Spanien


Honigbienen verringern Artenvielfalt

Die Westliche Honigbiene wird weltweit von Imkern für die Produktion von Honig und zur Bestäubung eingesetzt. Sie ist ein Nutztier, das an vielen Orten der Welt natürlicherweise gar nicht vorkommt. Ihre relativ große Häufigkeit kann die Struktur und Funktion natürlicher Bestäubungsnetzwerken beeinflussen. In einer Studie haben spanische Wissenschaftler die Auswirkungen von Honigbienen auf die Biodiversität im größeren Maßstab untersucht.

Pestizide und Bestäuber

Wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Interaktion zwischen Pestiziden und Bestäubern sind zahlreich, aber es fehlen systematische Schlussfolgerung. Dafür fordern die Wissenschaftler der nun vorgelegten Arbeit transdisziplinäre Ansätze, mit denen die sozioökonomischen, toxikologischen und ökologischen Dimensionen zusammengebracht werden. Sie präsentieren dazu einen konzeptionellen Rahmen, der eine solche Integration erleichtern soll.

Erhalt natürlicher Lebensräume für Bienenvielfalt essenziell

Verlust und Veränderungen von Lebensräumen gelten als eine der Hauptgründe für den aktuellen Verlust der Bestäubervielfalt. Über die Bedeutung des Lebensraums und die Präferenzen für wichtige Bestäuber ist jedoch wenig bekannt. Dabei wären entsprechende Informationen entscheidend, um den weiteren Rückgang zu stoppen. In einer Studie haben Wissenschaftler die Bedeutung verschiedener Lebensräume für Bienen bewertet. Sie haben dabei auch die Präferenzen bestimmter Lebensräume ermittelt und die Vielfalt der Bienen innerhalb dieser Lebensräume quantifiziert.

Rückstandsproblematik im Bienenvolk

Im Rahmen einer Studienarbeit haben Wissenschaftler während zwei Jahren Proben von Bienen und ihren -produkten auf Rückstände untersucht. Die Belastung durch Pollen wird als besonders kritisch eingestuft, während die Belastung absolut betrachtet beim Bienenwachs am höchsten ist. In landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten ließen sich Chlorpyrifos und Acetamiprid in erhöhten Werten nachweisen.

Kleine Felder gut für Wildbienen und bessere Ernteerträge

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass in Agrarlandschaften mit kleinen Feldern mehr Wildbienen vorkommen als in Landschaften mit großen Feldern. Und das höhere Aufkommen von Wildbienen führte zu einer verbesserten Bestäubung der dort angebauten Pflanzen. Überraschenderweise fanden sich weniger Wildbienen in Landschaften, in denen viele verschiedene Feldfrüchte angebaut wurden.