Spanien


Pharmazeutische Wirkungen von Bienenprodukten

Bienenprodukte werden seit langem in der traditionellen Heilmedizin zur Behandlung vieler Arten von Erkrankungen verwendet. In Bienenprodukten lassen sich chemische Verbindungen nachweisen, die krebshemmende, antibakterielle, antivirale und antiparasitäre Eigenschaften aufweisen. In einer Meta-Studie wurden die Forschungsergebnisse zu den Bienenprodukten Honig, Propolis, Bienenpollen, Gelée Royale, Bienenbrot, Bienenwachs und Bienengift im Bereich der Behandlung von Krebs und Infektionskrankheiten zusammengetragen.

Forscherdrang bei Mauerbienen

Immer wieder zeigen neue Untersuchungen, dass auch Insekten trotz ihres kleinen Gehirns erstaunliche kognitive Merkmale aufzeigen. Im Mittelpunkt der bisherigen Forschungen und Entdeckungen standen vor allem Hummeln und Honigbienen. Sogar Solitärbienen können Aufgaben lösen, wie eine neue Studienveröffentlichung zeigt.

Asiatische Hornisse sorgt für Stress

Die invasive Asiatische Hornisse wurde bereits an vielen Orten in Europa nachgewiesen, so auch auf der Insel Mallorca, wo sie erstmals 2015 entdeckt wurde. Ziel der vorgelegten und auf den Balearen durchgeführten Feldstudie war es, die Auswirkungen der invasiven Hornisse auf Westliche Honigbienen zu untersuchen, da sie eine explizite Räuberin von Honigbienen ist und Völker massiv schädigen kann.

Hummeln in Europa

Auf der Basis von Aufzeichnungen haben Wissenschaftler in einer Studie errechnet, wo welche Hummel-Arten mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit in fast allen Ländern der Europäischen Union anzutreffen sind.

Honigbienen verringern Artenvielfalt

Die Westliche Honigbiene wird weltweit von Imkern für die Produktion von Honig und zur Bestäubung eingesetzt. Sie ist ein Nutztier, das an vielen Orten der Welt natürlicherweise gar nicht vorkommt. Ihre relativ große Häufigkeit kann die Struktur und Funktion natürlicher Bestäubungsnetzwerken beeinflussen. In einer Studie haben spanische Wissenschaftler die Auswirkungen von Honigbienen auf die Biodiversität im größeren Maßstab untersucht.

Pestizide und Bestäuber

Wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Interaktion zwischen Pestiziden und Bestäubern sind zahlreich, aber es fehlen systematische Schlussfolgerung. Dafür fordern die Wissenschaftler der nun vorgelegten Arbeit transdisziplinäre Ansätze, mit denen die sozioökonomischen, toxikologischen und ökologischen Dimensionen zusammengebracht werden. Sie präsentieren dazu einen konzeptionellen Rahmen, der eine solche Integration erleichtern soll.

Erhalt natürlicher Lebensräume für Bienenvielfalt essenziell

Verlust und Veränderungen von Lebensräumen gelten als eine der Hauptgründe für den aktuellen Verlust der Bestäubervielfalt. Über die Bedeutung des Lebensraums und die Präferenzen für wichtige Bestäuber ist jedoch wenig bekannt. Dabei wären entsprechende Informationen entscheidend, um den weiteren Rückgang zu stoppen. In einer Studie haben Wissenschaftler die Bedeutung verschiedener Lebensräume für Bienen bewertet. Sie haben dabei auch die Präferenzen bestimmter Lebensräume ermittelt und die Vielfalt der Bienen innerhalb dieser Lebensräume quantifiziert.

Rückstandsproblematik im Bienenvolk

Im Rahmen einer Studienarbeit haben Wissenschaftler während zwei Jahren Proben von Bienen und ihren -produkten auf Rückstände untersucht. Die Belastung durch Pollen wird als besonders kritisch eingestuft, während die Belastung absolut betrachtet beim Bienenwachs am höchsten ist. In landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten ließen sich Chlorpyrifos und Acetamiprid in erhöhten Werten nachweisen.

Kleine Felder gut für Wildbienen und bessere Ernteerträge

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass in Agrarlandschaften mit kleinen Feldern mehr Wildbienen vorkommen als in Landschaften mit großen Feldern. Und das höhere Aufkommen von Wildbienen führte zu einer verbesserten Bestäubung der dort angebauten Pflanzen. Überraschenderweise fanden sich weniger Wildbienen in Landschaften, in denen viele verschiedene Feldfrüchte angebaut wurden.