Die Wege des Honigs

In der Welt der Bücher gibt es durchaus einiges zum Thema Honigbienen. Der Ulmer-Verlag hat nun einen großformatigen Bildband veröffentlicht, der es in sich hat und sich dabei deutlich von allen vorhergehenden Publikationen absetzt: 352 Seiten, 311 Farbfotos, 25 farbige Zeichnungen, 3.15 Kilogramm. Einen Blick hineinzuwerfen, ist fast schon Schwerstarbeit.

Bessere Bilder dank Bienen

Der Mensch lernt von der Natur, die Technik auch. Eine innovative Bildverbesserungsmethode beruht auf dem Sehsinn nachtaktiver Bienen und eines nachtaktiven Schmetterlings, des Wiener Weinschwärmers. Nachtaufnahmen und unterbelichtete Fotos werden so mittels einfacher Berechnungen in Sekundenschnelle qualitativ verbessert.

Das Langstroth-Magazin und seine Betriebsweise

Wer als Imker startet, muss bereits nach kurzer Zeit erfahren, dass Deutschland das Land der Weltmeister ist, nicht bei den Bienen, sondern ihren künstlichen Behausungen. Wohl in keinem anderen Land der Erde gibt es mehr unterschiedliche Beuten, Rähmchen und Ausführungen. Dabei erfährt man als Anfänger normaler Weise nichts davon (und es soll sogar alte Imker geben, die davon noch nie etwas gehört haben), dass ein Magazin weltweit – bis auf das kleine Deutschland – einen Siegeszug angetreten hat, der seines Gleichen sucht: das Langstroth-Magazin. Das hier zu Lande vor allem in Süddeutschland recht weit verbreitete Zander-Maß ist dem zugegebener Weise sehr ähnlich.

Mönchengladbach soll erblühen

Die Stadt Mönchengladbach soll bunter werden, zumindest in den Sommermonaten. Dazu startet die Stadt im kommenden Jahr eine ökologische Initiative, bei der an bestimmten Orten im Stadtgebiet Wildblumen und Wildkräuter eingesät werden. In einer ersten Pilotphase sollen auf einer Gesamtfläche von 2.500 Quadratmetern auf einem Grundstück im Nordpark und auf dem Mittelstreifen der B 230, der vom Rheydter Hauptbahnhof bis zur Mülgaustraße führt, bunt blühende Stauden eingebracht werden.

Honig mit 1080-Gift in Neuseeland?

In Australien und Neuseeland wird das so genannte Gift „1080 Poison“ seit Jahrzehnten gegen eingeschleppte Säugetiere eingesetzt. In West-Australien werden über Quadratkilometer großen Gebieten etwa präparierte Giftköder für Füchse regelmäßig aus Flugzeugen abgeworfen, um den Druck von einheimische Beuteltieren zu nehmen. In Neuseeland stehen Opossums und Ratten im Mittelpunkt der Bekämpfungsmaßnahmen aus der Luft.

Deutsches „Ja“ bei Glyphosat-Zustimmung

Ohne die deutsche Stimme wäre die EU-Bewilligung für den Unkrautvernichter Glyphosat ein weiteres Mal gescheitert. Und die kam für die Öffentlichkeit und den Koalitionspartner SPD völlig überraschend, denn Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU hat gegen den ausdrücklichen Willen des Bundesumweltministeriums in Brüssel die Wiederzulassung des hoch umstrittenen Pestizids Glyphosat durchgesetzt.

Bundesrat will Bienensterben aufhalten

Der Bundesrat sorgt sich um den dramatischen Rückgang der Bienen und bestäubenden Insekten. Nach aktuellen Studien ist deren Anzahl zwischen 1989 und 2015 um 75 Prozent zurückgegangen. Mit einer am 24. November 2017 gefassten Entschließung möchte der Bundesrat daher darauf hinwirken, dass sich das Nahrungsangebot für Bienen und andere bestäubende Insekten auf brachliegenden landwirtschaftlichen Flächen verbessert. Hierzu sollen auf ökologischen Vorrangflächen vermehrt pollen- und nektarliefernde Blühpflanzen ausgesät werden – auch in der Schonzeit bis zum 15. Mai eines jeden Jahres, zum Beispiel im Anschluss an die Rapsblüte.

