Österreich

Rostrote Mauerbiene ist Insekt des Jahres 2019

Die Rostrote Mauerbiene ist das Insekt des Jahres 2019. Das Kuratorium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Thomas Schmitt, Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut in Müncheberg, prämierte die Bienenart aus einer Reihe von Vorschlägen, um auf den notwendigen Schutz von Wildbienen und die Bedeutung von Bestäubern aufmerksam zu machen. Die Schirmherrschaft der Auszeichnung übernahm die österreichische Umweltministerin Elisabeth Köstinger.

Insektengifte auch in Blühstreifen

Blühstreifen an Feldrändern, aber auch Hecken und naturbelassene Baumgruppen sind für Bestäuber sehr wichtig, da sie als Korridore zur Ausbreitung der Tiere dienen und natürliche Lebensräume miteinander vernetzen. Aber durch ihre räumliche Nähe zu landwirtschaftlich genutzten Flächen sind solche Strukturen – ebenso wie natürliche Lebensräume und sogar Schutzgebiete – häufig durch den Wind abgedriftete Pestizide belastet.

Verbot von Neonicotinoiden zum Schutz der Bienen gefordert

Am 22. März besitzen die EU-Mitgliedstaaten die historische Gelegenheit, das dringend notwendige Verbot der drei bienengefährlichsten Insektizide aus der Gruppe der Neonicotinoide zu beschließen. Grundlage ist eine Risikobewertung der EFSA, die inakzeptable Risiken für Insekten identifiziert hat, sodass die EU-Kommission nun ein Verbot sämtlicher Freilandanwendungen vorschlägt.
Um den Druck auf die österreichische Bundesregierung zu erhöhen, hat die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 eine Online-Petition gestartet.

Bessere Bilder dank Bienen

Der Mensch lernt von der Natur, die Technik auch. Eine innovative Bildverbesserungsmethode beruht auf dem Sehsinn nachtaktiver Bienen und eines nachtaktiven Schmetterlings, des Wiener Weinschwärmers. Nachtaufnahmen und unterbelichtete Fotos werden so mittels einfacher Berechnungen in Sekundenschnelle qualitativ verbessert.

Baukonzern Porr will auf Bienen schauen und die Zukunft bauen

Unter dem Motto „Auf Bienen schauen. Die Zukunft bauen.“ will der österreichische Baukonzern Porr zusammen mit seinen Tochterunternehmungen konzernweit aktiv Schritte gegen das Bienensterben gehen. Die bee@PORR getaufte Initiative hat aktuell an über 30 Standorten ein neues Zuhause für Bienenvölker geschaffen. Darüber hinaus engagiert sich der Baukonzern mit Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für den Imkernachwuchs.

Österreichweit über 160 Bienenarten nachgewiesen

Unzählige Pflanzen werden von Bienen bestäubt. Einen wesentlichen Anteil übernehmen dabei Wildbienen, zu denen auch die Hummeln zählen. Trotz ihrer Bedeutung sind viele Wildbienen-Arten aufgrund von Lebensraumverlust auch in hiesigen Breiten bereits selten geworden. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) starten daher eine österreichweite Naturschutz-Initiative zur Förderung der Wildbienen in ihren Wäldern.

Babyfon für Honigbienen

Die Bienenvölker auf dem Dach des Technologiezentrums Seestadt in Wien werden mit einem innovativen Überwachungssystem des montenegrinischen Unternehmens BeeAnd.me ausgestattet. Damit wird das Verhalten der Bienen wissenschaftlich erfasst, die Arbeit des Imkers erleichtert und schlussendlich soll auch ein Beitrag gegen das Bienensterben geleistet werden.

Neuer Glyphosat-Report zeigt schwere Regelverletzung bei Krebsbewertung durch ECHA

Rechtsbruch bei der Glyphosatbewertung? Eine Woche bevor die Mitgliedsstaaten am 19. Juli in Brüssel den Vorschlag der EU-Kommission über die Erneuerung der Glyphosat-Zulassung behandeln, hat die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 einen neuen Report herausgegeben. Der vom deutschen Toxikologen Peter Clausing verfasste Report in englischer Sprache ist mit Kurzfassungen in sieben Sprachen verfügbar und in zahlreichen europäischen Ländern mithilfe von Partnerorganisationen erschienen.

Erste Bienen-freundliche Gemeinde in Niederösterreich

Gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Global 2000 geht die Gemeinde Trumau als Vorreiter in Niederösterreich den Schritt, Bienen umfassend zu schützen. Dies bedeutet, chemisch-synthetische Pestizide im Gemeindegebiet drastisch zu verringern, den Bienen ein vielfältiges Nahrungs- und Nistplatzangebot zu bieten und alle Beteiligten mit ins Boot zu holen, von Privatgärten angefangen über die Landwirtschaft bis zu Schulen, Gaststätten und Lebensmittelgeschäften.

