Einheimische Pflanzenvielfalt bevorzugt

  • Veröffentlicht am: 03.11.2020

Auch wenn es nicht so aussieht, ist die Prärie ist ein wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Foto: Laura Nyhuis/Unsplash, CC0

Hummeln sind wichtige Bestäuber sowohl in natürlichen Lebensräumen als auch solchen, die vom Menschen maßgeblich umgestaltet wurden. Für einige Arten wurden erhebliche Verluste verzeichnet, auch für den Mittleren Westen der Vereinigten Staaten. Der Verlust von Lebensräumen und Blütenressourcen trägt zu den Rückgängen bei. Wenig bekannt ist bisher, wie sich natürliche Graslandschaften gegenüber landwirtschaftlich genutztem Weideland auf die Populationen von Hummeln auswirken.

Während einer drei Jahre andauernden Untersuchung haben Wissenschaftler Hummel-Population und Blütenvielfalt in renaturierter Prärie, Bison- und Viehweiden im Norden des US-Bundesstaates Illinois erforscht.

Sie fanden 1,75 bis 3,5-mal mehr Hummeln in den von einheimischen Pflanzen dominierten Prärien, als in den von eingeführten Pflanzen dominierten Weideflächen. Hummeln waren zudem auf Bisonweiden zweimal häufiger, als auf Viehweiden anzutreffen. Der Artenreichtum von Hummeln war in der Prärie etwa 1,5- bis 2-mal höher, während der Artenreichtum der beiden Weideflächen vergleichbar war.

In allen Lebensräumen wurde die einheimische Wilde Bergamotte Monarda fistulosa bei der Nahrungssuche der Hummeln bevorzugt aufgesucht, insbesondere durch die regional rückläufige Schwarz-goldene Hummel Bombus auricomus. Konnten die Hummeln keine einheimischen Arten aufsuchen, erwiesen sich der exotische Wiesenklee Trifolium pratense und die Wilde Möhre Daucus carota als wichtige Nahrungsquellen auf den Weiden.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Bewirtschaftungspraktiken zugunsten einheimischer Pflanzen zulasten exotisch dominanter Pflanzengemeinschaften Hummel-Populationen stärken können. Die Auswirkungen werden jedoch für einzelne Hummel-Arten unterschiedlich ausfallen.

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