Satellitenbilder zur Erfassung von Biodiversität bei Wildbienen nur bedingt tauglich

Die standardisierte Erfassung biologischer Vielfalt über klassisches Feldmonitoring ist in vielen Fällen sehr zeit- und kostenintensiv und deshalb oft auf kleine Räume begrenzt. Fernerkundungsdaten hingegen lassen sich wesentlich effektiver und über eine deutlich größere Ausdehnung erheben. Deshalb werden sie immer öfter auch für Analysen von räumlichen und zeitlichen Biodiversitätsmustern herangezogen. Doch funktioniert das auch für Wildbienen? Nur bedingt.

Manuka-Honig

Der antibakteriell besonders wirksame Manuka-Honig stammt aus Neuseeland, wird aber ebenso in einigen Regionen Südost-Australiens erzeugt. Seit einiger Zeit liegen beide Länder wegen der Zertifizierung von „authentischem“ Manuka-Honig richtig im Clinch. Es geht dabei um viel, sehr viel Geld. Wer einen Einstieg in das Thema des Honigs aus Ozeanien sucht, kann jetzt auf ein neu erschienenes Buch zurückgreifen.

Bienen des Waldes verschwinden in Stadt und Land

Von Menschen gemachte – so genannte anthropogene – Landschaften gehen mit einem Verlust an Artenvielfalt und großen Veränderungen in der Artenzusammensetzung und deren -eigenschaften einher. Bei diesen Veränderungsprozessen gibt es Gewinner und Verlierer auch bei künftigen globalen Veränderungen. Interessant dabei ist, auf welche Umweltvariablen einer Nutzungsänderung von Land einzelne Arten reagieren.

Welche Rolle spielen Wolbachia bei der Infektion von Honigbienen?

Wolbachia sind weit verbreitete endosymbiotische Bakterien. Diese Bakterien können ihre Wirte auf eine Vielzahl von Wegen beeinflussen, wie zum Beispiel durch einen Schutz vor Viren und anderen Krankheitserreger.
In einer Studie haben Wissenschaftler die mögliche Rolle von Wolbachia bei der Prävalenz des Flügeldeformationsvirus bei Honigbienen Apis mellifera untersucht, der von parasitären Varroa-Milben Varroa destructor übertragen wird.

Kräuter-Produktion mit einheimischen Bienen steigern

Was im kommerziellen Obst- und Gemüseanbau schon länger Praxis ist, wollen Wissenschaftler nun auch für den Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen entwickeln: ein Management-System zur gezielten Bestäubung durch Insekten. So wie Gärtner Hummelkolonien per Versandhandel fürs Gewächshaus bestellen können, so ist Ähnliches auch beim Anbau von Fenchel, Thymian & Co. denkbar. Die Forscher erwarten höhere und womöglich auch qualitativ bessere Erträge, mehr Biodiversität und Vorteile für benachbarte Kulturen und damit für ganze Agrarökosysteme.

Kirschessigfliege ohne bienengefährliche Mittel bekämpfen

Hat sie eine Fläche befallen, drohen Total-Ernteausfälle: Die Kirschessigfliege macht Landwirten und Winzern das Leben schwer. Aufgrund des Klimawandels breitet sich die aus Asien eingeschleppte Fliege auch in Deutschland immer weiter aus. Umweltschonend kann sie bisher nicht bekämpft werden. Bestehende Mittel sind entweder nicht wirksam oder töten zu viele andere Insekten, insbesondere Bienen.

Mit der Pseudobox gegen die Varroa-Milbe

Den UNIKAT-Ideenwettbewerb der Universität Kassel gewann eine natürliche Methode zur Bekämpfung der Varroa-Milbe. Sven Leygraf, Student der Ökologischen Agrarwissenschaften, hat mit seiner Idee „Die Pseudobox“ die Auszeichnung für die beste Idee erhalten. Auf der Abschlussveranstaltung Anfang Oktober erhielt er den ersten Preis überreicht, zusammen mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro.

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