Logische Hummeln
Logisches Denken ist eine Fähigkeit, die auch Hummeln beherrschen, wie neue Forschungsergebnisse zeigen.
Logisches Denken ist eine Fähigkeit, die auch Hummeln beherrschen, wie neue Forschungsergebnisse zeigen.
Die Sterblichkeit von Honigbienen kann erheblich reduziert werden, indem sichergestellt wird, dass Behandlungen gegen die parasitäre Varroa-Milbe innerhalb bestimmter Zeiträume erfolgen, wie eine neue Studie zeigt.
Studien an Hummeln haben in der Vergangenheit mit einer Reihe von Vorurteilen gegen die träge wirkenden Insekten aufgeräumt und erstaunliches zu Tage gefördert: Hummeln sind Frühaufsteher und sie können Spaß am Ballspielen haben. Eine aktuelle Studienveröffentlichung zeigt, dass die flauschigen Bestäuber sogar mehrstufige Aufgaben durch soziale Interaktion erlernen können. Ein derartiges soziales Lernen wurde bisher nur dem Menschen zugeschrieben.
Die Belastung mit Neonicotinoiden wirkt auf verschiedene Körperteile von Hummeln ganz unterschiedlich. Die Konsequenzen von Pestiziden sind alles andere als einheitlich.
Belastungen mit Schwermetallen in der Nahrung stellen eine wachsende Bedrohung für viele Tiere dar. Davon betroffen sind auch bestäubende Insekten wie Bienen. Toxische Auswirkungen von Schwermetallen auf Bienen sind gut dokumentiert, nicht aber ihre Fähigkeiten, entsprechend kontaminierte Nahrungsquellen zu erkennen und zu meiden.
Bienen und andere nützliche Insekten werden im Vergleich zu Pflanzenschädlingen überproportional durch Luftverschmutzung geschädigt.
Ein Team von Wissenschaftlern untersuchte die genetische Programmierung des komplexen, kooperativen Verhaltens von Honigbienen, so dass es an nachfolgende Generationen weitergegeben werden kann. Sie fanden die Antwort im sogenannten doublesex-Gen (dsx).
Hummeln reagieren auf ein ungünstiges Ereignis mit einer Reaktion, die menschlichen Emotionen ähnelt. Sind sie gestresst, fallen sie häufiger pessimistisch auf: Ihre Erwartungen an eine Belohnung fallen deutlich geringer aus.
Der Aufbau von Solarpanelen auf großen vormals landwirtschaftlich genutzten Feldern zur Stromerzeugung steht in Konkurrenz zur Erzeugung von Nahrungsmitteln für den Menschen. Dass diese Art der Flächenversiegelung nicht ausschließlich negativ sein muss, zeigt eine Studie aus Großbritannien. Dort stellen Solarparks - bei richtiger Verwaltung - wichtige Ressourcen bereit, um den Rückgang von Bienen- und Schmetterlings-Populationen einzudämmen.
Viele Bienen besuchen während eines Nahrungsausflugs nur eine Blütenart und zeigen damit Blütenkonstanz. Sie ist wichtig für die Pflanzenreproduktion, kann aber zu einer unausgewogenen Ernährung führen, insbesondere in Landschaften mit einer ohnehin reduzierten Artenvielfalt. Es wird angenommen, dass Blütenkonstanz die Nahrungsvielfalt bei sozialen Bienen wie Honigbienen oder Hummeln nicht verringert, dies wurde jedoch noch nicht weiter untersucht.
Honigbienen sind ziemlich schnell und genau, wenn es darum geht, welche Blüten sie auf der Suche nach Nektar besuchen. Ihr hoher Grad an Entscheidungskompetenz könnte die Entwicklung effizienterer Roboter und autonomer Maschinen vorantreiben.
Städte sind kein natürlicher Lebensraum für Wildtiere. Dort überleben nur Tierarten, deren Lebensweise mit dem städtischen Umfeld vereinbar ist. In einer Studie wurden die Eigenschaften von wildlebenden Stadttieren untersucht und deren Überlebensstrategien identifiziert. Diese Kenntnisse sollten bei der Planung von Grünflächen berücksichtigt werden, um die Artenvielfalt in Städten zu unterstützen.
Infektiöse und parasitäre Erreger - „Infectious and parasitic agents“, kurz IPAs - und mit ihnen verbundene Krankheiten sind große Umweltstressoren, welche die Gesundheit von Bienen gefährden. Dies geschieht sowohl allein durch den jeweiligen Erreger als auch im Zusammenspiel mit weiteren Stressfaktoren.
Das Pflanzen von Blumen neben Nutzpflanzen auf Bauernhöfen in Indien lockt Bienen an, fördert die Bestäubung und verbessert den Ernteertrag und die Qualität.
In Europa als „bestäuberfreundlich“ in den Handel gebrachte Pflanzen starten im Frühjahr bis zu einen Monat zu spät mit ihrer Blüte, um einen wirksamen Beitrag zum Schutz von Wildbienen leisten zu können. Andere Frühblüher könnten Abhilfe schaffen.
Eine neue angepasste Zuchtlinie der Westlichen Honigbiene zeigt große Fortschritte im weltweiten Kampf gegen die parasitäre Varroa-Milbe.
Ein Team von Forschern hat ein Kamerasystem entwickelt, das es Ökologen und Filmemachern ermöglicht, Videos mit farbigen Bildern zu produzieren, und zwar so wie die unterschiedlichen Tiere sie in ihrer natürlichen Umgebungen wahrnehmen.
Eine neue Studie hat gezeigt, dass Hummeln neue Verhaltensweisen annehmen, indem sie andere Bienen beobachten und von ihnen lernen. Dieses neue Verhalten kann sich dann in einer Kolonie ausbreiten.
Hummeln treffen bei der Nahrungssuche Entscheidungen, um die Nektarmenge zu maximieren, die sie sammeln.
Anfang 2024 wird das Europäische Parlament über das „Gesetz zur Wiederherstellung der Natur“ abstimmen. Die Verordnung hat das Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt in Europa aufzuhalten und umzukehren. Ein Team von Wissenschaftlern hat untersucht, wie erfolgversprechend das Gesetz ist.
Auf landwirtschaftlichen Flächen häufig eingesetzte Pestizide fügen Hummeln erheblichen Schaden zu. Daten von 106 Standorten in acht europäischen Ländern zeigen, dass die verschärften Pestizidvorschriften nicht genügen, Hummeln wirksam zu schützen.
Mikrobiome gelangen immer stärker in den Fokus, wenn es um die Gesundheit eines Organismus geht. In Gesellschaften eusozialer Insekten sorgen die häufigen sozialen Interaktionen für eine Übertragung von Mikroben über Generationen hinweg. Wirt und Mikrobe haben sich evolutionär häufig zusammen entwickelt.
Aufgrund von Luftverschmutzung haben Bienen Schwierigkeiten, Blüten aufzusuchen. Denn mit der Luftverschmutzung sinkt die Fähigkeit der Bienen, die eigentlich über große Distanzen leitenden Duftstoffe der Blüten wahrzunehmen.
Hummeln verfügen über eine bemerkenswert erfolgreiche Methode zur Bekämpfung Asiatischer Hornissen, obwohl sich beide Arten nicht parallel im selben Lebensraum aufeinander anpassen konnte.
Nachtbestäuber wie Nachtfalter übernehmen mehr Bestäubungsleistungen als bisher angenommen und sie sind dem Druck der Urbanisierung wahrscheinlich weniger gut gewachsen, als Bienen.