Honigbienen und die Mitochondrien ihrer Flugmuskulatur

  • Veröffentlicht am: 19.07.2019

Honigbienen Apis mellifera gehören aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung für den Menschen zu den am besten untersuchten Insektenarten. Das Interesse der Wissenschaft richtet sich im Wesentlichen auf Bedrohungen für Honigbienen, da sie zu einem Problem der menschlichen Ernährungssicherheit werden. Abweichend zu den vielen Studien zur Bedrohungen haben Forscher nun eine Studie zu den Eigenschaften der Mitochondrien der Flugmuskulatur von Honigbienen vorgelegt.

Wissenschaftler untersuchten die Mitochondrien der Flugmuskulatur von Honigbienen Apis mellifera ligustica. Im Mittelpunkt stand der Einfluss verschiedener organischer Substrate auf die Mitochondrien-Atmung in Gegenwart oder Abwesenheit von Adenosindiphosphat (ADP).

Im Ergebnis hat sich gezeigt, dass Pyruvat das optimale Substrat für die Atmung ist. Für die maximale Atemfrequenz ist eine Kombination aus Pyruvat und Glutamat erforderlich.

Eine Succinatoxidation unterstützt die oxidative Phosphorylierung und die Erzeugung von Membranpotential nicht.

Die Forscher untersuchten ebenfalls die Produktion reaktiver Sauerstoffspezies durch isolierte Mitochondrien. Die größte Produktion von H2O2 in Abwesenheit von ADP wurde während der Atmung beobachtet, unterstützt durch α-Glycerophosphat, Malat und eine Kombination von Malat mit einem anderen NAD-Substrat. Die Mitochondrien der Flugmuskulatur von Honigbienen sind nicht in der Lage, Ca2+-Ionen aufzunehmen. Honigbienen-Mitochondrien sind aber in der Lage, die Atmungssubstrate bei einer Temperatur von 50 ° C effektiv zu oxidieren. Die Mitochondrien der Dunklen Erdhummel Bombus terrestris sind dagegen eher an niedrigere Temperaturen angepasst.

Der Zugang zur Studie ist beschränkt (Paywall).
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