Tote Honigbienen in der Mandelblüte

Es ist jedes Jahr dasselbe: Imker aus den gesamten Vereinigten Staaten fahren mit Lastwagen voller Bienenvölker nach Kalifornien, wo sie für das Aufstellen ihrer Völker in der Mandelblüte reich entlohnt werden. Doch in den vergangenen Jahren ließen nicht nur viele Völker auf dem Transport, sondern in den Mandel-Plantagen ihr Leben – durch unsachgemäße Anwendung von Fungziden und Pestiziden und ihre unterschätzte Wirkung bei kombinierter Ausbringung.

Wild lebende Honigbienen in Deutschland

Wild lebende Honigbienen-Völker gelten in Europa gemeinhin als ausgerottet. Die Domestizierung durch den Menschen und die Ausbreitung von Krankheitserregern und Parasiten mithilfe des Menschen sind ebenso Gründe wie der – ebenfalls durch Menschen – verursachte Verlust geeigneter Lebensräume. Allerdings gibt es weder aus der Vergangenheit noch über den gegenwärtigen Status wissenschaftliche Daten zu dieser Annahme.
Zwei Wissenschaftler sind der allgemeinen Behauptung nachgegangen und sind genau vom Gegenteil ausgegangen: Dass hier zu Lande insbesondere naturnahe Buchenwälder geeignete Nistplätze bieten müssten, um wild lebenden Honigbienen eine Heimstatt zu bieten. Ihre Untersuchungen haben sie an zwei Standorten in Deutschland – im Nationalpark Hainich und im Biosphärengebiet Schwäbische Alb – durchgeführt.

Investieren in Honigbienen

Deutsche und österreichische Interessierte können in das Wiener Honigbienen-Start-up „Hektar Nektar“ investieren. Eine Beteiligung erfolgt auf der Crowd-Investing-Plattform Conda. Der Basiszinssatz für Investoren beträgt 4,5 %, wer sich bis zum 16. Juli entscheidet, erhält sogar 5,5 %.

Bienen-Schmuggel mit Todesfolgen

Auf einen ungewöhnlichen Schmuggelfall stießen Mitarbeiter des Schweizer Zolls in St. Margrethen, Kanton Sankt Gallen. Ein Deutscher versuchte, zwölf Bienenvölker unangemeldet in die Schweiz einzuführen. Der Mann floh vor den Zöllnern und konnte erst nach einer Verfolgungsjagd angehalten werden. Die Bienenvölker wurden vernichtet.

Hummel-Bestände sinken

Eine neue Studie liefert eine Schätzung der Bestände und Verteilung von Hummeln im US-Bundesstaat Michigan für das vergangene Jahrhundert. Die Bestände haben sich danach insgesamt dramatisch reduziert und spiegeln damit Entwicklungen in anderen Ländern wieder. Nur zwei Arten zählen zu den Gewinnern.

Saisonale Unterschiede beim Pollensammeln in städtischen Gebieten

Abhängig von der Jahreszeit gibt es große Unterschiede bei Vielfalt und Verfügbarkeit von Pollen, den Honigbienen in städtischen Gebieten und deren Vororten in den Vereinigten Staaten sammeln. In der hier vorgelegten Studie haben die Wissenschaftler den Variantenreichtum des von Honigbienen gesammelten Pollens in den US-Bundesstaaten Florida, Kalifornien, Michigan und Texas im Laufe der Jahreszeiten untersucht.

Blühstreifen ja, aber richtig

Seit dem überwältigenden Erfolg des „Volksbegehrens Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“, für das über 1,7 Millionen Wahlberechtigte im Freistaat unterschrieben haben, werden seit Anfang Februar vor allem in Bayern Angebote von Landwirten zu Blühpatenschaften für Bürger beworben. Maßgeblich unterstützt wird diese Aktion vom Bayerischen Bauernverband (BBV) – dem landwirtschaftlichen Lobbyverband, der sich bis zum Ende der Einschreibefrist lautstark und vehement gegen das Volksbegehren gestemmt hatte. Wollen die Landwirte wirklich helfen oder nur motivierte Mitbürger abkassieren?

Hummeln in Europa

Auf der Basis von Aufzeichnungen haben Wissenschaftler in einer Studie errechnet, wo welche Hummel-Arten mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit in fast allen Ländern der Europäischen Union anzutreffen sind.

Das Insektenhotel

Insektensterben in aller Munde? Zeit etwas zu tun? Mehr als nur Blumenwiesen auszusäen, sondern neben Kost für Wildbienen und Schmetterlingen auch Logis für die Bestäuber zu bieten? Unterkünfte, die funktionieren und mit Billigunterkünften aus dem Handel nichts zu tun haben? Das Wissen dazu gibt es kompakt in einem Buch.

Früher Tod und Verhaltensänderungen

Eine Studie aus Brasilien legt nahe, dass die Wirkung von Pestiziden auf Honigbienen deutlich negativer sein könnte als bisher angenommen. Das Insektizid selbst muss dazu nicht in einer tödlich eingestuften Menge eingesetzt werden; das Leben der Bienen kann es dennoch um bis zu 50 % verkürzen und ein als sicher eingestuftes Fungizid verändert das Verhalten der Arbeiterinnen, sodass von fleißigen Bienen nicht mehr die Rede sein kann.

Beratung beim Verkauf von Pestiziden verbesserungswürdig

In Zeiten des Bienen- und Insektensterbens kommt auch Haus- und Kleingärten eine wichtige Rolle als Lebensraum für Bestäuber sowie Insekten zu. 700 Tonnen Pestizide werden jährlich in Österreichs Gärten ausgebracht. Die dortige Umweltschutzorganisation Global 2000 hat sich auf gemacht und in Gartencentern und Baumärkten den Verkauf von Pestiziden unter die Lupe genommen.

Bienen - Naturzeit

Ein neuer kleiner Leseband stellt die Honigbienen und die Imkerei vor. Der Autor Friedrich Hainbuch beschreibt Mensch und Biene sowie den Weg in eine funktionierende Imkerei, mitunter abseits herrschender Lehrbuchmeinungen, immer aber gut begründet. Den einen oder anderen Widerspruch dürfte ihm von Imkerkollegen sicher sein.

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