Gegenmittel gegen tödliche Pestizide
Ein Team von Wissenschaftlern hat in einer Studienarbeit ein „Proof of concept“ erbracht, dass es für Bienen prinzipiell ein Gegenmittel gegen Pestizide gibt.
Ein Team von Wissenschaftlern hat in einer Studienarbeit ein „Proof of concept“ erbracht, dass es für Bienen prinzipiell ein Gegenmittel gegen Pestizide gibt.
Ein Team von Wissenschaftlern analysierte zwei Dutzend Umweltfaktoren, um den Rückgang von Hummel-Populationen besser zu verstehen. Sie erwarteten als Stressfaktoren etwa die veränderte Landnutzung oder den Einsatz von Insektiziden, durchaus naheliegende Gründe. Stattdessen stießen sie aber vor allem auf Fungizide, die bisher als weitgehend unverdächtig galten.
Eingeführte Pflanzen, so genannte Neophyten, können eine wichtige Nahrungsressource für Honigbienen und Wildbestäuber darstellen, aber wie oft und warum Bestäuber eingeführte Pflanzen in einer gesamten Pflanzengemeinschaft besuchen, ist nicht genau bekannt. Das Verständnis der Bedeutung eingeführter Pflanzen für Bestäuber könnte dazu beitragen, die Bewirtschaftung dieser Pflanzen und die Erhaltung des Lebensraums von Bestäubern zu steuern. Wissenschaftler untersuchten daher, wie die Blütenfülle und die Präferenz der Bestäuber die Besuche der Bestäuber bei 30 eingeführten Pflanzen im Vergleich zu 24 einheimischen Pflanzen im US-Bundesstaat New York beeinflussten.
Eine Studie zeigt mithilfe empirischer Daten und eines mathematischen Modells, wie sich Landschaften auf die Interaktion von Bienen und Blumen auswirken, und wie miteinander verbundene Netzwerke von Pflanzen und Bestäubern die Ausbreitung von Krankheiten bei Bienen beeinflussen.
Im letzten Winter gingen knapp 38 % der in den Vereinigten Staaten gehaltenen Honigbienen-Völker verloren. Dieser Verlust entspricht einem Anstieg von 7 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und zeigt auch im langfristigen Trend deutlich nach oben.