Schweden


Spürhund für Hummeln

Sofia Blomqvist von der Lund Universität untersucht, wie es bestäubenden Insekten - insbesondere Hummeln und Solitärbienen - in blütenreichen Lebensräumen am Straßenrand geht. Allerdings gibt es ein Problem: Die Nester von Hummeln sind sehr schwer zu finden. Sie hofft, ihren Hund Ylle so ausbilden zu können, dass sie ihr dabei hilft.

Nachtaktive Bienen als Bestäuber

Die meisten Bienen sind tagaktiv, nur etwa 1 % der beschriebenen Arten sind nachtaktiv. Und nachtaktive Bienen sind wissenschaftlich bisher besonders schlecht untersucht. Sie verfügen über besondere visuelle Anpassungen, um sich auch unter geringsten Lichtverhältnissen zurechtzufinden. Bedeutende sensorische Anhaltspunkte liefern die Duftstoffe der von ihnen aufgesuchten Blütenpflanzen.

Wettbewerb zwischen Honigbienen und Wildbienen in Dänemark

Insekten und insbesondere Bestäuber sind in Nordwesteuropa und Nordamerika rückläufig. Da die Bestäubung für die Ökosysteme der Natur wichtig sind, ist der Rückgang der Anzahl bestäubender Insekten besorgniserregend. Ein wiederkehrendes Problem ist der potenzielle Wettbewerb um Nahrungsressourcen zwischen Wildbienen und Honigbienen. Neue Richtlinien in Bezug auf die Bewirtschaftung natürlicher Gebiete sind notwendig, wenn dort wildbestäubende Insekten leben.

Beschleunigung trotz Landeanflug

Die meisten flugfähigen Tiere verlassen sich vorwiegend auf visuelle Hinweise, um ihre Flugbahn bei der Landung zu koordinieren. Bei einer Landung im Sichtflug verringern die Tiere normalerweise ihre Geschwindigkeit im Anflug vor dem Aufsetzen. Stachellose Biene Scaptotrigona depilis beschleunigen allerdings, bevor sie auf dem schmalen Eingang ihres Bienenstocks landen.

Landnutzung hat langfristige Auswirkung auf biologische Vielfalt

Die Vergangenheit lässt die biologische Vielfalt in Agrarlandschaften nicht los. Anhand einer Agrarlandschaft in Südwest-Frankreich konnten Wissenschaftler zeigen, dass eine Zwischennutzung von Wiesen und Weiden als Ackerland auch nach zwanzig Jahren die Eigenschaften zur Bewegung und Nahrungssuche innerhalb einzelner Artengemeinschaften auf heutigen Wiesen und Weiden homogenisiert. Daher ist es laut Studie nötig, bestehende Wiesen- und Weideflächen in Agrarlandschaften langfristig zu erhalten. Nur so bieten sie eine Zuflucht für Arten, die durch den Umbruch in Ackerland verloren gehen.

Hummeln in Europa

Auf der Basis von Aufzeichnungen haben Wissenschaftler in einer Studie errechnet, wo welche Hummel-Arten mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit in fast allen Ländern der Europäischen Union anzutreffen sind.

Pestizide und Bestäuber

Wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Interaktion zwischen Pestiziden und Bestäubern sind zahlreich, aber es fehlen systematische Schlussfolgerung. Dafür fordern die Wissenschaftler der nun vorgelegten Arbeit transdisziplinäre Ansätze, mit denen die sozioökonomischen, toxikologischen und ökologischen Dimensionen zusammengebracht werden. Sie präsentieren dazu einen konzeptionellen Rahmen, der eine solche Integration erleichtern soll.

Lern-Gene bei Honigbienen sorgen für Anpassung an Umwelt

Die Honigbienen Ostafrikas sind sehr gut an sehr verschiedene Lebensräume angepasst – was auf eine veränderte Wahrnehmung ihrer Umwelt zurückzuführen ist. Forscher verglichen dazu das Erbgut von Honigbienen aus den Bergwäldern Kenias mit dem von Honigbienen aus tiefer gelegenen Savannen. Das Ergebnis: Beide Populationen verfügen zu fast 98,6 Prozent über sehr ähnliches Erbgut – doch auf zwei Erbgut-Abschnitten unterscheidet es sich eklatant. Die Differenzen betreffen vor allem Gene, die die Fähigkeit steuern, die Umwelt wahrzunehmen und daraus zu lernen.