Satelliten-Technologie für Honigbienen

  • Veröffentlicht am: 24.05.2019
Honigbienen soll überall geholfen werden, notfalls auch mit Technik aus dem All. Foto: NASA/Unsplash, CC0 Creative Commons

Bienen im Weltall? Nicht ganz, aber ein Satellitenbetreiber hilft bei der globalen Überwachung von Bienenvölkern und sendet die Daten aus den Völkern via Satellit zur weiteren Analyse ins Rechenzentrum.

Das Unternehmen ApisProtect nutzt die „Internet of Things“-Technologie (IoT), um die Gesundheit von Honigbienen zu überwachen. Ziel einer neuen Zusammenarbeit mit dem britischen Unternehmen Inmarsat, das Mobilfunk über Satelliten betreibt, ist die Entwicklung einer global skalierbaren IoT-Lösung für vernetzte Bienenvölker.

ApisProtect hat eine Lösung entwickelt, die den Verlust von Bienenvölkern eindämmen und den Ertrag kommerzieller Imker verbessern und die Verwaltung von Bienenstöcken erheblich vereinfachen soll. Inmarsat unterstützt ApisProtect als globaler Partner, um sicherzustellen, dass die Lösung überall auf der Welt bereitgestellt werden kann.

Sensoren und Technologien für maschinelles Lernen bieten ein 24-Stunden-Frühwarnsystem und Hilfestellungen, damit Imker gefährdeten Bienenvölkern sofortige Aufmerksamkeit schenken und die Gesundheit der Bienen und die Produktivität der Bienenvölker verbessern können. Die Lösung besteht aus einer ApisMonitor-Einheit, die sich in dem jeweiligen Bienenvolk befindet und über das „Long Range Wide Area Network“ (LoRaWAN) von und die BGAN-Satellitenkonnektivität von Inmarsat mit einer für die Messung der Bienengesundheit optimierten Analyseplattform verbunden ist. Dies wiederum ermöglicht die Analyse per maschinellem Lernalgorithmus zur Früherkennung von Problemen bei der Bienengesundheit.

Inmarsat und ApisProtect tätigen in der nächsten Projektphase eine gemeinsame Investition, um die Effektivität der Datenerfassung und -analyse in verschiedenen Klimazonen und bei unterschiedlichen Bienenarten in Großbritannien, Irland, weiteren europäischen Ländern, den USA und Südafrika noch bis Ende des Jahres zu demonstrieren. Das Projekt umfasst die Zusammenarbeit mit einigen der weltweit führenden Bienenforscher und -organisationen; aktuell wird bereits die Gesundheit von über 10 Millionen Honigbienen in Bienenstöcken in Europa, Südafrika und Nordamerika überwacht.

„Ohne eine gesunde Bienenpopulation könnte es weltweit zu einer schweren Nahrungsmittelknappheit kommen. Aus diesem Grund haben wir ein fortschrittliches System entwickelt, um die aktuelle Bevölkerungszahl zu überwachen und in Echtzeit Einblicke zu ermöglichen, um Imkern zu helfen, die Gesundheit und Produktivität in ihren Kolonien zu steigern“, so Dr. Fiona Edwards Murphy, Mitbegründerin und CEO von ApisProtec.

„ApisProtect wird Imkern umsetzbare Erkenntnisse liefern, die sie über den Zustand ihrer Bienenvölker informiert, problematische Kolonien identifiziert. Das System wird eine Vielzahl von Maßnahmen vorschlagen, um die Kolonien gesund zu halten und Verluste zu verhindern, und ein 24-Stunden-Frühwarnsystem bereitstellen. Dadurch können Imker auch im Problemfall früher eingreifen und so die Kosten senken.

Viele Bienenstöcke befinden sich weltweit an abgelegenen Orten, daher hat ApisProtect einen Partner gesucht, der das Projekt mit industriellem IoT-Know-how und Technologien zur Datenübermittlung unterstützen kann.

„Wir sind unglaublich stolz darauf, mit ApisProtect zusammenzuarbeiten, um den Rückgang der Bienenpopulationen weltweit zu verringern und eine effiziente Bestäubung der Pflanzen zu unterstützen“, so Paul Gudonis, Präsident von Inmarsat Enterprise. „Durch die Kombination der bahnbrechenden Sensor- und Maschinentechnologie von ApisProtect mit unseren weltweit führenden Konnektivitätsfunktionen und unserem IoT-Know-how erhalten Imker ein leistungsstarkes Instrument zur Unterstützung der Gesundheit ihrer Bienen. Die Stabilität und Zuverlässigkeit der Konnektivität ist für diese Lösung von großer Bedeutung, da das kontinuierliche Hochladen von Daten für das Verständnis der Echtzeitgesundheit von Bienenvölkern unerlässlich ist. Wir hoffen, dass diese Partnerschaft den Imkern dabei hilft, starke, gesunde Völker zu behalten und die globale Bienenpopulation erhöht.“

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