Brasilien

Früher Tod und Verhaltensänderungen

Eine Studie aus Brasilien legt nahe, dass die Wirkung von Pestiziden auf Honigbienen deutlich negativer sein könnte als bisher angenommen. Das Insektizid selbst muss dazu nicht in einer tödlich eingestuften Menge eingesetzt werden; das Leben der Bienen kann es dennoch um bis zu 50 % verkürzen und ein als sicher eingestuftes Fungizid verändert das Verhalten der Arbeiterinnen, sodass von fleißigen Bienen nicht mehr die Rede sein kann.

Schwebende Wachen schützen vor unbefugtem Eindringen

Die in Brasilien beheimatete Stachellose Biene Tetragonisca angustula – jataí genannt – setzt eine ganz besondere Strategie ein, um ihre Nester vor anderen sozialen Insektenarten zu verteidigen. Die Kolonien dieser Spezies verfügen nicht nur über Wachposten am Nesteingang, sondern haben zusätzliche Wächter, die ständig in der Nähe des Eingangs schweben. Und das funktioniert im Team besonders gut.

Im Gehirn von Killerbienen

Afrikanisierte Honigbienen, gerne auch als „Killerbienen“ bezeichnet, sind erheblich aggressiver als die Westliche Honigbiene. Forscher haben nun Neuropeptid-Veränderungen untersucht, die beim aggressiven Verhalten in den Gehirnen der Afrikanisierten Honigbienen auftreten. Werden sanftmütigen Honigbienen bestimmte Peptide injiziert, so zeigen auch sie aggressive Verhaltensweisen.

Gegengift bei Bienenstichen?

Seit 15 Jahren arbeiten Forscher inzwischen an einem Gegengift speziell gegen Bienenstiche. Forscher der brasilianischen Universität Estadual Paulista in Botucatu haben gegenüber der Zeitschrift „O Globo“ nun angekündigt, dass das Serum an Menschen getestet werden soll. Die zuständigen Behörden hätten dafür grünes Licht gegeben.