Luftverschmutzung schadet Bestäubern mehr als Schädlingen
Bienen und andere nützliche Insekten werden im Vergleich zu Pflanzenschädlingen überproportional durch Luftverschmutzung geschädigt.
Bienen und andere nützliche Insekten werden im Vergleich zu Pflanzenschädlingen überproportional durch Luftverschmutzung geschädigt.
Der Aufbau von Solarpanelen auf großen vormals landwirtschaftlich genutzten Feldern zur Stromerzeugung steht in Konkurrenz zur Erzeugung von Nahrungsmitteln für den Menschen. Dass diese Art der Flächenversiegelung nicht ausschließlich negativ sein muss, zeigt eine Studie aus Großbritannien. Dort stellen Solarparks - bei richtiger Verwaltung - wichtige Ressourcen bereit, um den Rückgang von Bienen- und Schmetterlings-Populationen einzudämmen.
Infektiöse und parasitäre Erreger - „Infectious and parasitic agents“, kurz IPAs - und mit ihnen verbundene Krankheiten sind große Umweltstressoren, welche die Gesundheit von Bienen gefährden. Dies geschieht sowohl allein durch den jeweiligen Erreger als auch im Zusammenspiel mit weiteren Stressfaktoren.
Das Pflanzen von Blumen neben Nutzpflanzen auf Bauernhöfen in Indien lockt Bienen an, fördert die Bestäubung und verbessert den Ernteertrag und die Qualität.
Auf landwirtschaftlichen Flächen häufig eingesetzte Pestizide fügen Hummeln erheblichen Schaden zu. Daten von 106 Standorten in acht europäischen Ländern zeigen, dass die verschärften Pestizidvorschriften nicht genügen, Hummeln wirksam zu schützen.
Aufgrund von Luftverschmutzung haben Bienen Schwierigkeiten, Blüten aufzusuchen. Denn mit der Luftverschmutzung sinkt die Fähigkeit der Bienen, die eigentlich über große Distanzen leitenden Duftstoffe der Blüten wahrzunehmen.
Das Auftreten des Flügeldeformationsvirus (DWV) und der Varroa-Milbe zählt zu den großen Bedrohungen für die Westliche Honigbienen. Durch die Varroa-Milbe wurde die Virusvielfalt allerdings verringert und die DWV-Belastung in Honigbienen-Populationen erhöht. Auf Hawaii hat man diesen Vorgang besonders gut untersucht.
Insekten und insbesondere Bestäuber sind in Nordwesteuropa und Nordamerika rückläufig. Da die Bestäubung für die Ökosysteme der Natur wichtig sind, ist der Rückgang der Anzahl bestäubender Insekten besorgniserregend. Ein wiederkehrendes Problem ist der potenzielle Wettbewerb um Nahrungsressourcen zwischen Wildbienen und Honigbienen. Neue Richtlinien in Bezug auf die Bewirtschaftung natürlicher Gebiete sind notwendig, wenn dort wildbestäubende Insekten leben.
Von dem weiteren Ausbau der Solarenergie in ganz Europa können auch Bestäuber profitieren. Wissenschaftler haben dafür zehn Möglichkeiten gefunden.
Bäume und Gehölze neben landwirtschaftlichen Flächen könnten die Anzahl bestäubender Insekten verdoppeln. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie aus Großbritannien.
In einer vergleichenden Studie haben Wissenschaftler die Verteilung, die Häufigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt und Viruslast der drei DWV-Varianten (DWV-A, -B und -C) auf Kolonieebene in England, Wales und 32 US-Bundesstaaten untersucht. Die Sterblichkeit der Völker in der Studie wurde ebenfalls aufgezeichnet, um die Auswirkungen der unterschiedlichen Stämme des Flügeldeformationsvirus auf Ebene der Völker besser zu verstehen.
Die Bestimmung vieler Bienen-Arten ist im Feld kaum möglich und kann nur im Labor vorgenommen werden. Die Anzahl der Spezialisten ist allerdings beschränkt. Durch ein DNA-Barcoding lässt sich eine sichere Identifizierung erreichen, ohne dass dafür Bienen-Spezialisten notwendig sind.
Auf der Basis von Aufzeichnungen haben Wissenschaftler in einer Studie errechnet, wo welche Hummel-Arten mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit in fast allen Ländern der Europäischen Union anzutreffen sind.