Agrokulturen schädigen Honigbienen-Larven

  • Veröffentlicht am: 18.08.2026

Pestizidexposition stellen Risiken für die Entwicklung von Larven dar. Foto: Jordan Ryskamp/Unsplash

Honigbienen Apis mellifera sind in Agrarökosystemen Pestiziden ausgesetzt und müssen sich in fragmentierten Lebensräumen auf Nahrungssuche begeben. Die Nahrungsressourcen, auf die sie zugreifen können, sind häufig Agrochemikalien ausgesetzt. Diese wiederum reichern sich in den Bienenvölkern an.

Wissenschaftler haben im Rahmen einer Studienarbeit Bienenstöcke in einem landwirtschaftlichen Umfeld der argentinischen Pampa untersucht. Das Untersuchungsgebiet umfasste zwei gentechnisch veränderte Nutzpflanzen: Sojabohne und Mais. Beide Nutzpflanzen waren herbizidresistent.

Im Mittelpunkt standen Veränderungen der Expressionsniveaus der Insekten-Cytochrome P450, Enzymen, die an der Entgiftung von Xenobiotika beteiligt sind. Darüber hinaus wurden Bienenstockprodukte auf das Vorhandensein von Pestiziden zu verschiedenen Zeitpunkten untersucht.

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass die Expression der Cytrochrome P450 6AS2 (CYP6AS2) und CYP6AS4 in Honigbienenlarven nach der Blüte der Nutzpflanzen und der Pestizidanwendung signifikant anstieg. Darüber hinaus wurden Rückstände der Herbizide Atrazin und Glyphosat sowie des Insektizids Chlorantraniliprol in Bienenwachs- und Honigproben derselben Bienenstöcke gefunden. Die Konzentrationen korrelierten mit den Expressionsprofilen von CYP6AS2, CYP6AS3 und CYP9BD1.

Die Ergebnisse unterstreichen insgesamt die potenziellen Risiken einer Pestizidexposition für die Entwicklung der Larven und sie verdeutlichen die Notwendigkeit, den Einsatz von Agrochemikalien in landwirtschaftlichen Flächen auch zum Schutz der Honigbienen zu reduzieren.

Der Zugang zur Studie ist beschränkt (Paywall).
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