16 Viren bei Varroa-Milben in Südkorea

  • Veröffentlicht am: 13.04.2026

Varroa-Milben dienen als Vektor für viele Viren. Foto: Brian0918/Public Domain

Die ektoparasitäre Varroa-Milbe Varroa destructor und die von ihr übertragenen Viren stellen eine erhebliche Bedrohung für die Gesundheit von Honigbienen Apis mellifera dar. In einer aktuellen Studienarbeit wurden Varroa-Milben aus sechs Regionen (und Betrieben) Südkoreas durchgeführt, um vorkommende Virusgemeinschaften zu beschreiben.

Aus zurückliegenden Untersuchungsergebnissen sind 26 Viren bekannt, die V. destructor infizieren. 16 Viren wurden im Rahmen dieser Studienarbeit ermittelt - bienenpathogene Viren, Varroa-destructor-Viren (VDV) und Viren mit unbekanntem Wirt.
 
Die sieben Viren Flügeldeformationsvirus (DWV), Sackbrut-Virus, israelische Akute-Bienenparalyse-Virus, Black-Queen-Zell-Virus, Akutes Bienenparalyse-Virus, Chronisches Bienenparalyse Virus und Kaschmir-Bienen-Virus sind pathogen für europäische Honigbienen; sechs davon wurden in den Proben der Studie nachgewiesen, nur das Kaschmir-Bienen-Virus nicht.

Die Häufigkeit des Flügeldeformationsvirus lag bei 76 – 99 %, außer an einem Standort, wo die relative Häufigkeit gering war. Das Flügeldeformationsvirus wird in drei Hauptgenotypen unterteilt: DWV-A, DWV-B und DWV-C, wobei DWV-A am häufigsten vorkommt. Der Genotyp DWV-B ist hochpathogen und hat sich in Europa und den Vereinigten Staaten in letzter Zeit dominant entwickelt. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass DWV-A der vorherrschende Genotyp von V. destructor in Südkorea im Untersuchungsjahr war.

Das Sackbrut-Virus wird in zwei Typen unterteilt: AmSBV, das ausschließlich Westliche Honigbienen infiziert, und AcSBV, das sowohl Westliche Honigbienen als auch Östliche Honigbienen Apis cerana befällt. Das in der Studie nachgewiesenen Sackbrut-Virus war vom Typ AmSBV.

In der Studie wurden auch mehrere Varroa-destructor-Viren identifiziert, darunter VDV2, VDV3, VDV4, VDV5, VDV9 und VOV1. Vier dieser Viren – VDV2, VDV3, VDV5 und VDV9 – wurden in allen sechs Regionen nachgewiesen, während VDV4 in drei Regionen detektiert wurde. VDV4 wies die niedrigste Prävalenz auf. In den meisten Proben wies VDV3 die höchste Abundanz auf.

Es wurden auch Viren unbekannter Wirte identifiziert: Die Analyse ergab das Vorhandensein von ARV1, ARV2, Hubei partiti-like virus 34 (HPLV34) und Lilac leaf chlorosis virus (LLCV). ARV1 wurde in allen sechs Regionen nachgewiesen. Dieses Virus wurde zuvor auch in Populationen von A. mellifera in Afrika, Asien, Europa und im Pazifikraum nachgewiesen.

Die Studie ist in vollem Umfang frei zugänglich (Open Access).
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