Gegenmittel gegen tödliche Pestizide
Ein Team von Wissenschaftlern hat in einer Studienarbeit ein „Proof of concept“ erbracht, dass es für Bienen prinzipiell ein Gegenmittel gegen Pestizide gibt.
Ein Team von Wissenschaftlern hat in einer Studienarbeit ein „Proof of concept“ erbracht, dass es für Bienen prinzipiell ein Gegenmittel gegen Pestizide gibt.
Die Landschafts-Transkriptomik ist eine neue Methode zur Untersuchung von Genexpressionsmustern, die wahrscheinlich Stressursachen bei Hummeln identifizieren kann, um so letztlich Aufschluss darüber zu geben, warum Hummel-Populationen insgesamt zurückgehen.
Der anhaltende Klimawandel führt in vielen Teilen der Welt zu höheren Temperaturen und häufigeren Dürren. Höhere Temperaturen und niedrigere Luftfeuchtigkeit erhöhen möglicherweise die Austrocknungsgefahr für Insekten. Eine Studie ist dem Problem bei Hummeln nachgegangen.
Eine aktuelle Studienarbeit zeigt, dass das Tragen von Pollen die Körpertemperatur von Hummeln deutlich erhöht. Die Forscherinnen werfen mit ihrer Studienarbeit die Frage auf, wie sich eine wärmer werdende Welt aufgrund des Klimawandels auf Hummeln auswirken wird.
In einer experimentellen Studie zeigte ein Team von Wissenschaftlern, dass ohne Hummeln als Bestäuber eine blühende Pflanze, die sich selbst prinzipiell selbst bestäuben kann, innerhalb von nur neun Generationen einen erheblichen Teil ihrer genetischen Variation verloren hatte.
Die Form von Blüten besitzt einen großen Einfluss darauf, wie Parasiten auf Bienen übertragen werden. Die Verbreitung von Krankheitserregern ist ein weiterer Aspekt für die abnehmende Population bestäubender Insekten.
Die Besuche von Wildbienen an den Blüten von Wassermelonen sind auf landwirtschaftlichen Betrieben in New Jersey und Pennsylvania zwischen 2005 und 2012 um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Aufgrund des starken Rückgangs der Besuche durch Wildbienen ging der Gesamtbesuch von Bienen auf den Nutzpflanzen und die geschätzte Bestäubung der Nutzpflanzen zwischen 2005 und 2012 um mehr als ein Drittel zurück, trotz in etwa gleichbleibender Besuchsraten bewirtschafteter Honigbienen. Ein Bienenrückgang in landwirtschaftlichen Systemen wird sich auf Ernteerträge auswirken, denn Wildbienen steigern die Produktion vieler Nutzpflanzen weltweit.
In einer Studie fanden Forscher heraus, dass sich Umweltbedrohungen für nistbildende Hummel-Königinnen häufen und sie stellen inzwischen den größten Stressfaktor dar. Die Belastung mit einem weit verbreiteten Insektizid und schlechte Ernährungsbedingungen gehen zulasten der Gesundheit. Das Abarbeiten der langen Aufgabenliste der Hummel-Königinnen wird dadurch gestört, was dramatische Folgen für eine ohnehin schwindende Bestäubergruppe haben könnte.
Für die Produktion von Nutzpflanzen bedeutende kommerziell gehaltene Bestäuber wie Honigbienen und Hummeln sind auf die ihrem Standort umliegende Landschaft angewiesen, um ihre Nahrungsbedürfnisse zu decken.
Viren, die zuerst bei Honigbienen entdeckt wurden, lassen sich auch bei Hummeln finden. Die Prävalenz und Belastung einiger RNA-Viren wird mit verwalteten Honigbienen in Verbindung gebracht. Dabei stellen gemeinsam genutzte Blüten die Verbindung für die Übertragung dar.
Neonicotinoide können negative subletale Auswirkungen auf das Wachstum und die Fortpflanzung von Hummelvölkern haben. Die Belastungen mit dem Insektizid trifft Hummeln auch bei der Nahrungssuche und schränkt die Effizienz ihrer Blütenbesuche ein.
Hummeln zählen zu den besonders wichtigen Bestäubern der Insektenwelt. Bei der Nahrungssuche können sie aber schädlichen Pestiziden und Chemikalien wie Schwermetallen ausgesetzt sein. Wie ihre Gesundheit dadurch direkt beeinflusst und indirekt über das Darmmikrobiom beeinflusst wird, ist weitgehend unbekannt. Wissenschaftler sind dem nun nachgegangen.
Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass wildlebende Hummeln von Krankheitserregern heimgesucht werden, die auf Honigbienen und kommerziellen Hummelvölkern anzutreffen sind. In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftler das Feld der Übertragung auf Solitärbienen erweitert.
