Früher Tod und Verhaltensänderungen

Eine Studie aus Brasilien legt nahe, dass die Wirkung von Pestiziden auf Honigbienen deutlich negativer sein könnte als bisher angenommen. Das Insektizid selbst muss dazu nicht in einer tödlich eingestuften Menge eingesetzt werden; das Leben der Bienen kann es dennoch um bis zu 50 % verkürzen und ein als sicher eingestuftes Fungizid verändert das Verhalten der Arbeiterinnen, sodass von fleißigen Bienen nicht mehr die Rede sein kann.

Beratung beim Verkauf von Pestiziden verbesserungswürdig

In Zeiten des Bienen- und Insektensterbens kommt auch Haus- und Kleingärten eine wichtige Rolle als Lebensraum für Bestäuber sowie Insekten zu. 700 Tonnen Pestizide werden jährlich in Österreichs Gärten ausgebracht. Die dortige Umweltschutzorganisation Global 2000 hat sich auf gemacht und in Gartencentern und Baumärkten den Verkauf von Pestiziden unter die Lupe genommen.

Bienen - Naturzeit

Ein neuer kleiner Leseband stellt die Honigbienen und die Imkerei vor. Der Autor Friedrich Hainbuch beschreibt Mensch und Biene sowie den Weg in eine funktionierende Imkerei, mitunter abseits herrschender Lehrbuchmeinungen, immer aber gut begründet. Den einen oder anderen Widerspruch dürfte ihm von Imkerkollegen sicher sein.

Bestäuber ohne Blütenpflanzen

Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge sind in hohem Maße auf Blumen angewiesen, um Nektar als Nahrung zu erhalten. Gleichzeitig sind diese Pflanzen für die Fortpflanzung auf die Bestäuber angewiesen. In den letzten Jahrzehnten haben Ökologen aufgrund des Rückgangs der Vielfalt und des Überflusses von Blüten und Bestäubern die Folgen des Blütenverlusts für Bestäubergemeinschaften und die Bestäubung von Pflanzen untersucht.

Sonder-Briefmarken zum Weltbienentag

Der Weltbienentag am 20. Mai wird auch von der Postverwaltung der Vereinten Nationen gebührend begangen – mit der Herausgabe von drei Briefmarken-Blöcken mit Bienen und Blumen. Die Vereinten Nationen hatten den 20. Mai aufgrund der Initiative Sloweniens im Jahr 2017 zum Weltbienentag erklärt, um die Öffentlichkeit für die Bedeutung der Bienen, ihre Bedrohungen, die Notwendigkeit des Schutzes ihres natürlichen Lebensraums und ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu sensibilisieren.

Beteiligung von Interessengruppen an Überarbeitung der Leitlinien Bienen und Pestizide

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) richtet eine Konsultationsgruppe ein, die in verschiedenen Phasen der Überarbeitung der Leitlinien zur Risikobewertung von Pestiziden und Bienen konsultiert werden. Die Mitglieder der Gruppe liefern der mit der Überarbeitung des Dokuments beauftragten wissenschaftlichen Arbeitsgruppe der EFSA Anstöße.

Studie legt Lobby-Netz des Deutschen Bauernverbands offen

Der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) hat eine Studie vorgestellt, die das Netz der Agrarlobby in Deutschland offenlegt. „Unser Ziel ist es, Transparenz in das enge Beziehungsgeflecht zwischen Agrarpolitik, Agrarwirtschaft und Bauernverband zu bringen. Denn seit Jahren werden Entscheidungen gegen das Gemeinwohl getroffen, bei der Düngeverordnung genauso wie bei der Verteilung der milliardenschweren Agrarsubventionen. Daher muss transparent sein, wo in Parlamenten und Wirtschaft Agrarfunktionäre mitreden und welchen Einfluss sie nehmen können“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Honig richtig lagern

Durch die Produktion von hochwertigem Honig kann eine Imkerei ihre Wirtschaftlichkeit verbessern. Entsprechender Honig sollte nicht nur den gesetzlichen Anforderungen genügen, sondern auch den Qualitätskriterien der Imker-Organisationen. Und den Kunden muss das hochwertige Naturprodukt natürlich auch noch schmecken.

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