Einwanderung aus Asien
Die Vorfahren der charakteristischen Bienengattung Homalictus, die in ganz Australien anzutreffen ist, stammen wahrscheinlich aus den Tropen Asiens, Inseln im Südwestpazifik oder dem Großraum Ozeanien.
Die Vorfahren der charakteristischen Bienengattung Homalictus, die in ganz Australien anzutreffen ist, stammen wahrscheinlich aus den Tropen Asiens, Inseln im Südwestpazifik oder dem Großraum Ozeanien.
Bäume, Sträucher und Rankgewächse gehören laut einem Forscherteam zu den wichtigsten Nahrungsquellen für Honigbienen in städtischen Umgebungen. Mithilfe von Honigbienen, die inmitten von Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania untergebracht waren, identifizierten die Forscher die Pflanzenarten, von denen die Honigbienen den größten Teil ihrer Nahrung sammelten, und verfolgten, wie sich diese Nahrungsressourcen von Frühling bis Herbst veränderten.
Von Honigbienen ist durch mehrere Studien bekannt, dass sie über Fähigkeiten verfügen, mit deren Hilfe sie willkürliche Beziehungen zwischen Farben, Gerüchen und Zahlen erlernen können. Es ist jedoch nicht bekannt, ob Honigbienen auch zeitliche Signale in ähnlicher Weise für die Lösung von Aufgaben verwenden können.
Pestizidexposition, Infektionskrankheiten und Ernährungsstress tragen zur Sterblichkeit von Honigbienen und zu einer hohen Rate an Völkerverlusten bei. Diese Erkenntnis hat eine jahrzehntelange Untersuchung der einzelnen und kombinierten Wirkungen jedes Stressfaktors und ihrer Gesamtwirkung auf die Insektenphysiologie bewirkt.
In Argentinien und den Nachbarländern Chile und Uruguay erfolgt die Behandlung gegen die Varroa-Milbe seit einigen Jahren auch mit „Aluén CAP“. Dabei handelt es sich um ein Oxalsäure-Produkt mit imprägnierten Zellulosestreifen, dass während 6 Wochen in die Rähmchen eingeschoben wird. Die Wirksamkeit liegt laut Hersteller bei 95 %.
Forscher haben herausgefunden, dass es zunehmende Hinweise gibt, dass neben Honigbienen vor allem Wildbienen seit rund zwei Jahrzehnten auf der ganzen Welt mit Nosema infiziert sind und sich das Pilzpathogen weiter ausbreitet.
Die Evolutionsbiologie zielt darauf ab, zu erklären, wie neue Arten entstehen und sich entwickeln, um unzählige Nischen zu besetzen. Seltene Bienen, die in den Hochgebirgsregionen von Fidschi gefunden wurden, zeigen, dass sie sich zu vielen Arten entwickelt haben, obwohl sie sich nicht leicht an verschiedene Lebensräume anpassen können.
Immer wieder stößt man auf Berichterstattungen, dass die Bestäubung künftig von Robotern erledigt wird und sie den Rückgang der natürlichen Bestäuber in der Umwelt kompensieren werden. Im März 2018 meldete der US-Einzelhändler Walmart sogar ein Patent für autonome Roboterbienen an.
Afrikanisierte Honigbienen, auch als Killerbienen bezeichnet, sind sehr auf Verteidigung bedacht und gehen dabei zuweilen äußerst aggressiv vor. Bisher schrieb man die Aggressionen ihrer afrikanischen Abstammung zu, doch es ist die Mischung aus afrikanischer und europäischer Genetik, die zu der Hyperaggression führt.
Citizen Scientists nehmen Fotos von Hummeln auf und identifizieren sie. Doch wie treffsicher sind die Bürgerwissenschaftler dabei? Wissenschaftler sind dem nachgegangen und haben herausgefunden, dass etwas mehr als 50 Prozent der Teilnehmer an Community Science, die Fotos für das nordamerikanische „Bumble Bee Watch“-Programm eingereicht haben, die Bienenarten richtig identifizieren konnten.
Leiden Hummeln unter Pollenmangel, so beschädigen sie Pflanzenblätter auf eine ganz charakteristische Art und Weise, was dazu führt, dass die Pflanze bis zu 30 Tage früher blüht. Der Hummelverbiss wurde zwar schon früher beobachtet, aber nicht weiter untersucht.
Agrochemikalien sind aufgrund ihrer negativen Auswirkungen für das Überleben von Bienen in den besonderen Fokus der Öffentlichkeit gerückt. In landwirtschaftlichen und städtischen Umgebungen sind Bienen Verbindungen ausgesetzt, die auf unerwartete Weise miteinander interagieren können. Informationen über das Ausmaß von Pestizidexpositionen bleiben jedoch meist unklar.
Bäume und Gehölze neben landwirtschaftlichen Flächen könnten die Anzahl bestäubender Insekten verdoppeln. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie aus Großbritannien.
