Schwermetall-Belastungen in der Nahrung
Erdhummeln meiden Schwermetalle in der Nahrung, wenn Larven versorgt werden. Foto: Ingemar Johnsson/Unsplash
Belastungen mit Schwermetallen in der Nahrung stellen eine wachsende Bedrohung für viele Tiere dar. Davon betroffen sind auch bestäubende Insekten wie Bienen. Toxische Auswirkungen von Schwermetallen auf Bienen sind gut dokumentiert, nicht aber ihre Fähigkeiten, entsprechend kontaminierte Nahrungsquellen zu erkennen und zu meiden.
Eine Untersuchung mithilfe von Erdhummeln sollte diesbezüglich Aufschluss geben. Die Hummeln erhielten zwei unterschiedliche Schwermetalle – Kupfer und Cadmium – über ein 50%ige Saccharoselösungen angeboten. Sie hatten zunächst die Wahl auf eine nicht kontaminierte Alternative zuzugreifen, um eine Vermeidung zu testen.
Im weiteren Verlauf der Untersuchungen wurde die Saccharose-Konzentration in der unbelasteten Lösung auf 20 % reduziert. Und auch der Einfluss der Brutpflege wurde untersucht: Arbeiterinnen mussten die Brutpflege von Larven sicherstellen.
Die mit Schwermetallen belastete Lösung wurde bei der 50%igen Saccharose-Lösung durchweg vermieden – unabhängig vom Vorhandensein von Brut. Beim Angebot der reduzierten Saccharose-Konzentration in der unbelasteten Nahrung wurde durch die Arbeiterinnen die kontaminierte Lösung gewählt, solange keine Brut versorgt werden musste. Waren Larven vorhanden, bevorzugten die Arbeiterinnen die unbelastete, aber an Saccharose ärmere Lösung. Die Forscher sehen darin ein adaptives Versorgungsverhalten zum Schutz der Larven.
Die Studienergebnisse liefern erste Beweise dafür, dass Arbeiterinnen von Hummeln schwermetallbelastete Lösungen aktiv meiden und ihre Nahrungssuche an den sozialen Kontext anpassen.