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Auswirkungen von Ernährungsstress bei Hummeln artspezifisch

Hummeln sind ökologisch und ökonomisch wichtige Bestäuber und Ernährungsstress ist ein bedeutender Faktor für ihren Rückgang. Das Wissen über den Nährstoffbedarf von Hummeln beschränkt sich jedoch weitgehend auf die Arten, die im Labor leicht aufgezogen werden können. Langzüngige Hummeln zählen dazu nicht, sind ökologisch aber besonders wertvoll. Wissenschaftler haben nun die Auswirkungen unterschiedlicher Pollendiäten auf Ackerhummeln und Gartenhummeln untersucht.

Beistoffe in kommerziellen Fungiziden müssen reguliert werden

Ein Zusatzstoff in kommerziell genutzten Fungiziden beeinflusst die Gesundheit von Hummeln deutlich: Viele sterben, die übrigen erleiden erhebliche Gesundheitsschäden. Es sind Alkoholethoxylate als Beistoffe, die schwere Darmschäden verursachen können. Sie können zu Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und einer signifikant höheren Sterblichkeit bei Hummeln führen.

Kein Plan Bee

Honigbienen und vor allem Wildbienen, darunter auch Hummeln, sind aufgrund ihrer Rolle bei der Bestäubung für das Ökosystem von entscheidender Bedeutung. Ihre Populationen sind aber rückläufig – unter anderem aufgrund von Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung und dem Einsatz von Pestiziden. Dave Goulson, Bienenexperte und Professor an der Universität Sussex warnt vor einer Zukunft ohne Bienen, wenn nicht auch die Konsumenten ihre Kaufgewohnheiten für Lebensmittel ändern.

Potenzielle Bestäuber vielfach unbekannt

Eine Fallstudie macht auf potenzielle Bestäuber aufmerksam, die noch nicht als Bestäuber von Nutzpflanzen erfasst wurden, aber gleichwohl mit hoher Wahrscheinlichkeit zur landwirtschaftlichen Produktivität beitragen. Die Wissenschaftler bezeichnen sie als die vernachlässigte Vielfalt der Bestäuber von Kulturpflanzen. Bisher werden sie aus Unkenntnis aus Erhaltungsstrategien und Landnutzungsplanungen ausgeschlossen.

Honigbienen reagieren auf niederfrequente Felder

Honigbienen sind vielen unterschiedlichen Stressfaktoren in ihrer Umwelt ausgesetzt. In einer Studie hat ein Team von Wissenschaftlern untersucht, wie sich das Neonicotinoid Clothianidin und niederfrequente Felder mit 50 Hz auf Honigbienen auswirken. Niederfrequente Felder gehen im Haushalt von Elektrogeräten und von Stromleitungen aus; sie haben in Europa typischerweise die Netzfrequenz von 50 Hz. 

Der Wert der Wespen

In einer Meta-Studie wertete ein Team von Wissenschaftlern mehr als 500 wissenschaftliche Arbeiten aus, um zusammenzustellen, wie die weltweit zehntausenden Wespen-Arten nicht nur wichtig für die jeweiligen Ökosysteme sind, sondern ebenso nützlich für Menschen. Es wird Zeit, endlich auch Wespen zu lieben.

Wettbewerb zwischen Honigbienen und Wildbienen in Dänemark

Insekten und insbesondere Bestäuber sind in Nordwesteuropa und Nordamerika rückläufig. Da die Bestäubung für die Ökosysteme der Natur wichtig sind, ist der Rückgang der Anzahl bestäubender Insekten besorgniserregend. Ein wiederkehrendes Problem ist der potenzielle Wettbewerb um Nahrungsressourcen zwischen Wildbienen und Honigbienen. Neue Richtlinien in Bezug auf die Bewirtschaftung natürlicher Gebiete sind notwendig, wenn dort wildbestäubende Insekten leben.

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