Nosema-Erreger der Honigbienen breitet sich bei Wildbienen aus
Eine aktuelle Studienveröffentlichung zeigt wie sich die bei Honigbienen häufigen Mikrosporidien Nosema ceranae und N. apis in Bienengemeinschaften des Mittelmeers verbreiten.
Eine aktuelle Studienveröffentlichung zeigt wie sich die bei Honigbienen häufigen Mikrosporidien Nosema ceranae und N. apis in Bienengemeinschaften des Mittelmeers verbreiten.
Eine Fallstudie macht auf potenzielle Bestäuber aufmerksam, die noch nicht als Bestäuber von Nutzpflanzen erfasst wurden, aber gleichwohl mit hoher Wahrscheinlichkeit zur landwirtschaftlichen Produktivität beitragen. Die Wissenschaftler bezeichnen sie als die vernachlässigte Vielfalt der Bestäuber von Kulturpflanzen. Bisher werden sie aus Unkenntnis aus Erhaltungsstrategien und Landnutzungsplanungen ausgeschlossen.
Bevor Hummeln ihr Nest verlassen, um zur Nahrungssuche aufzubrechen, nehmen sie eine Mischung aus Koffein, Zucker und Blütenaromen zu sich. Das kommt vielen Menschen ziemlich bekannt vor: Ein Schluck Kaffee vor dem Verlassen der Wohnung.
Sulfoxaflor gilt als Ersatz für viele inzwischen nicht mehr zugelassene Neonicotinoide. Die Studienlage ist trotz Zulassung jedoch dürftig. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Auswirkungen eines feldrealistischen Sulfoxaflor-Einsatzes auf Hummel-Populationen über subletale bis hin zu tödlichen Wirkungen reichen.
Aktuelle Naturschutzpraktiken im Agrarland helfen zwar oberirdisch lebende Arten wie Vögeln und Bienen, aber das Leben unter der Erde profitiert wahrscheinlich nur wenig davon.
Eine nachhaltige Landwirtschaft ist notwendig, wenn es Bestäubern gut gehen soll. Bienen und Schmetterlinge sind in den Tropen in Regionen intensiver Landwirtschaft besonders betroffen, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Honigbienen sind vielen unterschiedlichen Stressfaktoren in ihrer Umwelt ausgesetzt. In einer Studie hat ein Team von Wissenschaftlern untersucht, wie sich das Neonicotinoid Clothianidin und niederfrequente Felder mit 50 Hz auf Honigbienen auswirken. Niederfrequente Felder gehen im Haushalt von Elektrogeräten und von Stromleitungen aus; sie haben in Europa typischerweise die Netzfrequenz von 50 Hz.
Das Auftreten des Flügeldeformationsvirus (DWV) und der Varroa-Milbe zählt zu den großen Bedrohungen für die Westliche Honigbienen. Durch die Varroa-Milbe wurde die Virusvielfalt allerdings verringert und die DWV-Belastung in Honigbienen-Populationen erhöht. Auf Hawaii hat man diesen Vorgang besonders gut untersucht.
Größere Hummeln eines Volkes gehen schon bei ungünstigen Lichtverhältnissen der Morgendämmerung auf Nahrungssuche, wie neue Forschungsergebnisse zeigen, weil sie besser sehen und sich auf das Wissen um die Standorte ihrer Nahrungsquellen verlassen.
In einer Meta-Studie wertete ein Team von Wissenschaftlern mehr als 500 wissenschaftliche Arbeiten aus, um zusammenzustellen, wie die weltweit zehntausenden Wespen-Arten nicht nur wichtig für die jeweiligen Ökosysteme sind, sondern ebenso nützlich für Menschen. Es wird Zeit, endlich auch Wespen zu lieben.
Insekten und insbesondere Bestäuber sind in Nordwesteuropa und Nordamerika rückläufig. Da die Bestäubung für die Ökosysteme der Natur wichtig sind, ist der Rückgang der Anzahl bestäubender Insekten besorgniserregend. Ein wiederkehrendes Problem ist der potenzielle Wettbewerb um Nahrungsressourcen zwischen Wildbienen und Honigbienen. Neue Richtlinien in Bezug auf die Bewirtschaftung natürlicher Gebiete sind notwendig, wenn dort wildbestäubende Insekten leben.
