und ernähren sich von dem eingelagerten Pollen. Neun neue Arten dieser heimlichen Bienen wurden in Sammlungen und Museen in ganz Nordamerika gefunden; sechs weitere sind auf eine unveröffentlichte jahrzehntealte akademischen Arbeit zurückzuführen.

Kleine Felder gut für Wildbienen und bessere Ernteerträge

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass in Agrarlandschaften mit kleinen Feldern mehr Wildbienen vorkommen als in Landschaften mit großen Feldern. Und das höhere Aufkommen von Wildbienen führte zu einer verbesserten Bestäubung der dort angebauten Pflanzen. Überraschenderweise fanden sich weniger Wildbienen in Landschaften, in denen viele verschiedene Feldfrüchte angebaut wurden.

Forschung zu Antibiotika-Alternativen mithilfe Honigbienen

Antimikrobielle Resistenz bei Bakterien nehmen stetig zu. Jedes Jahr sterben nach Schätzungen allein in den Ländern der Europäischen Union rund 25.000 Menschen an schweren Infektionen mit resistenten Bakterien. Bakterien, die aus einer Gesundheitseinrichtung stammen. In Kanada wurden jetzt Bundesmittel zur Erforschung neuer Strategien einer künftig erfolgreichen Krankheitsbekämpfung freigegeben. Fledermäuse und Honigbienen sollen dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Neonicotinoid Thiamethoxam setzt Hummel-Populationen zu

Hummelköniginnen haben es in der Natur ohnehin schon schwer genug, das Überleben ihrer Art zu sichern. Sie müssen dazu im Laufe ihres einjährigen Lebens eine Reihe von Hindernissen bewältigen: Bei der Überwinterung verlieren sie fast ihre gesamten Fettreserven, werden von Parasiten und Räubern bedroht. Darüber hinaus machen ihnen schlechtes Wetter und mangelnde Nahrungsressourcen zu schaffen. Der Erfolg, ein Hummelvolk aufzubauen, geht noch deutlich zurück, wenn eine Königin durch das Neonicotinoid Thiamethoxam belastet wurde.

Wildbienen für mehr Blaubeeren

In der Region Côte-Nord in der kanadischen Provinz Québec gibt es noch ein großes Potenzial für den Anbau von Blaubeeren. Was fehlt, sind allerdings Bienen zur Bestäubung. Inzwischen weiß man aus einer anderen Studie, die in Nordamerika durchgeführt wurde, dass Honigbienen für die Bestäubung nur bedingt geeignet sind, da sie die Blüten der Blaubeeren tendenziell meiden.

Kanada überprüft Zulassung von Imidacloprid

Bevor Pestizide in Kanada in den Handel gelangen dürfen, benötigen sie eine Zulassung der Health Canada’s Pest Management Regulatory Agency (PMRA). Die Zulassung wird in regelmäßigen Abständen überprüft; soweit Hinweise auf neue wissenschaftliche Daten vorliegen, kann der Zeitpunkt für eine neuerliche Überprüfung vorgezogen werden. Das ist nun im Fall von Imidacloprid geschehen.

Verbreitung des Kleinen Beutenkäfers in Kanada befürchtet

Für die Bestäubung von Blaubeeren sollen 5.000 Bienenvölker von Ontario nach Nova Scotia geschafft werden. Ohne eine entsprechende Notmaßnahme fürchten die Landwirte um ihre Erträge und einen entsprechenden wirtschaftlichen Schaden. Damit einher geht jedoch die Gefahr, dass sich der Kleine Beutenkäfer ausbreitet. Eine Situation, die der europäischen sehr ähnlich ist.

Internationaler Design-Wettbewerb für Bienenhaus

Die Universität von Manitoba hat einen internationalen Wettbewerb für Studenten und Designer ausgeschrieben, bei dem es um die Entwicklung eines Bienenhauses geht. Das Bienenhaus soll erst als Prototyp entstehen und dann in einer kleinen Serie von mehr als 100 Exemplaren in der Praxis erprobt werden. Mithilfe der Bienenhäuser wollen die Verantwortlichen gesunde Lebensbedingungen für die Bienenvölker in urbanen Regionen schaffen.