Gegenmittel gegen tödliche Pestizide
Ein Team von Wissenschaftlern hat in einer Studienarbeit ein „Proof of concept“ erbracht, dass es für Bienen prinzipiell ein Gegenmittel gegen Pestizide gibt.
Ein Team von Wissenschaftlern hat in einer Studienarbeit ein „Proof of concept“ erbracht, dass es für Bienen prinzipiell ein Gegenmittel gegen Pestizide gibt.
Hummeln können in kalten Regionen sehr erfolgreich sein. Dennoch gibt es kaum Untersuchungen zu Arten arktischer Regionen. Die meisten Untersuchungen zu Anforderungen an Lebensraum, Nistmöglichkeiten und Krankheitsübertragung finden in den gemäßigten Breiten Europas und Nordamerikas statt. In einer aktuellen Studie haben sich zwei Forscherinnen der in der arktischen Kälte des US-Bundesstaates Alaska lebenden Nordamerikanische Polarhummel zugewandt.
Städte sind kein natürlicher Lebensraum für Wildtiere. Dort überleben nur Tierarten, deren Lebensweise mit dem städtischen Umfeld vereinbar ist. In einer Studie wurden die Eigenschaften von wildlebenden Stadttieren untersucht und deren Überlebensstrategien identifiziert. Diese Kenntnisse sollten bei der Planung von Grünflächen berücksichtigt werden, um die Artenvielfalt in Städten zu unterstützen.
Das Flügeldeformationsvirus hat sich bei Honigbienen in einem Wald der Vereinigten Staaten zu einem weniger tödlichen Virus entwickelt: Weil Honigbienen-Völker dort nicht dicht bei dicht stehen.
Zellophan-Bienen betätigen sich als Braumeister für ihre Nachkommen. Laktobazillen werden von den Bienen aktiv für die Fermentation eingesetzt.
Die Form von Blüten besitzt einen großen Einfluss darauf, wie Parasiten auf Bienen übertragen werden. Die Verbreitung von Krankheitserregern ist ein weiterer Aspekt für die abnehmende Population bestäubender Insekten.
Obstplantagen in natürlichen Umgebungen werden von mehr Bienenarten aufgesucht, als solche in monotonen Agrarlandschaften. Und eine geringere Artenvielfalt der besuchenden Bestäuber bedeutet eine schlechtere Ernte.
Wissenschaftler haben eine Möglichkeit gefunden, Honigbienen von Insektiziden zu entgiften, die auf Organophosphaten basieren, etwa Chlorpyrifos. Diese in einer Studie entwickelte Methode wurde nun von einem Unternehmen weiterentwickelt und soll bald auf den Markt kommen.
Nicht nur Menschen leiden durch die Coronavirus-Pandemie verursachte soziale Isolation. Papierwespen verlieren ebenfalls wesentliche Fähigkeiten, wenn sie isoliert werden.
Eingeführte Pflanzen, so genannte Neophyten, können eine wichtige Nahrungsressource für Honigbienen und Wildbestäuber darstellen, aber wie oft und warum Bestäuber eingeführte Pflanzen in einer gesamten Pflanzengemeinschaft besuchen, ist nicht genau bekannt. Das Verständnis der Bedeutung eingeführter Pflanzen für Bestäuber könnte dazu beitragen, die Bewirtschaftung dieser Pflanzen und die Erhaltung des Lebensraums von Bestäubern zu steuern. Wissenschaftler untersuchten daher, wie die Blütenfülle und die Präferenz der Bestäuber die Besuche der Bestäuber bei 30 eingeführten Pflanzen im Vergleich zu 24 einheimischen Pflanzen im US-Bundesstaat New York beeinflussten.
Eine Studie zeigt mithilfe empirischer Daten und eines mathematischen Modells, wie sich Landschaften auf die Interaktion von Bienen und Blumen auswirken, und wie miteinander verbundene Netzwerke von Pflanzen und Bestäubern die Ausbreitung von Krankheiten bei Bienen beeinflussen.
Im Regenwald der künstlichen Insel Barro Colorado in Panama wurde eine ungewöhnliche Biene geboren und von Wissenschaftlern entdeckt: Die Biene entsprach linksseitig einem Männchen und rechtsseitig einem Weibchen.
Hanf genießt in den Agrarlandschaften der Vereinigten Staaten als schnell wachsende Nutzpflanze eine zunehmende Bedeutung. Bestäubt wird die Pflanze ausschließlich über Wind; Nektar fehlt ihr, aber sie produziert reichlich Pollen, der für eine Reihe von Bienen-Arten attraktiv sein könnte.
Landwirte, die nachhaltig und ökologisch arbeiten, benötigen umweltfreundliche Lösungen. Eine Strategie besteht darin, Kulturen von Nutzpflanzen mit Anpflanzungen von Wildblumen zu umgrenzen. Das lockt Bestäuber an, aber auch potenzielle Schädlinge. Bei den Anpflanzungen kommt es allerdings auf die richtige Mischung aus natürlichen Lebensräumen und landwirtschaftlichen Flächen an.
Rund 20 Prozent der Agrarflächen weltweit bringen heute weniger Erträge als vor 20 Jahren. Wie kann das sein, wo doch die industrielle Landwirtschaft eigentlich für immer bessere Erträge sorgen sollte? Schuld daran ist einzig der Mensch, der die Gratis-Dienstleistungen der Natur verschmäht und sie sogar vernichtet.
Im letzten Winter gingen knapp 38 % der in den Vereinigten Staaten gehaltenen Honigbienen-Völker verloren. Dieser Verlust entspricht einem Anstieg von 7 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und zeigt auch im langfristigen Trend deutlich nach oben.