Blumen senden komplexe Signale aus, um für Bestäuber besonders attraktiv zu sein. Je nach Komplexität dieser Signale könnte dies zu einer erhöhten kognitiven Belastung für die Bestäuber führen. Dies wiederum könnte ihre Leistung beeinträchtigen oder aber eine Erleichterung beim Lernen und bei Entscheidungsfindungen sein.
Eine Studie zeigt mithilfe empirischer Daten und eines mathematischen Modells, wie sich Landschaften auf die Interaktion von Bienen und Blumen auswirken, und wie miteinander verbundene Netzwerke von Pflanzen und Bestäubern die Ausbreitung von Krankheiten bei Bienen beeinflussen.
Es kommt nicht nur auf blühende Pflanzen für Bienen als Nahrung an. Denn Bienen gleichen mit der Nahrungsaufnahme ein bestimmtes Verhältnis zwischen Protein und Lipiden aus Pollen verschiedener Blüten aus.
Hummeln zählen zu den wichtigen Bestäubern unter den Insekten und sie müssen mit vielen Belastungen in der Umwelt zurechtkommen. Wenn sie Pollen und Nektar von Pflanzen aufnehmen, die auf belasteten Böden wachsen, nehmen sie auch das Spurenelement Selen auf. Eine hohe Belastung mit Selen kann das Mikrobiom der Hummeln belasten und damit ihre Überlebensrate verringern.
Honigbienen kommen in der Regel als Bestäuber für Kürbispflanzen zum Einsatz. Landwirte bezahlen dafür regelmäßig Imker, damit ihre Pflanzen von genügend Insekten bestäubt werden. Eine neue Studie aus den Vereinigten Staaten legt jedoch nahe, dass Wildbienen diese Aufgabe kostenlos übernehmen können.
Forscher haben in einer Studie nachgewiesen, dass Königinnen und Drohnen von einer dauerhaften, aber niedrigen Dosis eines weit verbreiteten Pestizids derart belastet werden, dass dies die langfristige Stabilität und das Überleben ihrer Populationen bedroht.
Der Kleine Beutenkäfer stammt ursprünglich aus Südafrika. Durch den globalen Handel hat er sich dank des Menschen inzwischen über weite Teile der Welt ausbreiten können. In Europa ist er bisher nur im Süden Italiens angekommen. Ihn auszurotten, fällt dennoch schwer. Dabei spielen nicht nur einzelne Imker eine unrühmliche Rolle, dem Beutenkäfer hilft auch, dass er im Zweifel gar nicht auf Honigbienen zum Überleben angewiesen ist wie eine neue Studie zeigt.
Eine neue Studie liefert eine Schätzung der Bestände und Verteilung von Hummeln im US-Bundesstaat Michigan für das vergangene Jahrhundert. Die Bestände haben sich danach insgesamt dramatisch reduziert und spiegeln damit Entwicklungen in anderen Ländern wieder. Nur zwei Arten zählen zu den Gewinnern.
Die Studie zeigt wie sich Ernährungsstress auf die Populationen von Hummeln auf die Entwicklung von Brut während der Nestgründungsphase eines jungen Hummelvolkes negativ auswirken kann.
In der Beziehung zwischen Pflanzen und Bestäubern nutzen Pflanzen über ihre Blüten vielfältige Reize – insbesondere visuelle und den Geruchssinn betreffende. Diese Art der Kommunikation ist entscheidend für diese Beziehung. Die Rolle mikrobieller Hefen und Bakterien auf den Blüten als Intermediäre der Kommunikation zwischen Pflanzen und Bestäubern sind erst seit kurzer Zeit bekannt und Grund genug, einmal genauer hinzuschauen.
Das Verständnis der Wahrnehmung und des Lernverhaltens von Tieren und wie sie sich an etwa erinnern können, ist entscheidend dafür, wie Wahrnehmungen auf die natürliche Selektion einwirken und wie sich ökologische Faktoren auf das Verhalten auswirken. Die Mehrzahl der Studien zur Wahrnehmung werden anhand von Tieren in Gefangenschaft untersucht – in Laboratorien. Der Vorteil dabei ist eine kontrollierte Umgebung für genaue Messdaten. Allerdings könnte dies zu einer Verfälschung führen, da sich Lernleistungen in einer natürlichen Umgebung mit unterschiedlichen Störfaktoren ganz anders entwickeln könnten.
Die Große Wollbiene ist in Nordamerika eine invasive Wildbiene, die sich rasant verbreitet hat. Die Drohnen verteidigen ihre Blumen-Territorien aggressiv und greifen auch Bestäuber anderer Arten an. Große Wollbienen sind Generalisten und besuchen daher oftmals dieselben Pflanzenarten wie einheimische Bestäuber. Welche Auswirkungen dies auf endemische Bestäuber hat, dem sind Wissenschaftler in einer aktuellen Studie nachgegangen.