Deutsche Imkereien laden zum Besuch ein

Bienen sind ein wichtiger Indikator dafür, wie es um unsere Umwelt bestellt ist. Dass die Lebensbedingungen von Bienen heute nicht gerade optimal sind, wissen inzwischen viele Menschen, denn seit Jahren berichten die Medien darüber. Aber was ist wirklich dran am so genannten „Bienensterben“, wo liegen die genauen Probleme und wie kann jeder einzelne helfen? Diese Fragen wollen rund 350 Imkervereine in ganz Deutschland am „Tag der deutschen Imkerei“ beantworten, der am kommenden Wochenende bereits zum 19. Mal stattfindet.

Rückstandsproblematik im Bienenvolk

Im Rahmen einer Studienarbeit haben Wissenschaftler während zwei Jahren Proben von Bienen und ihren -produkten auf Rückstände untersucht. Die Belastung durch Pollen wird als besonders kritisch eingestuft, während die Belastung absolut betrachtet beim Bienenwachs am höchsten ist. In landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten ließen sich Chlorpyrifos und Acetamiprid in erhöhten Werten nachweisen.

Ökologische Bienenhaltung

Bienenbücher sind in letzter Zeit viele erschienen, gerade für neue Imker und so fällt die Unterscheidung nicht ganz leicht. In diesem Fall ist dies anders: Das neue Werk aus der Feder von David Gerstmeier und Tobias Miltenberger legt den Fokus auf eine ökologische und wesensgemäße Bienenhaltung.

Im Gehirn von Killerbienen

Afrikanisierte Honigbienen, gerne auch als „Killerbienen“ bezeichnet, sind erheblich aggressiver als die Westliche Honigbiene. Forscher haben nun Neuropeptid-Veränderungen untersucht, die beim aggressiven Verhalten in den Gehirnen der Afrikanisierten Honigbienen auftreten. Werden sanftmütigen Honigbienen bestimmte Peptide injiziert, so zeigen auch sie aggressive Verhaltensweisen.

Honigbienen verlieren durch Insektizide und Unkrautvernichter Geschmackssinn

Der Grünen Revolution wird zugeschrieben, eine Milliarde Menschenleben zu retten, weil Nutzpflanzen mit Pestiziden und Unkrautvernichtungsmitteln besprüht werden. Inzwischen wird immer offensichtlicher, dass diese vermeintliche Innovation zunehmend widersprüchlich ist: Die Insekten, die für die Bestäubung eines Drittels der weltweiten Nutzpflanzen notwendig sind, fallen den zum Schutz der Kulturpflanzen ausgebrachten Chemikalien als Kollateralschäden zum Opfer. Und Honigbienen sind dabei keine Ausnahme.

Neue Hoffnung für Nordamerikas seltenste Bienenart

Die Macropis-Kuckucksbiene ist eine der seltensten Bienen in Nordamerika, besonders wegen ihrer  ökologischen Nische, in der sie sich eingerichtet hat. Sie ist ein Nestparasit von Ölbienen der Gattung Macropis, die ihrerseits auf Blüten der Pflanzengattung Lysimachia angewiesen sind. Forscher haben nun entdeckt, dass die Kuckucksbiene ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet massiv ausgeweitet hat.

Verbote von Neonicotinoiden in der EU rechtens

Das Gericht der EU stellt die Gültigkeit der Beschränkungen fest, die 2013 auf EU-Ebene für die Insektizide Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid wegen der von diesen ausgehenden Gefahren für Bienen eingeführt worden sind. Dagegen gibt es der Klage von BASF weitgehend statt und erklärt die Maßnahmen zur Beschränkung der Verwendung des Pestizids Fipronil für nichtig, da sie ohne vorherige Folgenabschätzung ergangen waren.

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