Greenpeace protestiert mit toten Bienen und Hummeln vor Bayer-Niederlassung

Aktivistinnen und Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben in Österreich mit hunderten toter Hummeln und Bienen vor der Österreich-Zentrale von Bayer protestiert. Mit weißen Schutzanzügen bekleidet wollten sie so ein Zeichen gegen den Verkauf von Pestiziden setzen, die für Blütenbesucher giftig sind. Die vom deutschen Konzern hergestellten Wirkstoffe Imidacloprid und Clothianidin stellen nachweislich ein hohes Risiko für Bienen, Hummeln und Wildbienen dar. Greenpeace fordert Bayer daher auf, die tödlichen Wirkstoffe umgehend vom österreichischen Markt zu nehmen.

Bio-Landbau senkt indirekte Subventionen

Eine Studie hat die Kosten in den Fokus genommen, die in Österreich aufgrund unterschiedlicher landwirtschaftlicher Praktiken entstehen und von der Gesellschaft aufgrund von Reparaturmaßnahmen wie etwa der Trinkwasser-Aufbereitung getragen werden müssen. Die im Auftrag von Bio Austria erstellte Arbeit unterstreicht, dass die Biolandwirtschaft nicht nur hochwertige Lebensmittel produziert und zum Umwelt- und Klimaschutz beiträgt, sondern auch Agrar-Folgekosten um mindestens ein Drittel senkt und somit auch die Kosten für die Gesellschaft deutlich reduziert.

Internationales Symposium über Bestäubungsbiologie am 25. November in Wien

Die Zoologisch-Botanische Gesellschaft in Österreich lädt ein, um die Sache mit den Blumen und den Bienen aus der Sicht der bestäubenden Tiere und der bestäubten Pflanzen zu betrachten. Erst das Zusammenwirken von Blüte und Bestäuber ermöglicht, dass an den Pflanzen Samen und Früchte entstehen - auch solche, die die Menschen zu seiner Ernährung benötigt.

Bienenwiese in Steyr als Vorzeigeprojekt

Mit der österreichweit ersten Greenpeace-Bienenwiese bietet Steyr einen einzigartigen Lebensraum für die zunehmend bedrohten Wildbienen. Das 1.500 Quadratmeter große Bienenparadies wurde für die Wachstumssaison nach dem Winter vorbereitet, mit tatkräftiger Unterstützung von Lokal-Politikerinnen und -Politikern aus der oberösterreichischen Stadt. Die Gemeinderäte bewiesen durch ihren Besuch, dass ihnen die Rettung der Bienen ein tatsächliches Anliegen ist.

Riesenhonigbienen atmen wie eine kollektive Lunge

Die Riesenhonigbiene lebt in Asien und ihr Lebenszyklus erinnert an den von Zugvögeln. Sie wandern über Wochen, sobald sich die Nahrungsreserven vor Ort erschöpfen, kehren aber zu ihren Ursprungsbäumen zielsicher zurück. Ihre Wabennester legt die Riesenhonigbiene immer offen an und nicht etwa wie unsere hiesige Honigbiene – vor dem Eingriff der Menschen – geschützt in Baumhöhlen. Die Waben können bis zu zwei Meter lang werden. Schutz vor äußeren Einflüssen bietet ausschließlich ein Vorhang aus lebenden Bienen in fünf bis sieben Schichten.

Solaranlage als Lebensraum für Bienen

Die Solaranlage im 23. Bezirk neben dem Heizwerk Süd ist Wiens größtes Bürgerkraftwerk. Es besteht aus knapp 4.000 Paneelen und produziert Naturstrom für 400 Wiener Haushalte. Dass die Photovoltaik-Anlage auf einer Grünfläche so groß wie zwei Fußballfelder nicht nur sauberen Strom erzeugt, sondern auch einen Lebensraum für schützenswerte Tierarten bietet, wurde vor zwei Jahren durch eine Ökologie-Studie dokumentiert. Jetzt haben dort auch Honigbienen Platz gefunden.

Anzeige gegen Monsanto, BfR und EFSA wegen Glyphosat-Zulassung

Es bestehe der Verdacht, dass europäische Zulassungsbehörden und die Industrie durch die inkorrekte Auswertung von Daten versucht haben, Glyphosat trotz seiner wahrscheinlich beim Menschen krebserzeugenden Wirkung auf dem europäischen Markt zu halten, meint der für die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 tätige Rechtsanwalt Dr. Josef Unterweger. Er hat für Global 2000 Anzeige bei den Staatsanwaltschaften von Wien und Berlin erstattet, da es unverständlich ist, wie das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Angaben von Monsanto ohne weiteres übernehmen kann.