Julius Kühn-Institut

Vielfalt sorgt für mehr Ertrag

Eine Bestäubung durch Insekten ist essenziell für die Produktion vieler Nahrungspflanzen. Das Vorkommen von Bestäubern wie Bienen ist davon abhängig, ob Nistplätze und ausreichend Nahrung vorhanden sind. Fehlen diese Voraussetzungen, bleiben auch die Bestäuber aus und es leidet der Ertrag blühender Ackerkulturen, wie zum Beispiel Ackerbohnen und Raps.

Agrarlandschaften müssen für Wildbienen vielfältig sein

Ein Team von Wissenschaftlern hat untersucht, wie sich die Lebensraumvielfalt einer Agrarlandschaft und der Anbau verschiedener Massentrachten – blühender Nutzpflanzen – auf Wildbienen auswirken. Vielfältige Agrarlandschaften können den Artenreichtum von Wildbienen erhöhen. Blühende Ackerkulturen mit unterschiedlichen Blütenformen fördern unterschiedliche Wildbienenarten.

Hummeln lieben abwechslungsreiche Ernährung

Wissenschaftler haben mit molekularbiologischen Methoden und traditioneller Mikroskopie das Pollen-Sammelverhalten von Honigbienen und Hummeln in Agrarlandschaften untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Hummeln, um ihren Bedarf an Eiweißnahrung zu stillen, viel mehr Pollen aus unterschiedlichen Pflanzengattungen nutzen als Honigbienen. Außerdem werden weniger Pollen von der Zielpflanze Erdbeere gesammelt, wenn viele Rapsfelder in der umgebenden Landschaft in Blüte sind.