Belgien


Genotypisierung Varroa-resistenter Honigbienen

Varroa-Milben sind ein wesentlicher Grund für die Sterblichkeit von Honigbienen-Völkern. Ein wichtiger Mechanismus, durch den Honigbienen ihre Resistenz gegen diese Milbe erhöhen, ist eine unterdrückte Milben-Reproduktion. Dieses Merkmal beschreibt die physiologische Unfähigkeit von Milben, lebensfähige Nachkommen zu produzieren. Zurückliegende Untersuchungen weisen auf acht genomischen Varianten hin, anhand derer sich entsprechende Honigbienen ermitteln lassen.

Bienenvielfalt im Libanon

Die Erforschung von Wildbienen ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Wissenschaft gerückt. In Europa und Nordamerika nimmt das Wissen zu, doch Regionen, in denen Bienen besonders diversifiziert sind, wie etwa im Mittelmeerraum, sind Informationen noch rar. Der Libanon ist ein Biodiversitäts-Hotspot. Die nun vorgelegte Studie ist eine erste kommentierte Checkliste der Wildbienen des Libanon.

Bestäuber in Apfelplantagen

Die meisten Apfelsorten sind von der Bestäubung durch Insekten abhängig, die die Anzahl der Früchte, ihre Qualität und damit ihren wirtschaftlichen Wert erhöhen. Die eingeführte Europäische Honigbiene gilt in den meisten Regionen der Welt – einschließlich Australien – als Hauptbestäuber von Äpfeln. Es besteht jedoch ein zunehmendes Interesse an alternativen Bestäubern. In einer aktuellen Studie wurde die Bestäubergemeinschaft in tasmanischen Apfelkulturen beleuchtet.

Geben Honigbienen Hinweise auf Zustand von Wildbienen?

Honigbienen sind wohl die am besten erforschten Insekten. Über Wildbienen dagegen – von einigen Hummel-Arten abgesehen – weiß man dagegen wenig. Das liegt an ihrer unglaublichen Artenvielfalt und teilweise nur aufwändig zu beobachtenden Lebensweise. Können die gut erforschten Honigbienen womöglich verlässliche Hinweise auf den Zustand von Wildbienen-Populationen geben?

DNA Varroa-resistenter Honigbienen entschlüsselt

Der typische Fall des Wechsels eines Parasiten auf einen neuen Wirt, ohne eine gemeinsame Koevolution von Wirt und Parasit, liegt bei der Westlichen Honigbienen und der Varroa-Milbe vor.
Die Milbe wechselte mithilfe des Menschen von der Östlichen Honigbienen auf die Westliche Honigbiene. Seither stellt die Varroa-Milbe oder die von ihr begünstigten Krankheiten eine Bedrohung für die meisten Völker der Westlichen Honigbiene dar.

Hummeln in Europa

Auf der Basis von Aufzeichnungen haben Wissenschaftler in einer Studie errechnet, wo welche Hummel-Arten mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit in fast allen Ländern der Europäischen Union anzutreffen sind.

High-Tech-Bienenstock

Seit Millionen von Jahren kommen Honigbienen allein in ihrer Umwelt zurecht. Weil sie (in vielen Ländern) als wertvolle Nutztiere gelten und sie gleichwohl durch menschliche Einflüsse immer wieder unter Druck geraten, sollen nun auch sie ein smartes Zuhause erhalten und sich immer weniger auf ihre natürlich Instinkte verlassen müssen, die in der von Menschen veränderten Umwelt durchaus schon mal versagen können.

Es gibt mehr als nur eine Berglandhummel

An die Kälte angepasste Arten dürften während der Eiszeiten ihren größten Verbreitungsumfang erreicht haben. Später, als es wärmer wurde, haben sie sich in den Norden und in Höhenlagen zurückgezogen. Durch die Abgeschiedenheit einzelner Gebiete können sich im Laufe der Zeit (Unter-)Arten ausgebildet haben. In einer Studie sind dem Wissenschaftler nachgegangen und zwar für eine der häufigsten europäischen Hummelarten, die Berglandhummel, die in alpinen und arktischen Regionen Europas anzutreffen ist

Besseres Hygieneverhalten bei Honigbienen lohnt sich

Das hygienische Verhalten der Arbeiterinnen bei Honigbienen sorgt für mehr Gesundheit im Bienenstock. Die Fähigkeit der Honigbienen, ungesunde oder tote Brut aufzuspüren und zu entfernen, verhindert die Übertragung von Brutkrankheiten innerhalb der Kolonie. In den letzten fünf Jahrzehnten wurde dieses Merkmal in mehreren Forschungs- und Zuchtprogrammen ausgiebig untersucht und stetig verbessert.

Europäische Partnerschaft für Bienen

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird im Rahmen der Bienen- und Bestäuberwoche 2017 des Europäischen Parlaments ein wissenschaftliches Kolloquium zum Thema Bienengesundheit mitausrichten. Die Anmeldung für die Veranstaltung „Erhebung und Austausch von Daten zur Bienengesundheit: Hin zu einer europäischen Partnerschaft für Bienen“, die am 26. Juni 2017 in der Bibliothek Solvay in Brüssel stattfindet, ist ab sofort möglich.