Temperatur und pH-Wert beeinflussen Eigenschaften von Honig signifikant
Honig ist reich an verschiedenen lebenswichtigen bioaktiven Elementen. Foto: Matthias Münning/Unsplash
In einer Studie werden die Untersuchungsergebnisse einer kontrollierten Erhitzung von Honig auf die antimikrobiellen und enzymatischen Eigenschaften sowie den Gesamtphenol- und Flavonoidgehalt beschrieben.
Honig ist reich an verschiedenen lebenswichtigen bioaktiven Elementen, darunter Polyphenolen, Enzymen wie Glucoseoxidase, Diastase, Invertase und Katalase, Vitaminen, Mineralstoffen und Peptiden. Die chemische Zusammensetzung von Honig ist stark von seiner Blütenquelle, der geografischen Lage und Umweltfaktoren abhängig.
Durchgeführt wurde die Studie in Algerien, einem Land mit einer reichen Pflanzenwelt. Honig wird dort nicht nur als Nahrungsmittel oder Süßungsmittel genutzt, sondern spielt auch in der traditionellen algerischen Medizin eine wichtige Rolle bei der Behandlung zahlreicher Beschwerden. Die Apitherapie ist in der lokalen Kultur tief verwurzelt. Traditionelle Nutzer sind sich jedoch nicht bewusst, dass verschiedene Faktoren die Qualität des Honigs während seiner Herstellung oder Verarbeitung beeinflussen und dessen gesundheitsfördernde Wirkung auf den Menschen mindern können.
Die Forschungsarbeit hatte zum Ziel, herauszufinden, ob Erhitzung bei unterschiedlichen Temperaturen und bei unterschiedlichen pH-Werten von polyfloralem und monofloralem Honig biologische Aktivitäten wie Diastase, Invertase sowie antibakterielle und antimykotische Wirkungen beeinflusst.
Für die Untersuchungen wurden zwei verschiedene Honige von lokalen Imkern in Westalgerien von unterschiedlichen geografischen Standorten verwendet.
Die floralen Quellen der Honigproben wurden bestimmt: monofloraler Eukalyptus- und polyfloraler Honig.
Um Qualitätsveränderungen des untersuchten Honigs zu identifizieren, wurden ausgewählte glykolytische Enzyme als empfindlichste Marker verwendet. Diese Enzyme sind Proteine und werden durch Hitze beeinflusst. Daher eignen sie sich zur Messung der Qualität und des Ausmaßes der thermischen Wirkung.
Die enzymatischen Eigenschaften und die antimikrobielle Aktivität wurden gegen Bakterien und Pilze getestet, die bei Menschen Krankheiten auslösen.
Die Studie bestätigt, dass Honig Potenzial für die antibakterielle und antimykotische Behandlung in der Medizin besitzt. Die Ergebnisse zeigen, dass die antimikrobiellen Eigenschaften der Honigproben deutlich abnimmt, wenn der pH-Wert von 3 auf 6 ansteigt. Bei 60 ° C behandelter Honig erwies sich als wirksamer.