Die Westliche Hummel wird in Nordamerika immer seltener. Gründe dafür gibt es wohl viele, wobei es trotz aller Bemühungen noch immer zahlreiche Wissenslücken gibt.
Sowohl die Anlage von Blühstreifen an konventionellen Getreidefeldern als auch die erhöhte Blütendichte im Öko-Landbau fördern Hummeln wie auch einzeln lebende Wildbienen und Schwebfliegen. Hummelvölker profitieren von Blühstreifen an kleinen Feldern und von großen Feldern im Ökolandbau wie eine aktuelle Studie in einem Vergleich verschiedener Anbausysteme und Landschaftstypen zeigt.
Eingeführte Pflanzen, so genannte Neophyten, können eine wichtige Nahrungsressource für Honigbienen und Wildbestäuber darstellen, aber wie oft und warum Bestäuber eingeführte Pflanzen in einer gesamten Pflanzengemeinschaft besuchen, ist nicht genau bekannt. Das Verständnis der Bedeutung eingeführter Pflanzen für Bestäuber könnte dazu beitragen, die Bewirtschaftung dieser Pflanzen und die Erhaltung des Lebensraums von Bestäubern zu steuern. Wissenschaftler untersuchten daher, wie die Blütenfülle und die Präferenz der Bestäuber die Besuche der Bestäuber bei 30 eingeführten Pflanzen im Vergleich zu 24 einheimischen Pflanzen im US-Bundesstaat New York beeinflussten.
Honigbienen-Königinnen legen in Nachschaffungszellen größere Eier als in Arbeiterinnen-Zellen. Da die Größe des Eis sowohl die Gen-Expression als auch das spätere Gewicht der ausgewachsenen Königin beeinflusst, sollten sich Imker Gedanken darüber machen, inwieweit Umlarven wirklich sinnvoll ist.
Vibrationen spielen eine wichtige Rolle im Verhalten von Insekten. Bei Bienen werden Vibrationen in einer Vielzahl von Zusammenhängen verwendet – der Kommunikation, als Warnsignal zur Abschreckung von Raubtieren und während der Pollensuche. Wenig bekannt ist, wie sich die biomechanischen Eigenschaften der Vibrationen bei unterschiedlichen Verhaltensweisen innerhalb einer Art unterscheiden.
Wie weit fliegen Bienen auf ihrer Futtersuche? Vor allem dann, wenn sie bereits ein Nest mit Proviant versorgen müssen, also an einen festen Ort gebunden sind, zu dem sie immer wieder zurückkehren? Dieser Frage gingen Wissenschaftler nach, indem sie über 2.600 Wildbienen im Botanischen Garten München-Nymphenburg markierten.
Ein neues Pilzpathogen trägt dazu bei, dass viele Hummel-Arten in Kanada rückläufig sind. Dies ist das vorläufige Ergebnis von Untersuchungen.
Arbeiterinnen der Kapbiene können sich asexuell fortpflanzen. Wissenschaftler haben nun das Gen identifiziert, das Kapbienen eine Vermehrung ermöglicht, ohne jemals Sex zu haben: GB45239 auf Chromosom 11 ist für Jungfernzeugung verantwortlich.
Der typische Fall des Wechsels eines Parasiten auf einen neuen Wirt, ohne eine gemeinsame Koevolution von Wirt und Parasit, liegt bei der Westlichen Honigbienen und der Varroa-Milbe vor.
Die Milbe wechselte mithilfe des Menschen von der Östlichen Honigbienen auf die Westliche Honigbiene. Seither stellt die Varroa-Milbe oder die von ihr begünstigten Krankheiten eine Bedrohung für die meisten Völker der Westlichen Honigbiene dar.
Eine Studie zeigt mithilfe empirischer Daten und eines mathematischen Modells, wie sich Landschaften auf die Interaktion von Bienen und Blumen auswirken, und wie miteinander verbundene Netzwerke von Pflanzen und Bestäubern die Ausbreitung von Krankheiten bei Bienen beeinflussen.
Eine Analyse weltweiter Langzeitstudien zeigt, dass die Zahl landlebender Insekten zurückgeht. Sie sank im Schnitt um 0,92 Prozent pro Jahr, was einem Rückgang von 24 Prozent über 30 Jahre entspricht. Gleichzeitig stieg die Zahl der an Süßwasser gebundenen Insekten wie Mücken und Eintagsfliegen, was ein Erfolg von Gewässerschutzmaßnahmen sein könnte. Den Durchschnittswerten stehen lokal jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungen gegenüber. Insofern ist eine Pauschalierung schwierig.
Derzeit gibt es eine Reihe unterschiedlicher Methoden zur Probenahme von Bienen innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft, aber keinen Konsens darüber, welche in der Praxis die besten sind. Eine Studie hat nun untersucht, wie sich besonders verlässliche Ergebnisse erzielen lassen.