Von dem weiteren Ausbau der Solarenergie in ganz Europa können auch Bestäuber profitieren. Wissenschaftler haben dafür zehn Möglichkeiten gefunden.
Der Fingerhut stammt eigentlich aus Europa. Inzwischen ist er in weiten Teilen der Welt anzutreffen. Vor 200 Jahren wurde er vom Menschen nach Amerika gebracht, wo er seine Blüten in kürzester Zeit an Kolibris angepasst hat.
Unkrautvernichter, die von Haushalten und in der Landwirtschaft eingesetzt werden, könnten durch geringfügige Anpassungen hummelfreundlicher werden. Dazu wäre lediglich eine leichte Änderung der Zusatzstoffe notwendig.
Eine Pilotstudie in England soll in einem „Citizen Science“-Projekt mit Imkern mögliche Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit von Honigbienen untersuchen.
Papierwespen erweisen sich als besonders sozial, denn sie bieten sogar benachbarten Völkern Unterstützung bei der Aufzucht ihrer Nachkommen. Bei Honigbienen ein undenkbares Verhalten.
Dämme als Hochwasserschutz stellen einen wichtigen Lebensraum für Hummeln in Großbritannien dar. Pflegemaßnahmen wie das Schneiden im Juli und August erweisen sich für rückläufige Arten wie die Mooshummel allerdings als nachteilig.
Ein Team von Wissenschaftlern hat das Verhältnis der Blütenbesuchsrate proportional zum Energiegewinn und zur Körpermasse untersucht, um so die Kosten der Energiegewinnung zu ermitteln. Im Fokus standen dabei Hummeln und Honigbienen. Hummeln sind zwar schwerer, aber gleichwohl schneller unterwegs und sie achten sehr auf Energieeffizienz.
Gärten im städtischen Umfeld sind kein Ersatz für einheimisches Buschland, denn die Netzwerke zwischen Bienen und Pflanzen sind in beiden Umgebungen andere. Die zunehmende Verstädterung in Australien ist damit eine wachsende Bedrohung für endemische Wildbienen.
Eusoziale Bienen – Honigbienen und Hummeln – sind wahrscheinlich ökologisch bedeutsame Konkurrenten um Blütenressourcen. Zur Untersuchung von Wettbewerbseffekten bei Wildbestäubern, haben Wissenschaftler Honigbienen und Hummeln oder beide von wild wachsenden Brombeeren ferngehalten.
Große und kleine Hummeln aus demselben Volk lernen unterschiedlich. Während kleine Hummeln mit einer kürzeren Flugreichweite und einer geringeren Tragfähigkeit nicht besonders auf Blumen mit dem reichhaltigsten Nektar setzen, tun große Hummeln genau das: Sie optimieren ihre Ausflüge.
Die Dunkle Erdhummel besitzt ein großes Verbreitungsgebiet, wobei Unterarten eine Vielzahl lokaler Anpassungen aufweisen. In den 1980er Jahren begann die kommerzielle Hummelzucht ein sehr lohnendes Geschäftsfeld zu werden. In Europa wird die Dunkle Erdhummel kommerziell aufgezogen und weltweit auch in Länder exportiert, wo sie nie heimisch war.
Die Mauerbiene Osmia uncinata zählt zu den paläarktischen Megachilidae, die vom gemäßigten Nordeuropa nach Osten bis in den russischen Fernen Osten verbreitet ist. Die Entdeckung von über 80 Nestern in der Schweiz, in Süddeutschland und in Schottland ermöglichte erstmals eine genauere Untersuchung der Brutbiologie und veranlasste die Bewertung der Phänologie, Verbreitung und des Lebensraums der Art.
Die Reproduktionsraten von Hummeln in strahlenverseuchten Lebensräumen wie Tschernobyl sind stärker betroffen, als bisher angenommen. Und der Einfluss der Strahlung verläuft nichtlinear: Schon bei niedrigen Dosen nimmt der Fitnessverlust der Hummeln schnell zu.
Ernteerträge können infolge eines Bestäubungsdefizits sinken. Begleitpflanzen stellen eine traditionell bewährte Praxis dar, um den Ertrag von insektenbestäubten Pflanzen zu erhöhen. Im Experiment wurde Borretsch als Begleitpflanze für Erdbeeren gewählt.